Vergissmeinnicht

Vergissmeinnicht

Vergissmeinnicht – Pflege und Pflanzung im Garten

© ariel03 - Fotolia.com
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Das Vergissmeinnicht mit seinen blauen Blüten ist ein schöner Frühlingsbote, der gern mit Zwiebelblumen und anderen Frühlingsblühern kombiniert wird. Damit diese Pflanze aber rechtzeitig ihre Blüten öffnet, müssen Sie mit der Aussaat schon im Jahr zuvor beginnen.

Obwohl es das Vergissmeinnicht in rund 50 Arten gibt, findet sich in privaten Gärten meist das Wald-Vergissmeinnicht (Myosotis sylvatica). Es blüht ab April oder Mai mit vielen kleinen Blüten, die von zahlreichen Insekten besucht werden. Eine weitere Variante ist das Sumpf-Vergissmeinnicht (Myosotis palustris oder scorpioides), das sich als feuchtigkeitsliebende Pflanze sehr gut für den Rand eines Teichs eignet. Diese und alle anderen Arten der Pflanze wachsen in freier Natur auf allen Kontinenten. Sie gehören zur Familie der Raublattgewächse, deren Stängel und Blätter behaart sind. Die Merkmale des Vergissmeinnichts sind zusammengefasst

  • Blaue Blüten
  • Blütezeit ab April
  • Feuchtbodengeeignet
  • Raubblattgewächs

Die Aussaat

Bei vielen Arten handelt es sich um zweijährige Pflanzen, die nach der Aussaat zunächst nur Blätter bilden. Erst im darauf folgenden Frühling entsteht die Blüte. Damit Ihr Vergissmeinnicht zeitig im nächsten Jahr blüht, sollten Sie mit der Aussaat daher im Juni oder Juli beginnen. Hierbei können Sie selbst entscheiden, ob Sie die Pflanzen in Töpfen vorziehen möchten oder die Samen direkt im gewünschten Beet ausbringen. Ebenso eignet sich die Pflanze für die Topfkultur, benötigt in diesem Fall aber auch im Winter etwas Pflege. Achten Sie aber in allen Fällen darauf, dass die Samen nicht mit Erde bedeckt sein dürfen. Sie benötigen ausreichend Licht für die Keimung und müssen während ihrer Keimdauer von zwei bis drei Wochen immer leicht feucht gehalten werden.

Das Auspflanzen

Soweit Sie Ihre Pflanzen in Töpfen vorgezogen haben, setzen Sie diese im Spätsommer oder im frühen Herbst in den Garten. Lassen Sie zwischen den einzelnen Pflanzen einen Abstand von etwa 20 Zentimetern. Falls Sie die Samen direkt im Garten ausgesät haben und die Sämlinge zu dicht stehen, sollten Sie einige der Pflanzen entfernen, damit jede genügend Platz hat. Als Standort eignet sich für das Vergissmeinnicht ein sonniger bis halbschattiger Platz, wo der Boden locker ist, damit keine Staunässe entstehen kann.

Die Pflege

Mit einem Vergissmeinnicht haben Sie nur sehr wenig Arbeit. Es ist gut winterhart und benötigt keinen zusätzlichen Dünger. Nur auf eine gute Bewässerung sollten Sie immer achten, denn auf einen trockenen Boden reagiert es etwas empfindlich.

Aussaat und Pflege noch einmal im Überblick:

  • Saattermin: Juni bis Juli
  • Keimdauer: 2-3 Wochen bei 18°C
  • Pflanztermin: Spätsommer bis Herbst
  • Standort: sonnig bis halbschattig
  • Boden: feucht und durchlässig
  • Pflanzabstand: 20 Zentimeter
  • Pflege: reichlich bewässern

Die Vermehrung

Das Vergissmeinnicht ist eine zweijährige Pflanze, die nach der Blüte abstirbt. Normalerweise müssen Sie es jedoch nicht laufend wieder neu aussäen, denn es breitet sich durch seine Samen von allein aus. Um auch andere Standorte im Garten zu erobern, benutzt es einen Trick und hängt an seine Samen ein sogenanntes Elaiosom, das Ameisen gern fressen. Sie tragen dieses Paket daher in ihren Bau, fressen das nährstoffreiche Elaiosom auf und befördern den Samen wieder nach oben, weil sie für ihn keine Verwendung haben. So kann es vorkommen, dass im folgenden Jahr an anderen Stellen in Ihrem Garten ein Vergissmeinnicht wächst.

Das Vergissmeinnicht hat in vielen Sprachen einen Namen, der mit der liebevollen Erinnerung an einen Menschen verknüpft ist, und wird daher in der Blumensprache in entsprechender Weise genutzt. Sein botanischer Name Myosotis hat jedoch eine ganz andere Bedeutung. Er setzt sich aus den griechischen Wörtern für Maus und Ohr zusammen und bedeutet übersetzt Mäuseohr, womit die Form seiner Blätter gemeint ist.

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