Weide pflanzen – Standort, Pflege und Arten

Weide pflanzen – Standort, Pflege und Arten

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Die Arten der Weide (Salix) haben es vielen Baumliebhabern schwer angetan. Vor allem die Trauerweide fasziniert immer wieder durch ihre tief hängenden Äste, die wie ein fließender Blättervorhang anmuten. Die auch als Weidenkätzchen bekannten Blütenstände des Weidenbaums sind ebenfalls ein absoluter Hingucker, wenn sie von Frühling bis Sommer ihre bunten Farben entfalten. Wie man Salix am besten in den Garten integriert und welche Maßnahmen zur Pflege der Weide nötig sind, verrät Ihnen unser Beitrag zum Thema.

Wissenswertes: Die Weide hat in vielen Kulturkreisen eine sehr mystische Bedeutung. Gerade die Trauerweide wird durch den gespenstischen Wuchs ihrer Äste gerne als Verbindung zum Übersinnlichen betrachtet. Auch birgt die Rinde der Salix ungeahnte Heilkräfte, die vor allem gegen Schmerzsymptome bei Rückenschmerzen, Kopfschmerzen, Gelenkarthrose oder Rheuma eingesetzt werden.


Pflanzung der Weide – Standortwahl und Pflanzablauf

Weidenbäume gehören selbstverständlich zur Familie der Weidengewächse (Salicaceae). Bei günstiger Standortwahl sowie guter Pflege können die Flachwurzler bis zu 30 m hoch und etwa 80 Jahre alt werden. Heimisch ist Salix dabei in nahezu allen gemäßigten Klimagebieten der Nordhalbkugel und sogar in einigen Tropenregionen der Südhalbkugel. Dank einer Winterhärte von bis zu -40 °C scheinen Weidenarten auch wie geschaffen für den heimischen Garten. Allerdings ist hier nicht jeder Standort für die Bedürfnisse der Weide angemessen.

So bevorzugt Salix zum Beispiel eine sonnige Lage, die trotz hoher Lichteinstrahlung immer frisch-feucht bis nass-feucht sein sollte. Zu empfehlen ist darum ein heller Standort in Gewässernähe, was lichtarme Gärten ohne fließende Gewässer oder Teiche von vorn herein ausschließt. Darüber hinaus benötigt die Weide einen sandig-tonigen oder lehmig-tonigen Boden. Dieser sollte saure bis neutrale pH-Werte, zwischen 4,5 und 7,8 aufweisen.

Pflanztipp: Viele Leute pflanzen ihre Weide in Einzelstellung als Quell- oder Uferschutz. Dabei kommt Salix nicht nur in Solitärpflanzung gut zur Geltung. Artabhängig sind Weiden auch als Alleebaum, Hecken und sogar als Beetbepflanzungen ein echter Blickfang. Voraussetzung für weitläufige Baumpflanzungen ist allerdings ausreichender Platz im Garten. Von einer Kultivierung in Hausnähe ist hier abzuraten, da die Wurzeln großwüchsiger Arten der Salix im Boden liegende Rohre und Leitungen beschädigen könnten.


Einzelheiten zum Standort für Weiden:

  • Salix ist bis zu -40 °C winterhart, benötigen aber dennoch sonnige Standorte
  • der Boden sollte frisch-feucht bis nass-feucht sein
  • sandig-tonige oder lehmig-tonige Substrate sind zu bevorzugen
  • Boden-pH-Wert: sauer bis neutral, zwischen 4,5 und 7,8
  • die flachwurzelnde Salix braucht sehr viel Platz und eine stete Wasserversorgung
  • es werden deshalb größere Standorte in Gewässernähe empfohlen
  • ungeeignet sind hingegen Standorte in Hausnähe
  • Eine Kultivierung von Salix als Alleebaum, Hecke oder Beetpflanze ist möglich

Pflanzen können Sie sowohl vorgezogene Baumschulbäumchen als auch Stecklinge der Weide. Die Weidenstecklinge werden im Vorfrühling oder Frühsommer von ihrer Mutterpflanze abgeschnitten und sollten bereits eine holzige Rinde sowie eine Länge von 35 bis 80 cm aufweisen. Früh ausgetriebene Blätter sind vorab zu entfernen, um Energieverluste beim Anwurzeln zu vermeiden. Bewurzelt sind die Stecklinge der Salix jedoch selbst bei bloßem Zurückstecken in den Boden recht schnell. Der Pflanzablauf gestaltet sich dann für Jungbäume und Stecklinge ähnlich:

