Pflaume – Standort, Schnitt und Ernte

Pflaume – Standort, Schnitt und Ernte

Dass die Kulturpflaume (Prunus domestica) zu den beliebtesten Obstgehölzen im Nutzgarten gehört, ist kein Geheimnis. Die wenigsten wissen allerdings, dass es sich bei dieser auch als Zwetschge bekannten Pflaume eigentlich um eine Hybridkreuzung aus Kirschpflaume und Schlehe handelt. Während Kirschpflaumen der Zwetsche ihre Größe und Fruchtfleischkonsistenz verliehen, verdankt das Steinobstgewächs seine charakteristische, blauschwarze Färbung den Früchten des Schlehen- oder Schwarzdorns. Mit der Kirschpflaume (Prunus cerasifera) im Speziellen hat die Kulturpflaume außerdem auch vieles in Sachen Standort- und Pflegeansprüchen gemeinsam. Lesen Sie deshalb nachstehend alle wichtigen Einzelheiten zur Kultur der Pflaume, sowie zu verschiedenen Pflaumensorten.



Pflaumenbaum pflanzen – Standort und Ablauf

Die Pflaume gehört wie alle Steinfrüchte der Gattung Prunus zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Man nimmt an, dass der Pflaumenbaum bereits vor 2000 Jahren in Rom kultiviert wurde, nachdem Alexander der Große die Zwetschge von seinen Kriegszügen aus dem arabischen und asiatischen Raum mitbrachte. Auch die Urform der Pflaume, die Kirschpflaume, ist im südöstlichen Raum beheimatet, sodass beide Pflaumen vorzugsweise sonnige und warme Standorte bevorzugen. Ein guter Windschutz ist für den Pflaumenbaum ebenfalls sinnvoll, auch wenn das Obstgehölz je nach Art und Sorte bis -35 °C winterhart ist.

Als Standortboden bietet sich sowohl für den Pflaumenbaum ein humoses, sandiges und leicht kalkhaltiges Substrat an. Dieses sollte stets frisch-feucht, jedoch auch ausreichend durchlässig sein, um Staunässe am Standort ausschließen zu können. der Boden-pH-Wert ist mit neutralen 6,5 bis 7,5 Punkten gut gewählt.

Pflanztipp: Eine schöne Mischkultur lässt sich durch die Pflanzung von Pflaumen mit anderen obsttragenden Gartenpflanzen erzielen. Wie wäre es zum Beispiel mit einer Steinfruchtkultur, bestehend aus Schlehe, Zwetschge, Kirschen, Kirschpflaume und Mirabelle? Auch letztere zählen zu den Pflaumensorten und bringen dank ihrer gelben Früchte einen schönen Kontrast in die rot-violette Obstkultur. Ebenso denkbar sind Mischkulturen mit weiteren Obstsorten, wie etwa Äpfeln, Aprikosen oder Birnen. Voraussetzung ist natürlich, dass die ausladenden Obstgehölze genug Platz zur Entfaltung haben und hierfür in gebührendem Abstand gepflanzt werden.

 

Einzelheiten zum Standort für Pflaumen:

  • Pflaumenbaum benötigt windgeschützten, sonnigen und warmen Standort
  • ein durchlässiges, sandiges, leicht kalkhaltig und humoses Substrat ist wichtig
  • Boden sollte zwar frisch-feucht, aber nicht nass sein
  • pH-Wert des Bodens: neutral, von 6,5 bis 7,5 Punkten
  • Mischkulturen mit anderen Obstgehölzen sind kein Problem
  • Obstbäume und -sträucher jedoch immer in ausreichend Abstand pflanzen
  • Pflaumensorten sind bis zu -35 °C winterhart und somit kälteresistent

 

Wipfel eines Pflaumenbaums | © Das Grüne Archiv

 

1. Schritt – Pflanztermin auswählen: Pflanzen Sie Ihren Pflaumenbaum nach Möglichkeit im Herbst, wenn der Baum keine Energie mehr für die Blüten- und Fruchtbildung aufbringen muss. Greifen Sie am besten auf vorgezogene Pflanzen aus dem Fachhandel zurück, um eine langwierige Vorzucht zu vermeiden. Auch lassen sich Jungpflanzen deutlich leichter am Standort etablieren, was schneller eine ertragreiche Ernte verspricht.

