Traubenheide – Pflanzen, Pflege, Schädlinge

Traubenheide – Pflanzen, Pflege, Schädlinge

„Leucothoe axillaris1“ von KENPEI - KENPEI's photo. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons.
Leucothoe axillaris1“ von KENPEI – KENPEI’s photo. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons.

Mit einer Wuchshöhe von 30 bis 120 cm bildet die Traubenheide (Leucothoe), welche auch als Traubenmyrte bezeichnet wird, eine nette Verzierung für Hausgärten, Terrassen oder Balkone. Die immergrünen Sträucher sind seit ungefähr 1834 in Europa bekannt, wobei sich insbesondere die ledrigen Blätter Pflanze zu einem beliebten Gartenakzent entwickelten. Diese erscheinen nämlich je nach Art und Jahreszeit in einem Farbspektrum, das von grün bis scharlachrot reichen kann. Die Farbe der glockenförmigen Blüten der Leucothoe ist hingegen weiß.

Nicht alle Exemplare der Leucothoe sind dafür geeignet, als Bodendecker zu fungieren, da manche über 1 Meter groß werden und somit als Einzelzierde besser geeignet sind. In Nordamerika wurden inzwischen aber ein paar Spezialzüchtungen kultiviert, die diesem Anspruch gerecht werden. In Gruppen pflanzbar ist die Traubenheide zusammen mit Rhododendron. Die beiden Gewächse ähneln sich nicht nur in Sachen Verträglichkeit, sondern haben auch bezüglich ihrer Pflegeansprüche einiges gemeinsam. Darüber hinaus macht sich die Traubenmyrte an Teichrändern oder in Steingärten besonders gut.



Traubenheide pflanzen – Standort und Ablauf

Ursprünglich liegt das Verbreitungsgebiet der Traubenheide in den Mittelamerika und Ostasien. Als immergrüne Moorbeetpflanze sind der Traubenmyrte hier ein saurer Boden und genügend Licht besonders wichtig. Je mehr Licht die Pflanze zur Verfügung hat, desto schöner zeigt sich die Leucothoe in ihrer Blüten- und Blätterpracht, was vor allem für Gärtner von Bedeutung ist, die Sträucher der Traubenheide als Gartenzierde anpflanzen möchten. Liegt der Verwendungszweck der Traubenmyrte hingegen darin, als Bodendecker das Unkraut fern zu halten, wächst die Pflanze auch im Halbschatten oder unter anderen Sträuchern gut. Allerdings prägen sich die Blüten und Blätter dann weniger farbintensiv aus.

Die Traubenheide wächst sowohl im Freiland als auch im Topf. Wird sie im Freiland gepflanzt, benötigt sie einen Windschutz, da sie starke, eisige Winde nicht gut verträgt. Auch überwintert die Pflanze gerne frostfrei, wenngleich kühle Wintertemperaturen an sich kein Problem darstellen.

Kurztipps zum Standort für die Leucothoe:

  • Pflanze benötigt sauren Boden (pH-Wert 4 bis 6)
  • ein heller Standort wirkt positiv auf Blüten- und Blätterfärbung
  • manche Sträucher der Traubenheide eignen sich als Bodendecker
  • ideale Pflanze zur Zierde von Teichrändern und Steingärten
  • windgeschützter Standort ist empfehlenswert
  • Leucothoe überwintert gerne frostfrei

Die Traubenmyrte wird im Frühjahr auf saurem Boden gepflanzt. Gemeinsam mit der Skimmie bilden vor allem die Leucothoe scarletta sowie die Leucothoe walteri ein hübsches Zier-Team ab. Als immergrüne Sträucher sind Vertreter der Traubenheide vor allem im Winter, wenn der größte Teil der Pflanzenwelt schläft, ein schöner und aufstellender Blickfang. Die Pflanzung der Gewächse ist dabei recht unkompliziert.

  1. Schritt – Pflanze vorbereiten: Es empfiehlt sich, die Traubenmyrte bis zur Pflanzung im Topf zu lassen und sie im Freien stehen zu lassen. Auf diese Weise gewöhnt sich die Pflanze an die Außentemperaturen. Gepflanzt werden sollte schon im kühlen Frühjahr, nachdem der Bodenfrost vorbei ist.
  2. Schritt – Erde ausheben: Lockern Sie die saure Erde auf und heben Sie ein Pflanzloch aus, welches anderthalb mal so breit und tief wie der Wurzelballen der Traubenheide sein sollte. Wird die Leucothoe in einen anderen Topf gesetzt, empfiehlt sich Rhododendron-Erde, die auch in den Boden im Freiland eingearbeitet werden kann.
  3. Schritt – Pflanze einsetzen: Setzen Sie die Traubenmyrte in das ausgehobene Pflanzloch und decken Sie diese gut mit Erde ab. Gerne darf der Deckboden auch etwas angedrückt und gewässert werden, falls die Erde bei der Pflanzung sehr trocken ist. Achten Sie hier aber auf kalkarmes Wasser. Sofern die Traubenheide in einem Kübel gepflanzt wurde, ist darüber hinaus sicher zu stellen, dass das Gießwasser gut abfließen kann.