  1. Schritt – Wahl des Pflanztermins: Laubbäume wie die Weide werden grundsätzlich nach Laubabwurf im Herbst oder vor dem nächsten Blattaustrieb im zeitigen Frühling gepflanzt. Für Weidenstecklinge im Speziellen empfiehlt sich dahingehend eine Pflanzzeit im zeitigen Frühling. Hier können die Stecklinge nach dem Schneiden und Pflanzen gleich eine volle Vegetationsphase durchlaufen, was der schnellen Standortetablierung zu Gute kommt. Herbstpflanzungen eignen sich bei der Weide somit eher für vorgezogene Jungbäume.
  2. Schritt – Bodenvorbereitung: Die stark verzweigten Wurzeln der Weidenbäume können den Untergrund bis in eine Tiefe von 2 m nachhaltig stabilisieren. Als Uferschutz sind Weiden deshalb besonders beliebt. Damit die Weidenwurzeln unter der Erde nicht auf Hindernisse stoßen, sollte der Standortboden vor der Pflanzung tiefgründig umgegraben und aufgelockert werden. Eine gute Bodenoptimierung lässt vor allem Weidenstecklinge besser wurzeln. Geben Sie deshalb stets etwas Kompost ins Substrat. Um die Bodenfeuchtigkeit trockener Substrate zu verbessern, können Sie zudem noch etwas Torf untermischen. Im Anschluss heben Sie ein Pflanzloch aus, das den dreifachen Umfang des Wurzelballens besitzt.
  3. Schritt – Pflanzung der Weide: Da Salix bisweilen einen sehr ausladenden Wuchs aufweist, sind Pflanzabstände von mind. 7 bis 10 m bei Baumarten unbedingt einzuhalten. Es sei denn, Sie möchten eine Weidenhecke erziehen, denn hier werden die Weidenstecklinge bewusst sehr dicht nebeneinander gepflanzt, um sie besser flechten zu können. Bei Heckenpflanzungen, wie auch bei Beetpflanzungen der Weide als Zwergstrauch gelten darum kleinere Pflanzabstände von 1,5 bis 2 m. Nach dem Pflanzen müssen Stecklinge wie Jungbäume dann großzügig angewässert werden. Gegebenenfalls ist auch ein Abstützen der jungen Weiden mit Wuchshilfen sinnvoll.

Kurzschritte zum Pflanzen im Überblick:

  • Pflanzung von Jungbäumen der Weide: Oktober oder März
  • Pflanzung von Stecklingen der Weide: zeitiges Frühjahr (Februar / März)
  • verholzte Stecklinge zuvor in 35 – 80 cm Länge abschneiden
  • Blätter der Weidenstecklinge müssen entfernt werden
  • Standortboden der künftigen Weiden tiefgründig auflockern
  • zur Grunddüngung etwas Kompost einarbeiten
  • zu trockene Böden lassen sich mit Torf optimieren
  • Pflanzloch für Salix muss 3-mal so groß wie der Wurzelballen sein
  • Pflanzabstand von Weidenbäumen zu anderen Gewächsen: 7 – 10 m
  • Pflanzabstand bei Weidenhecken und Beetsträuchern: 1,5 – 2 m
  • Stecklinge für Weidenhecken werden dichter gesetzt und danach geflochten
  • Wuchshilfen geben Hecken wie Bäumen zusätzliche Stabilität


Still ein See. Und rings in tiefen Träumen
Eine Wacht von jungen Weidenbäumen.

„Wachset,“ ruft der Wind, „ihr jungen Recken,
Wär‘ ich jung wie ihr, ich würd‘ mich strecken!“

Höhnt der Sturm: „Ich wach‘, ihr Kümmerlinge,
Daß kein Baum bis in den Himmel dringe.

Wachst nur, wachst! Laßt junge Zweige treiben!
Werdet immer – kleine Weiden bleiben!“

Und die Weiden wuchsen, still bescheiden,
Und sie wurden mählich alte Weiden…

[…]

– aus dem Gedicht „Die Weiden“ von Hugo Salus –


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Pflege der Weide – gießen, düngen und schneiden

Ist Salix erst einmal ausgewachsen, versorgt sich der Flachwurzler eigentlich vollständig selbst. Bis dahin ist manuelle Bewässerung aber oftmals nötig. Gerade Hecken der Weide stehen meist nicht in Gewässernähe, sodass ein feuchtes Bodenmilieu künstlich erzeugt werden muss. Gießen Sie Weidenstecklinge deshalb kontinuierlich. Auch junge Weidenbäume vertragen in heißen Trockenphasen einen Schluck extra. Verzichten Sie hierbei bitte auf kalkhaltiges Gießwasser, denn Kalk mag der Weidenbaum überhaupt nicht.