2. Schritt- Boden vorbereiten: Vor dem Pflanzen der Pflaumen sollte der Boden wie für Gehölzkulturen üblich tiefgründig aufgelockert werden. Reichern Sie das Substrat zur Grunddüngung mit etwas Kompost oder Stallmisst an und mischen Sie zur Verbesserung der Bodendurchlässigkeit auch ein wenig Sand oder Kies mit unter. Bei kalkarmen Böden ist zusätzlich eine wohlbemessene Kalkgabe ratsam. Insgesamt haben sich leicht lehmige Erdsubstrate, die mit Kompost, Hornmehl und Sand optimiert wurden als bester Boden für den Pflaumenbaum erwiesen.

3. Schritt – Pflaumenbaum pflanzen: Heben Sie nach der Bodenvorbereitung ein Pflanzloch aus, dessen Größe sich am Wurzelballen der Pflaumen orientieren sollte. Wer möchte, kann eine Kiesdrainage ins Pflanzloch einbringen, um den Wasserablauf zu verbessern. Der Abstand zu anderen Gehölzen sollte nach dem Pflanzen ca. 1,5 bis 2 m betragen. Abschließend werden die Jungbäume noch mit einem Pfahl stabilisiert und großzügig angegossen.

 

Kurzschritte zum Pflanzen im Überblick:

  • Pflanzzeit für Pflaumen: Herbst
  • am besten junge Pflanzen aus dem Fachhandel kultivieren
  • vor der Pflanzung den Boden tiefgründig auflockern
  • idealer Weise lehmige Erde mit Sand, Hornmehl und Kompost bzw. Mist anreichern
  • kalkarme Böden profitieren von leichten Kalkgaben
  • Pflanzloch sollte sich an der Größe des Wurzelballens orientieren
  • Kiesdrainage kann den Wasserablauf verbessern
  • Pflanzabstand: 1,5 bis 2 m
  • nach dem Pflanzen Pflaumenbaum mit Pfahl stabilisieren und angießen

 

Rote Pflaume ‚Queen Victoria‘ | © Das Grüne Archiv

 

Pflege der Pflaume – Gießen, Ernten und Vermehren

Pflaumenbäume sind recht unkomplizierte Obsthölzer, die nur im ersten Standjahr etwas Starthilfe benötigen. Hier sollte vor allem auf eine gute Bewässerung geachtet werden, damit Zwetschge und Kirschpflaume schneller anwurzeln. Staunässe ist trotz regelmäßiger Gießgänge selbstverständlich zu vermeiden. Sobald die Pflaumen am Standort etabliert sind, ist eine Bewässerung dann nur noch bei extremer Trockenheit notwendig. Insgesamt ist beim gießen Regen- oder Teichwasser zu bevorzugen. Zur Not können Sie auch abgestandenes Leitungswasser verwenden.

Bei guter Grunddüngung sind nachträgliche Nährstoffgaben im Falle der Pflaume nur bei Bedarf wichtig. Ein kleiner Ansporn vor der Blüte kann mit Spezialdünger für Obstbäume oder Kompost erfolgen, ist jedoch kein Muss. Häufig reicht es schon, im Herbst etwas Laub im Wurzelbereich anzuhäufen und dem Pflaumenbaum so auch gleich einen leichten Winterschutz zu verpassen.

 

Kurztipps zum Gießen und Düngen:

  • manuelle Bewässerung am Pflaumenbaum nur im 1. Standjahr nötig
  • die jungen Pflanzen hier vor Austrocknung schützen, ohne Staunässe zu erzeugen
  • ab dem 2. Standjahr nur noch bei anhaltender Trockenheit gießen
  • vorzugsweise Regen- oder Teichwasser nutzen
  • Düngung der Pflaumen ist nur selten notwendig
  • ggf. vor der Blüte mit speziellem Obstbaumdünger oder Kompost anreichern
  • meist reicht jedoch das Anhäufeln von Laub im Herbst

 

