Rasenpflege

Rasenpflege – was sollte beim Rasen pflegen beachtet werden?

Die meisten Gärten besitzen auch heute noch eine Rasenfläche – meist mittig vom Garten gelegen – die mit ihrem satten Grün die vielen bunten Blumen und Blüten erst richtig zum Leuchten bringt. Doch der Rasen benötigt Pflege, die – im Verhältnis zur Pflege von Stauden – sogar recht vielfältig sein muss im Laufe eines Gärtnerjahres, da der eigene Garten meist zu den Gebrauchsrasen gehört, der robust und widerstandsfähig gegen allerlei Schäden und Bedingungen sein muss.

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Tipps und Tricks zum Thema Rasen

Rasenpflege
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Rasen gehört in fast jeden Garten und sollte natürlich entsprechend gepflegt werden. Hier werden weitere Tipps und Informationen in Bezug auf die Rasenpflege im Garten präsentiert.
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Welcher Rasen ist der richtige?

Bevor Sie entscheiden können, welche Rasensorte Sie für Ihren Garten nehmen, müssen Sie die Boden– und Lichtverhältnisse sowie die spätere Nutzung mit einplanen.

Gemäß Definition der Rasensaat-Anbieter benötigen die meisten Gräser einen möglichst nährstoffreichen Boden, der leicht sauer sein soll – und natürlich möglichst in der Sonne liegend.
Nun, da das nicht immer so perfekt funktioniert, gibt es auch spezielle Sorten.

1. Schattenrasen
Wie der Name schon sagt, ist dieser Rasen dafür geeignet, auch an dunklen und schattigen Plätzen zu gedeihen. Er ist recht unempfindlich und wird auch nicht so häufig von Moosen belästigt. Unter Bäumen und höheren Büschen ist die Aussaat dieser Sorte schon fast Pflicht um einen gesunden Rasen zu erhalten.

2. Zierrasen oder auch Englischer Rasen
Für viele Gartenbesitzer ist dies der Traum von Rasen – und selten im eigenen Garten erreicht. Dieser feine Rasenteppich, der so unglaublich dicht wächst, kommt nicht von ungefähr: Viel Arbeit, häufiges Mähen (da das Gras maximal 3 cm hoch sein darf), sehr gute Wasserversorgung – aber seltene Nutzung der Rasenfläche. Also sollten Familien mit Kindern oder Hundebesitzer keinerlei Gedanken daran verschwenden. Das wird nichts. Für diese Gartenbesitzer gibt es andere Alternativen:

3.Sportrasen und Spielrasen
Widerstandsfähig, robust und kräftig … – das sind diese beiden Sorten. Dazu kommt, dass er außergewöhnlich pflegeleicht ist, wie viele Parkanlagen, die Liegewiesen im Freibad oder auch die Spielwiesen an den Kinderspielplätzen zeigen.

4. Alternative Rasenformen
Dazu gehören Schotterrasen, Moosrasen sowie die Blumenwiese. Je nach Verwendungszweck können sie gute Dienste leisten, wobei es natürlich auch auf den persönlichen geschmak ankommt.

Rasenpflege – Was gehört dazu?

Auch wenn Rasen meist nur Grün ist, benötigt er doch häufig mehr Pflege als Ihre Stauden und Blumen. Die meiste Arbeit müssen Sie im Frühjahr und Sommer leisten, zum Herbst hin wird es immer weniger, bis man kurz vorm Winter den Rasen in Ruhe lässt – und selber zur Ruhe kommt.

1. Rasen säen
Rasensaat ist recht preiswert und auch in besonderen Mischungen für spezielle Lagen, Böden oder Lichtverhältnisse zu bekommen. Gleich ist für alle, dass der Boden gut vorbereitet sein muss – Sie benötigen einen lockeren ebenen Boden, frei von größeren Steinen oder auch Unkraut.

2. Rasen bewässern
Nach dem Aussäen von Rasen braucht dieser besonders viel Wasser, danach können Sie recht schnell an den Gräsern feststellen, wann Sie wieder den Rasensprenger oder den Gartenschlauch anschließen sollten. Die Gräser sollten möglichst noch nicht gelb aussehen. Doch auch wenn Sie diesen Zeitpunkt verpasst haben sollten, mit mehreren Bewässerungsgängen (möglichst nicht in der Sommersonne) erholt sich der Rasen recht schnell.

3. Rasen mähen
Ca. sechs Wochen nach der Saat können Sie den Rasen erstmals mähen, danach in regelmäßigen Abständen, die davon abhängen, wie viel Sonne oder Regen den Rasen zum Wachsen ermuntern. Je regelmäßiger Sie mähen, umso gleichmäßiger wächst das Gras und das Unkraut wird in Schach gehalten.

4. Rasen belüften
Durch das Einbringen von Löchern oder Schlitzen, die Sie danach auch noch mit Sand füllen, sollen die Graswurzeln belüftet und Moose abgeschreckt werden. Das Wasser (Staunässe) kann besser abfließen. In kleineren Gärten reicht es, wenn man die Grabeforke, den kleinen Dreizack, in die Erde drückt oder sich Bretter mit Edelstahlschrauben „anschnallt“ und damit durch den Garten stampft.

5. Rasen vertikutieren
Vertikutiert wird mit horizontalen Schnitten. Damit wird der Rasen im Grunde genommen zunächst einmal zerstört, Moose herausgezogen. Durch Nachsaat können Sie Ihrem Rasen wieder neue Kraft geben.

6. Rasen besanden
Als gute (und nicht so arbeitsreiche) Alternative zum Belüften bzw. Vertikutieren können Sie feinkörnigen Sand gleichmäßig über den Rasen streuen. Gerade auch bei Rasen, der mit Staunässe oder mit Moosen zu kämpfen hat, ist dies eine gute (wenn auch etwas langwierigere) Methode, um den Boden auf natürliche Art zu belüften und aufzulockern.

7. Rasen düngen
Die meisten Rasensorten benötigen hin und wieder Nährstoffe, wie zum Beispiel Stickstoff, Kalium oder auch Phosphor. Entweder düngen Sie den Rasen auf natürliche Art und Weise, indem Sie das abgeschnittene Gras nach dem Mähen liegen und „verderben“ lassen oder Sie geben ihm künstlichen Spezialdünger. Bei Verwendung dieser synthetischen Dünger sollten Sie immer auf die Hinweise auf den Verpackungen achten und sie nicht allzu häufig verwenden.

8. Rasen nachsäen
Hin und wieder kommt es vor, dass sich trotz guter Pflege kahle Stellen im Rasen bilden (wir haben zum Beispiel einen Hund, der vor lauter Spaß am Leben übermütig durch den Garten zischt und dabei große Stücke des Rasens weg katapultiert). Da wir selber aber Freude daran haben ihn so glücklich zu sehen, lassen wir ihn – und säen und säen und säen … – es gibt natürlich auch andere Ursachen und Sie sollten darauf achten, dass das neue Saatgut zu Ihrem Boden und der bisherigen Rasensorten passt.