Kurzschritte zur Pflanzung im Überblick:

  • Traubemyrte im Frühjahr nach dem letzten Bodenfrost pflanzen
  • als Begleitgewächse für Skimmen eignen sich Leucothoe scarlette und Leucothoe walteri
  • Traubenheide bis zur Pflanzung im Topf und zur Eingewöhnung im Freien stehen lassen
  • für die Pflanzung Rhododendron-Erde nutzen
  • Pflanzloch von 1,5 Breit und Tiefe des Wurzelballens ausheben
  • mit Erde bedecken und gut andrücken
  • sehr Trockenen Boden nach dem Pflanzvorgang gut mit kalkarmem Wasser angießen
  • bei Kübelpflanzen auf ausreichenden Wasserabfluss achten

Pflege der Traubenheide – gießen, düngen und vermehren

Leicht abgestandenes, möglichst kalkarmes Regen- oder Leitungswasser ist der Traubenheide am liebsten. Trockenheit bekommt der Pflanze gar nicht gut, weshalb eine Mulchschicht über dem Wurzelballen ausgebracht werden sollte, um sie davor zu bewahren. Darüber hinaus versorgt der Mulch die Traubenmyrte mit wichtigen Nährstoffen. Weiteren Dünger benötigt die Leucothoe in der Regel aber nicht.

Kurztipps zum Gießen und Düngen:

  • Leucothoe bevorzugt kalkarmes, leicht abgestandenes Regen- oder Leitungswasser
  • Mulchschicht schützt die Sträucher vor dem Austrocknen und spendet Nährstoffe
  • Dünger ist nicht notwendig

Leucothoe können ausgelichtet werden, damit auch die unteren Blüten- und Blätterreihen mit genügend Sonne abbekommen. Notwendig ist dies jedoch kaum. In ihrer Funktion als Zierstrauch wird bei der Pflanze allerdings gerne ein Formschnitt durchgeführt. Auch wachsen neue Blätter heller nach, wen alte Zweige regelmäßig entfernt werden.

Vermehrung: Um die Traubenmyrte zu vermehren, kann ein bewurzelter Ausläufer abgeteilt werden. Am besten wurzeln diese Leucothoe-Stecklinge halbverholzt im Sommer. Auch die Aussaat über Samen stellt kein Problem dar, wobei diese im Haus vorgezogen werden sollten, bevor sie als Setzlinge in einen eigenen Topf oder Stellplatz im Garten entlassen werden.

Kurztipps zum Schneiden und Vermehren:

  • auslichten der Traube ist möglich, aber selten notwendig
  • ein Rückschnitt alter Zweige sorgt für helleren Blattnachwuchs
  • bewurzelte, verholzte Ausläufer zur Vermehrung im Sommer ins Freiland setzen
  • Samen der Pflanze zunächst im Haus vorziehen

Übersicht zu verschiedenen Sorten der Traubenheide

SortenBeschreibung
Traubenheide walteri 'Rainbow'
(Leucothoe walteri 'Rainbow')
Blütezeit: Mai bis Juni
Blütenfarbe: weiss
Blätterfärbung: grün bis rötlich
Wuchshöhe: 100 bis 130 cm
Herkunft: Nordamerika
Eignung für Anbau: gut in Einzel- oder Gruppenpflanzung
Besonderheiten: winterhart, Farbakzente im Winter
Traubenmyrte 'Scarletta'/'Zeblid'
(Leucothoe 'Scarletta'/'Zeblid')
Blütezeit: Mai bis Juni
Blütenfarbe: weiss
Blätterfärbung: grün mit rötlich-bronzefarbene Spitzen
Wuchshöhe: 30 bis 40 cm
Herkunft: Nordamerika
Eignung für Anbau: gut in Einzel- oder Gruppenpflanzung
Besonderheiten: sehr frosthart
Lavendelheide 'Curly Red'
(Leucothoe axillaris 'Curly Red')
Blütezeit: Mai bis Juni
Blütenfarbe: weiss
Blätterfärbung: grün bis purpurfarben
Wuchshöhe: 30 bis 45 cm
Herkunft: Kultivar
Eignung für Anbau: gut in Einzel- oder Gruppenpflanzung
Besonderheiten: gedrehte Blätter, winterhart

Traubenheide – mögliche Schädlinge und deren Bekämpfung

Die meisten Sorten der Traubenheide sind robust gegen Schädlinge. Allerdings gibt es zwei Situationen, die der Pflanze gesundheitlich zu schaffen machen können. So kann ein zu hoher pH-Wert beispielsweise Chlorose verursachen. Übeltäter ist hier ein Chlorophyllmangel, verursacht durch Nährstoffarmut aufgrund eines Bodenwertes, der den Ansprüchen der Sträucher abträglich ist. Zu erkennen ist ein derartiger Schaden an kränklich oder blass erscheinenden Blüten und Blättern. Er kann nur durch Umsiedeln der Pflanze in einen geeigneteren, saureren Boden oder das Beimischen von Rhododendron-Erde behoben werden.

Das zweite Schadensbild entsteht durch Frostschäden, wobei dieser Begriff eher irreführend ist. Tatsächlich ist es nicht der Frost, der die Traubenheide bedroht, sondern ein zu schneller Temperaturwechsel. Dieser zerstört die Zellstrukturen in Wurzeln und Blättern der Sträucher und wirkt sich so negativ auf das Gesamtbild der Pflanze aus. Verhindern lässt sich der Frostschaden durch ein sanftes Überwintern der Topfpflanzen oder das Abdecken von Freiland-Traubenheiden mit Vlies oder Jutematerial. Auf diese Weise kann sich die Pflanze langsam an einen Temperaturwechsel gewöhnen und diesem Stand halten.



Fazit

Werden die grundlegenden Ansprüche der Traubenmyrte erfüllt, bieten die Sträucher mit ihren bunten Blättern selbst an grauen Wintertagen einen schönen Anblick. Ob als Bodendecker in Teichnähe oder als Sträucher in Einzelstellung – die Traubenmyrte ist eine schöne Ergänzung für jeden Garten oder Balkon und ist dabei in ihrer Pflege relativ unkompliziert.

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