Wesentlich wichtiger als Bewässerung und Düngung ist am Pflaumenbaum ein alljährlicher Schnitt. Nur so lässt sich ein guter Ertrag auch bei älteren Pflaumen gewährleisten. Der ideale Zeitpunkt für den Rückschnitt ist der späte Herbst oder der das zeitige Frühjahr. Entfernen Sie vorrangig vertrocknete und zu dicht wachsende Äste, damit stets genügend Licht ins Innere der Baumkrone fällt. Seitliche Leittriebe der Pflanzen sollten ferner einmal jährlich um ein Drittel ihrer Gesamtlänge eingekürzt werden. Wer der Krone seines Pflaumenbaums eine ovale bis rundliche Form verpassen möchte, kann dies ebenfalls tun.

Geerntet werden Zwetschge und Kirschpflaume von Sommer bis Herbst. Warten Sie hier ab, bis die Fruchtstiele schon etwas geschrumpft sind, denn dann schmecken Pflaumen besonders süß. Als Faustregel gilt, dass die Früchte etwa zwei Wochen nach ihrer finalen Einfärbung erntereif sind. Nach dem Abpflücken sollte das Steinobst dann ein einem hölzernen Obstkorb kühl und dunkel gelagert werden. Holz hat hier den Vorteil, dass es Feuchtigkeitsrückstände an den Pflaumen gut aufnehmen und somit einer Schimmelbildung vorbeugen kann.

 

  • Vermehrung durch Steinkerne: Da Pflaumenbäume meist veredelt sind, ist eine Stecklingsvermehrung hier selten erfolgversprechend. Man kann jedoch die Kerne der Pflaume verwenden. Öffnen Sie hierfür den Stein der Frucht mit Hilfe eines Nussknackers. Verwenden sie nur den im Stein liegenden Fruchtkern, um die Keimung zu beschleunigen und stecken Sie den Kern in einen Topf mit Anzuchterde. Dieser wird nun für einige Wochen im Kühlschrank gelagert. Nach dem Kältereiz können Sie den Anzuchttopf dann über den Winter an einem geschützten Ort im Freien unterbringen. Die Keimung sollte schon im nächsten Frühling erfolgen. Sobald die gekeimten Pflanzen ca. 30 cm hoch sind, ist eine Auspflanzung möglich.

 

Kurztipps zum Schneiden, Ernten und Vermehren:

  • beim Rückschnitt am Pflaumenbaum insbesondere vertrocknete Äste entfernen
  • zusätzlich das Innere der Baumkrone auslichten
  • Seitentriebe um ein Drittel einkürzen
  • für Formschnitte empfehlen sich runde oder ovale Kronenformen
  • Ernte erfolgt zwischen Sommer und Herbst
  • Steinobst ist meist zwei Wochen nach der Fruchteinfärbung erntereif
  • zur Lagerung in (geflochtenem) Holzkorb geben
  • danach kühl, trocken und dunkel Lagern
  • zur Vermehrung Pflaumenkern mit Nussknacker aus dem Fruchtstein entfernen
  • Kern in Topf mit Anzuchterde stecken und einige Wochen im Kühlschrank lagern
  • weiterer Kältereiz kann an einem geschützten Standort im Freiland erfolgen
  • ab einer Höhe von 30 cm die gekeimten Pflanzen an finalen Standort umsiedeln

 

Blutpflaume besticht mit rotem Blattwerk | © Das Grüne Archiv

 

Interessante Arten und Sorten der Pflaume

Kultur- und Kirschpflaumen gibt es heute in zahlreichen Varianten zu erstehen. Zu den gängigen Pflaumensorten gehören dabei auch Mirabellen, Edelpflaumen und Blutpflaumen. Die Blütenfarbe variiert art- und sortenabhängig zwischen weiß und rosa. In Sachen Fruchtfarbe sind neben dem traditionellen Blauschwarz der Zwetschge gerade unter den Kirschpflaumen auch viele rote, grüne und gelbe Sorten erhältlich. Nachstehend ein kleiner Überblick zu den wichtigsten Arten und Sorten