Eine gezielte Nährstoffversorgung ist für junge Weiden und Weidenstecklinge ebenfalls sehr wichtig. Da sie sehr wuchsfreudig sind, entziehen Sie ihrem Standortsubstrat einiges an Energie. Düngen Sie deshalb im Herbst mit Laub, Humus oder Hornspänen. Die Nährstoffschichten geben ganz nebenbei einen leichten Winterschutz für die Jungweiden ab. Nach dem ersten Winter genügt es, Salix nur noch alle zwei bis drei Jahre zu düngen.

Kurztipps zum Gießen und Düngen:

  • junge Weidenbäume und Weidenstecklinge müssen manuell bewässert werden
  • Stecklinge der Weide hier sehr konstant befeuchten
  • Jungbäume der Salix vermehrt in anhaltenden Trockenphasen gießen
  • kalkhaltiges Wasser ist für den Gießvorgang nicht geeignet
  • im 1. Herbst mit Hornspänen, Humus oder Laub düngen
  • ab dem 2. Herbst nur noch alle 2 – 3 Jahre Nährstoffe ausgeben

Neben der Gewinnung von Stecklingen werden die Triebe der Weide auch gerne für verschiedene Festriten geschnitten. Die bekanntesten sind hier die Feierlichkeiten zum Palmsonntag, an dem die Blütenkätzchen der Weide in zahlreichen katholischen Haushalten zu finden sind. Auch im germanischen und keltischen Glauben hat das Schneiden von Weidenkätzchen lange Tradition. Ansonsten ist ein Schnitt meist angezeigt, wenn die Baumkrone der Salix zu auslandend wird.

Um die teils sehr langen Triebe von Weiden zu schneiden, ist es sinnvoll, einer groben Formvorstellung zu folgen. Radikalschnitte sind möglich, aufgrund der gewichten Äste aber oft mit einigem Aufwand verbunden. Häufig müssen hier Kettensägen zum Schneiden und Container zum Transport des Verschnitts eingesetzt werden. Wer leichtere Form- und Auslichtungsschnitte vorzieht, der kürzt die Äste lieber gezielt durch vereinzelte Form- und Auslichtungsschnitte. Tragen Sie hier vorrangig lichtraubende Seitenäste ab. Leitäste werden hingegen nur gekürzt, wenn sich der Baum trotz Abtragen der Seitentriebe nicht einwandfrei auslichten lässt oder die Wuchsrichtung der Krone verändert werden soll. In solch einem Fall dürfen die Äste bis auf zwei Drittel ihrer Gesamtlänge eingekürzt werden. Die ideale Zeit zum Schneiden ist abermals das zeitige Frühjahr.

Tipp: Arbeiten Sie sich beim Auslichten der Salix von außen nach innen vor. Schnittwunden versiegeln Sie nach dem Schnitt am besten mit Baumwachs, auch wenn der Weidenbaum generell sehr schnittverträglich ist.


Kurztipps zum Schneiden und Auslichten:

  • Radikalschnitte an der Weide sind möglich, jedoch sehr aufwändig
  • stattdessen lieber gezielte Form- und Auslichtungsschnitte ansetzen
  • hierzu vorrangig lichtraubende Seitenäste entfernen
  • Leitäste nur bei starker Kronenverdichtung und zur Kronenbegradigung schneiden
  • zu diesem Zweck Äste der Salix um bis zu 2 Drittel einkürzen
  • Wundflächen am Holz werden nach dem Schnitt mit Baumwachs versiegelt

Interessante Arten und Sorten der Salix

Von den gut 450 Arten der Weide wachsen einige als Halb- oder Zwergstrauch, andere als Baum oder Strauchbaum. Sie eignen sich damit je nach Wuchshöhe und Wuchsform besser als Hecken-, Strauch- oder Solitärpflanzung. So unterschiedlich wie ihr Wuchs sind auch die Kronenformen der Weidenarten. Die Trauerweide wie wir sie kennen, übrigens eine Hybridkreuzung aus Babylonischer Trauerweide (Salix babylonica) und Silber-Weide (Salix alba), sticht hier durch eine besonders ausladende Hängekrone hervor. Des Weiteren variieren die Farben der Weidenkätzchen und Blütenzweige artabhängig zwischen gräulich, gelblich, grünlich und sogar rotviolett. Zur besseren Übersicht hier ein paar Beispiele zu allen Wuchsvarianten der Salix:

