Umgraben

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Umgraben – im Garten eine wichtige Pflicht

© torte83 - Fotolia.com
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Durch das Umgraben des Gartens wird der Boden wieder aufgelockert und gut belüftet. Auf diese Weise erleichtern Sie es den Pflanzen, die Sie später darauf anbauen, Wurzeln zu bilden. Mit diesen Wurzeln dringen sie in tiefere Erdschichten vor und können sich so mit Wasser und allen nötigen Nährstoffen versorgen. Ein weiterer Vorteil des Umgrabens ist die Entfernung des Unkrauts, das sich inzwischen auf der Erdoberfläche gebildet hat. Weil Sie dieses Unkraut in die Erde einarbeiten, verrottet es dort und wird in eine nährstoffreiche Humusschicht umgewandelt, die wiederum dem Wachstum Ihrer Pflanzen zugutekommt.

Der Zeitpunkt

Einige Gärtner graben ihren Garten schon im Herbst um, wie dies in früheren Zeiten üblich war, andere erst im Frühling. Als Termin im Herbst bietet sich der Zeitraum nach der letzten Ernte des Gemüses an. In diesem Fall sollte das Umgraben jedoch schon vor den ersten Bodenfrösten erfolgen. Wenn Sie diese Arbeit lieber im Frühjahr vornehmen möchten, ist es dagegen sinnvoll, dies möglichst frühzeitig zu erledigen und nach dem Umgraben einige Wochen zu warten, bevor Sie mit der neuen Aussaat und dem Setzen der Pflanzen beginnen. So hat der Boden genügend Zeit, sich wieder zu setzen.

Die gleichzeitige Düngung

Viele Gärtner nutzen die Gelegenheit, beim Umgraben gleich den Kompost aus dem eigenen Garten in den Boden einzuarbeiten. Dieser Kompost enthält wertvolle Nährstoffe und reicht bei vielen Pflanzen als Dünger für die gesamte Wachstumsperiode aus. Wenn Sie das Düngen mit dem Umgraben verknüpfen möchten, verteilen Sie zunächst den Kompost auf den Beeten und beginnen danach mit dem Umgraben.

Das Umgraben mit dem Spaten

In den meisten Gärten reicht es völlig aus, den Boden spatentief umzugraben. Am Besten arbeiten Sie sich hierbei Reihe für Reihe durch Ihre Beete. Beginnen Sie am Rande des Beets, stechen Sie spatentief in den Erdboden und schaufeln Sie die Erde der ersten Reihe in eine Schubkarre. Diese Erde werden Sie später noch benötigen. Danach nehmen Sie sich die nächste Reihe vor, stechen wiederum spatentief in den Boden und geben die Erde in die Reihe, die Sie zuvor freigelegt haben. Beim Einfüllen drehen Sie den Spaten, sodass die Erde kopfüber hineinfällt. Diesen Vorgang wiederholen Sie, bis Sie am Ende des Beetes oder Ihres Gartens angekommen sind. Die letzte Reihe füllen Sie mit der Erde aus der ersten Reihe auf, die Sie mit Hilfe der Schubkarre dorthin transportieren. Damit das Umgraben nicht zu mühsam wird, benötigen Sie einen stabilen und scharfen Spaten und nehmen beim Einstechen in den Boden einen Fuß zu Hilfe, um den Druck zu verstärken. Wählen Sie außerdem möglichst einen Termin, an dem der Boden relativ trocken ist, denn Erde wird umso schwerer, je feuchter sie ist.

Praktische Hilfsmittel

Vor allem in größeren Gärten ist das Umgraben mit dem Spaten eine recht langwierige und zudem anstrengende Tätigkeit. Sehr viel bequemer ist die Bodenbearbeitung mit einem Kultivator, mit dem Sie den Boden lockern und belüften. Kultivatoren gibt es in elektrischen und in benzinbetriebenen Varianten. Ein solches Gerät können Sie auch ausleihen, denn Sie werden es ohnehin meist nur einmal pro Jahr benutzen.

Das Umgraben des Gartens dient also der

  • Bodenpflege
  • Nährstoffversorgung
  • Unkrautvernichtung
  • Auflockerung

Trotz der vielen Vorteile, die das Umgraben bietet, ist es nicht ganz unumstritten. Viele Wissenschaftler verweisen darauf, dass durch das Drehen der Erde der gesamte Mikrokosmos im Boden durcheinander gerät und das Umgraben zudem in vielen Fällen gar nicht nötig ist. Ob Sie versuchsweise einmal darauf verzichten, bleibt Ihnen überlassen. Unerlässlich ist das Umgraben allerdings in Gärten mit einem sehr schweren und lehmigen Boden, den die Wurzeln der Pflanzen ohne Ihre Unterstützung kaum durchdringen werden.

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