SorteBeschreibung
Echte Pflaume (Zwetschge)
Prunus domestica subsp. domestica

Blütezeit: April
Blüte und Frucht: weiße oder rosa Blüten, blaue bis blauschwarze Steinfrüchte
Wuchshöhe: 6 bis 15 m
Herkunft: Arabien
Eignung für Kultivierung: sehr gut
Besonderheiten: bis -29 °C winterhart; bei Prunus domestica subsp. domestica handelt es sich um die herkömmliche, ovale Zwetschge
gute Sorten: 'Bühler Frühzwetschge', 'Champion', 'Čačaks Beste', 'Elena', 'Ersinger', 'Fellenberg', 'Hauszwetschge', 'Italienische Zwetschge', 'Jojo', 'Kirkes Pflaume', 'Königin Vixtoria', 'Lützelsachse', 'Ortenauer', 'Stanley', 'The Czar', 'Zimmers'
Edel-Pflaume (Rundpflaume / Reneklode)
Prunus domestica subsp. italiaca

Blütezeit: April
Blüte und Frucht: weiße oder rosa Blüten; grüne, gelbe, rote oder blaue Steinfrüchte
Wuchshöhe: 6 bis 15 m
Herkunft: Arabien, Asien
Eignung für Kultivierung: sehr gut
Besonderheiten: bis -29 °C winterhart; die Pflaumensorten dieser Unterart sind rundlich
gute Sorten: 'Blaue Berliner Aprikosenpflaume', 'Bavays Reneclode', 'Boddarts Reneclode', 'Bunter Perdrigon', 'Frühe Königspflaume', 'Graf Althanns Reneklode', 'Große Blaue Frühe', 'Große Grüne Reneclode', 'Herrenpflaume', 'Kirkes', 'Meroldts Reneclode', 'Ontariopflaume', 'Oullins Reneklode', 'Prokurator', 'Uhinks Reneklode', 'Weinpflaume'
Katharinenpflaume (Spilling)
Prunus domestica subsp. pomariorum

Blütezeit: April
Blüte und Frucht: weiße Blüten, gelbe, rote oder blaue Steinfrüchte
Wuchshöhe: 6 bis 15 m
Herkunft: Arabien, Asien
Eignung für Kultivierung: sehr gut
Besonderheiten: bis -29 °C winterhart; die Pflaumen dieser Unterart sind rund, ihr Geschmack erinnert an Mirabellen
gute Sorten: 'Blauer Spilling', 'Gelber Spilling', 'Gelbroter Spilling', 'Katalanischer Spilling'
Marunke (Halbzwetsche)
Prunus domestica subsp. intermedia

Blütezeit: April
Blüte und Frucht: weiße oder rosa Blüten, gelbe, rote, violette oder blaue Steinfrüchte
Wuchshöhe: 6 bis 15 m
Herkunft: Arabien, Asien
Eignung für Kultivierung: sehr gut
Besonderheiten: bis -29 °C winterhart; die Pflaumensorten der Marunke sind länglich-oval, flaschen- oder birnenförmig
gute Sorten: 'Anna Späth', 'Biondecks', 'Blaue Eierpflaume', 'Brněnska švestka', 'Coes Rotgefleckte', 'Diamantpflaume', 'Emma Leppermann', 'Frühe Altländer Katharinenpflaume', 'Gelbe Eierpflaume', 'Gigant', 'Große Britzer Eierpflaume', 'Jefferson', 'Königin Victoria', 'Königspflaume aus Tour', 'Monfort', 'Rote Dattelzwetsche', 'Ruth Gerstetter', 'Schöne von Löwen', 'Späth Früheste', 'Tragédie', 'Uhlhorns Konservenpflaume', 'Violette Dattelzwetsche', 'Violette Jerusalempflaume', 'Wangenheims Frühzwetsche', 'Wiener Frühzwetsche', 'Zarpflaume'
Mirabelle (Gelbe Zwetschge)
Prunus domestica subsp. syriaca