SorteBeschreibung
Arktische Weide
Salix arctica
Blütezeit: Juni bis August
Blütenfarbe: rötlich-grüne bis schwarzbraune Kätzchen an rötlichen Zweigen
Wuchshöhe: 5 bis 25 cm
Herkunft: Asien, Europa, Nordamerika
Eignung für Kultivierung: sehr gut
Besonderheiten: der Zwergstrauch ist bis -35 °C winterhart; die meist kreisförmigen Blätter sind an der Unterseite leicht behaart
Babylonische Trauerweide (Echte Trauerweide)
Salix babylonica

Blütezeit: April bis Mai
Blütenfarbe: weiße Kätzchen an braunen Zweigen
Wuchshöhe: 14 bis 18 m
Herkunft: China, Asien
Eignung für Kultivierung: sehr gut
Besonderheiten: Baumweide mit Winterhärten bis -29 °C; Elternart der "Gartentrauerweide" und verantwortlich für deren hängende Äste
Bruchweide
Salix fragilis
Blütezeit: März bis Mai
Blütenfarbe: gelbgrüne Kätzchen an silbergrauen Zweigen
Wuchshöhe: 15 bis 20 m
Herkunft: Europa, Asien
Eignung für Kultivierung: sehr gut
Besonderheiten: der Baum ist bis -35 °C winterhart und dient oft als Ufer- oder Quellschutz; die Unterseite der elliptischen, leicht gezähnten Blätter ist graublau beflaumt
gute Sorten: 'Bullata'
Harlekin-Weide
Salix integra
Blütezeit: April bis Mai
Blütenfarbe: gelbe Kätzchen an rotgelben Zweigen
Wuchshöhe: 2 bis 3 m
Herkunft: Japan, Asien
Eignung für Kultivierung: sehr gut
Besonderheiten: bis -23 °C winterhart; aufgrund ihrer seltenen, blaugrünen bis rosa-weißen Blätter ist Salix integra ein beliebtes Ziergehölz
gute Sorten: 'Hakuro Nishiki'
Heidelbeer-Weide
Salix myrtilloides
Blütezeit: April bis Juni
Blütenfarbe: gelbrote Kärtchen an rotbraunen Zweigen
Wuchshöhe: 0,5 bis 1 m
Herkunft: Asien, Europa
Eignung für Kultivierung: sehr gut
Besonderheiten: bis -35 °C winterhart; als Zwergstrauch gut geeignet für Steingartenbeete
Korb-Weide
Salix vimnalis
Blütezeit: März bis April
Blütenfarbe: hellgrüne Kätzchen an gelben bis silbergrünen Zweigen
Wuchshöhe: 3 bis 8 m
Herkunft: Asien, Europa
Eignung für Kultivierung: sehr gut
Besonderheiten: bis -35 °C winterharter Strauch, der gerne als Hangbepflanzung zum Wind- oder Bodenschutz gepflanzt wird; Holz der Korb-Weide ist wichtiges Material für Weidenkörbe
Krautweide
Salix herbacea
Blütezeit: Juni bis August
Blütenfarbe: rosa bis rote Kätzchen an rotbraunen Zweigen
Wuchshöhe: 5 bis 10 cm
Herkunft: Europa, Nordamerika
Eignung für Kultivierung: sehr gut
Besonderheiten: kriechender und krautartiger Zwergstrauch mit Winterhärten bis -35 °C; beliebte Steingartenbepflanzung; die rundlichen Blätter sind an der Unterseite von leichtem Flaum überzogen
Lavendel-Weide
Salix elaeagnos
Blütezeit: April bis Mai
Blütenfarbe: hellgrüne Kätzchen an silbergrauen Zweigen
Wuchshöhe: 2 bis 20 m
Herkunft: Europa, Nordwest-Afrika
Eignung für Kultivierung: sehr gut
Besonderheiten: bis -29 °C winterhart; Baum- oder Strauchweide für Quell- und Uferschutzpflanzungen; Salix elaeagnos besitzt lavendelartige Blätter mit filziger Blattunterseite
Lorbeer-Weide
Salix pentandra
Blütezeit: Mai bis Juni
Blütenfarbe: gelbe Kätzchen an gelblich- oder rötlich-braunen Zweigen
Wuchshöhe: 5 bis 15 m
Herkunft: Asien, Europa
Eignung für Kultivierung: sehr gut
Besonderheiten: bis -35 °C winterhart; intensiv duftende Baumweide mit kahler Blattunterseite
Netz-Weide
Salix reticulata
Blütezeit: Juni bis August
Blütenfarbe: hellgelbe Kätzchen an gelbbraunen Zweigen
Wuchshöhe: 5 bis 10 cm
Herkunft: Asien, Europa, Nordamerika
Eignung für Kultivierung: sehr gut
Besonderheiten: bis -30 °C winterhart; der Zwergstrauch besitzt an der Unterseite leicht behaarte und rundliche Blätter; durch seinen kriechenden, teppichartigen Wuchs sehr beliebt in Steingärten
Purpur-Weide
Salix purpurea
Blütezeit: März bis April
Blütenfarbe: violette Kätzchen an gelbschwarzen Zweigen
Wuchshöhe: 4 bis 6 Meter
Herkunft: Asien, Europa
Eignung für Kultivierung: sehr gut
Besonderheiten: bis -29 °C winterharter Kleinbaum; am besten als Bodenschutz an Hängen oder Gewässern pflanzen
gute Sorten: 'Nana'
Sal-Weide
Salix caprea
Blütezeit: März bis April
Blütenfarbe: weiße Kätzchen an silbergrünen Zweigen
Wuchshöhe: 1,5 bis 30 m
Herkunft: Europa, Asien
Eignung für Kultivierung: sehr gut
Besonderheiten: bis -40 °C winterhart; die elliptischen Blätter sind an der Unterseite beflaumt und am Rand leicht gekerbt; ideal als Hecken- oder Hangpflanzung; Lärm-, Staub-, Wind- und Bodenschutz
gute Sorten: 'Femina', 'Klimarnock', 'Mas', 'Pendula', 'Silberglanz'
Schwarz-Weide
Salix myrsinifolia
Blütezeit: April bis Mai
Blütenfarbe: hellgrüne Kätzchen an schwarzbraunen Zweigen
Wuchshöhe: 2 bis 5 m
Herkunft: Asien, Europa
Eignung für Kultivierung: sehr gut
Besonderheiten: bis -35 °C winterhart; die Kätzchen der Salix myrsinifolia sind nach dem Austrieb stark wollig, ihre Blätter verfärben sich nach dem Abnehmen schwarz
Silber-Weide
Salix alba
Blütezeit: April bis Mai
Blütenfarbe: gelbe Kätzchen an gelbgrünen Zweigen
Wuchshöhe: 20 bis 25 m
Herkunft: Asien, Europa, Nordwest-Afrika
Eignung für Kultivierung: sehr gut
Besonderheiten: bis -35 °C winterhart; Elternart der "Gartentrauerweide" und verantwortlich für deren oft leicht geneigten Stamm; geeignet als Lärm-, Staub-, Quell- und Uferschutz
gute Sorten: 'Vitellina' (Gelbe Weide), 'Vitellina Tristis' (Trauerweide)


