Spinnenmilben bekämpfen

Spinnenmilben bekämpfen

Spinnenmilben bekämpfen – Hilfsmittel und Tipps

© chuc.de - Fotolia.com
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Spinnenmilben gehören in den Wintermonaten zu den am weitesten verbreiteten Schädlingen, die sowohl Zimmerpflanzen wie auch Pflanzen in einem Gewächshaus befallen. Generell können sie an fast allen Pflanzenarten auftreten, besonders häufig finden sie sich jedoch auf Gummibäumen, Zimmerazaleen, Orchideen und dem Efeu. Zu ihrer Bekämpfung gibt es einige Tricks und Mittel aus dem Handel, ebenso hilfreich sind aber auch vorbeugende Maßnahmen. Hierzu gehören

  • Die Erhöhung der Luftfeuchtigkeit
  • das Einpacken in eine Plastiktüte
  • Spritzmittel auf Raps- oder Neemölbasis
  • der Einsatz von Raubmilben

Spinnenmilben oder Spinnmilben (Tetranychidae) gibt es in hunderten verschiedener Arten, die sich in ihrem Aussehen unterscheiden. Auf der Fensterbank ist es jedoch häufig die Gemeine Spinnmilbe (Tetranychus urticae), die die Pflanzen schädigt. Sie wird etwa 0,5 Millimeter groß, hat eine hellgrüne bis braungrüne und im Winter eine rote Farbe. Bei dieser Gattung kann es vorkommen, dass an der Pflanze Gespinste zu sehen sind, die Spinnweben ähneln. Die Gemeine Spinnmilbe saugt den Saft aus den Pflanzenblättern und hinterlässt dabei helle Flecken auf den Blättern. Bei einem starken Befall können diese Blätter sogar komplett vertrocknen und abfallen.



Spinnmilben überleben nur in trockener Luft

Spinnmilben treten meist in den Wintermonaten auf, denn dann ist die Luft in den Wohnräumen durch den Betrieb der Heizung oft sehr trocken. Indem Sie generell für eine höhere Luftfeuchtigkeit sorgen, können Sie einem Befall mit Spinnenmilben daher vorbeugen. Sollte es schwierig sein, die Luftfeuchtigkeit im gesamten Raum zu erhöhen, können Sie zu diesem Zweck auch einige Gefäße mit Wasser zwischen Ihren Zimmerpflanzen aufstellen. Ebenso machen Sie den Spinnmilben das Leben schwer, wenn Sie die Blätter Ihrer Pflanzen regelmäßig mit Wasser besprühen. Achten Sie aber darauf, dass nicht jede Pflanze das Einsprühen gut verträgt. Das Usambaraveilchen beispielsweise, das als Blühpflanze gern für die Wintermonate genutzt wird, mag das Einsprühen überhaupt nicht.

Hausmittel zur Bekämpfung von Spinnenmilben

Eine Pflanze, die bereits von Spinnenmilben befallen ist, können Sie in der Dusche gründlich abduschen, um zunächst einen großen Teil der ausgewachsenen Tiere zu entfernen. Danach stellen Sie die Pflanze für einige Tage in eine Plastiktüte und binden diese oben zu. Auf diese Weise erhöhen Sie wiederum die Luftfeuchtigkeit, sodass auch die restlichen Spinnenmilben abgetötet werden.



Hilfe aus dem Handel

Spritzmittel gegen Spinnmilben aus dem Handel werden meist aus Rapsöl oder Neemöl hergestellt, das dafür sorgt, dass die Insekten ersticken. Wenn Sie diese Spritzmittel verwenden möchten, sollten Sie darauf achten, vor allem die Blattunterseiten Ihrer Pflanzen zu besprühen, denn dort sind die Spinnmilben normalerweise zu finden.

Eine weitere Möglichkeit bei der Bekämpfung von Spinnmilben sind ihre natürlichen Feinde. In dieser Hinsicht sind vor allem die Raubmilben zu nennen, die ebenfalls im Handel verkauft werden. Raubmilben fressen ausgewachsene Spinnmilben wie auch ihre Eier und werden zur Bekämpfung von Schädlingen oft in Gewächshäusern eingesetzt.

Nehmen Sie nach der Behandlung Ihre Pflanzen eine Zeit lang regelmäßig in Augenschein, denn die Eier der Spinnenmilben werden bei den meisten Behandlungsmethoden nicht vernichtet. Eventuell müssen Sie daher die von Ihnen gewählte Methode noch einmal wiederholen oder eine andere Variante wählen. Bei der Gemeinen Spinnmilbe kann es bis zu 30 Tage dauern, bis aus einem Ei eine ausgewachsene Spinnmilbe entstanden ist. Während dieses Zeitraums können daher immer wieder Spinnmilben auftreten, die sich erneut vermehren, wenn sie nicht rechtzeitig eingreifen.

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