Blütezeit: April
Blüte und Frucht: weiße Blüten, gelbe oder grüngelbe Steinfrüchte
Wuchshöhe: 6 bis 15 m
Herkunft: Asien, Persien
Eignung für Kultivierung: sehr gut
Besonderheiten: bis -29 °C winterhart; Mirabellen sind rundlich und schmecken besonders süß
gute Sorten: 'Bellamira', 'Bergthold Mirabelle', 'Flotows Mirabelle', 'Frühe Mirabelle', 'Gelbe Mirabelle', 'Gleisweilerer Rote Mirabelle', 'Herrenhäuser Mirabelle', 'Mirabelle de Septembre', 'Mirabelle d'Octobre', 'Mirabelle von Nancy', 'Mirabelle von Metz', 'Mirabelle von Pillnitz', 'Miragrande'
Zibarte (Zipperlein)
Prunus domestica subsp. insititia

Blütezeit: April
Blüte und Frucht: weiße Blüten, blauschwarze, blaurote oder gelbe Steinfrüchte
Wuchshöhe: 3 bis 4 m
Herkunft: Arabien, Asien
Eignung für Kultivierung: sehr gut
Besonderheiten: bis -29 °C winterhart; die Früchte der Zibarte sind rund
gute Sorten: 'Blaue Zibarte'
Kirschpflaume (Blutpflaume)
Prunus cerasifera

Blütezeit: April
Blüte und Frucht: weiße oder rosa Blüten, rote, schwarzrote, grüne oder gelbe Steinfrüchte
Wuchshöhe: 8 bis 10 m
Herkunft: Arabien, Asien
Eignung für Kultivierung: sehr gut
Besonderheiten: bis -35 °C winterhart; Elternart der Kulturpflaume; rote Sorten der Kirschpflaume sind auch als Blutpflaumen bekannt und werden aufgrund ihres herrlich roten Laubs auch als Zierbäume genutzt
gute Sorten:

Blutpflaumen
'Hessei', 'Nigra', 'Pissardii', 'Prunus x cistena', 'Trailblazer', 'Woodii'

andere Kirschpflaumen
'Cera Santa' (Serie)

 

Pflaumenbaum – Mögliche Krankheiten und Schädlinge

Pflaumen sind relativ robuste und widerstandsfähige Gartenpflanzen. Dennoch können Sie von einer ganzen Reihe an Schädlingen und Krankheiten befallen werden. In Bezug auf Schädlinge sind hier vor allem der Pflaumenwickler und die Pflaumenlaus zu nennen. Diese haben es auf die leckeren Steinfrüchte der Pflaumenbäume abgesehen, wobei sich ein Befall an vorzeitig abfallenden Früchten bemerkbar macht. Zur Bekämpfung der Schädlinge hilft es, die befallenen Früchte rechtzeitig vom Baum zu entfernen. Auch ein Besprühen der Bäume mit Brennnesselsud, sowie der Einsatz von Nützlingen kann gegen die Plagegeister wirksam sein.

Zu den klassischen Pflaumenkrankheiten gehören unter anderem die Fruchtfäule, der Pflaumenrost, sowie die Schrotschusskrankheit. Während die Schrotschusskrankheit für gewöhnlich kein Grund zur Sorge ist, sollten an Fäulnis oder Rost erkrankte Pflaumenbäume vorsichtshalber mit entsprechenden Pflanzenschutzmitteln behandelt werden. Zwar ist der Einsatz chemischer Mittel im Obstgarten nicht gerne gesehen, doch eine Alternative würde hier nur das Fällen der kranken Bäume bieten. Vorbeugend raten wir dazu, Staunässe am Standort zu vermeiden, um Fäulniskrankheiten vorzubeugen.



Fazit

Der Pflaumenbaum ist ein pflegeleichtes Obstgehölz, das sowohl Nutz- als auch Zierwert besitzt. Vor allem die rosa blühenden Blutpflaumen, eine spezielle Variante der Kirschpflaume, besticht durch ziervolles rotes Blattwerk und ausgefallene Pflaumenfarben. Doch auch die als Zwetschge bekannte Kulturpflaume hat weitaus mehr als schwarzblaue Sorten zu bieten. An Auswahl mangelt es demnach nicht und wer Pflaumen zudem noch einen geeigneten Standort sowie einen guten Jahresschnitt verpasst, der kann sich auf langfristigen Ertragreichtum freuen.

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