Weide – Mögliche Krankheiten und Schädlinge

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Eigentlich ist die Weide ein sehr robuster Laubbaum, der nur selten von Schadbildern befallen wird. Allerdings gibt es einige Pilzkrankheiten, die der schönen Salix gefährlich werden können. Zu nennen sind hier vor allem Weidenrost und Weidenschorf. Während Weidenrost meist nur optische Mängel durch gelb bis rot verfärbte Blattflecken bedeutet, sind bei Weidenschorf unbedingt Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Die Erkrankung wird durch den Erreger Pillaccia saliciperda verursacht und kann zum Absterben von Blättern und Triebspitzen führen. Zur Behandlung empfiehlt sich die Gabe von Phosphor und Kali. Befallene Weidenteile sollten zudem zeitnah vom Gehölz entfernt werden.

Fazit

Neben der allseits beliebten Trauerweide gibt es unter den Weidenarten auch weniger ausladende Varianten sowie Ziersträucher und Zwergsträucher fürs Beet. Diese eignen sich je nach Wuchshöhe und Wuchsform als Unterpflanzung in Steingartenbeeten, Quell- und Uferschutz bei Gewässern oder Solitär- und Heckenpflanzungen zum Sicht-, Staub- und Lärmschutz. Salix bietet demnach zahlreiche Gestaltungsmöglichkeiten im Garten, wobei ihre unterschiedlich gefärbten Weidenkätzchen und Zweige noch einen originellen Zierwert mit beisteuern. Zur Kultivierung unerlässlich sind dabei sonnige aber feuchte Standorte. Gieß- und Düngemaßnahmen sind vorrangig für junge Weidenbäumchen und Weidenstecklinge wichtig. Etwaiger Schnittbedarf richtet sich größtenteils nach den Formvorstellungen des Gärtners.

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