Lorbeerbaum

Lorbeerbaum

Lorbeerbaum – Tipps und Infos über Lorbeerbäume

© keller - Fotolia.com
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Der Lorbeerbaum ist gleichermaßen als Zierpflanze wie auch als Nutzpflanze beliebt. Seine Blätter werden schon seit langer Zeit in der Küche genutzt und dienen frisch oder getrocknet zum Verfeinern von Speisen. Das hiesige Klima verkraftet der Lorbeerbaum jedoch nur bedingt, deshalb wird er meist als Kübelpflanze kultiviert.



Herkunft und Geschichte

Der Lorbeerbaum (Laurus nobilis) hat seine Heimat in Vorderasien, ist aber vielen Menschen vor allem aus den Ländern rund um das Mittelmeer bekannt. Seine Blätter wurden in der Antike von Römern und Griechen zu Lorbeerkränzen geflochten, mit denen die Sieger von Schlachten und sportlichen Veranstaltungen geehrt wurden. Diese Tradition hat sich bis heute in einigen Redensarten erhalten, daher wird der Lorbeerbaum immer noch mit Sieg und Erfolg verbunden.

Beschreibung

Ein Lorbeerbaum kann mehr als zehn Meter hoch werden, bleibt jedoch meist sehr viel kleiner. Er kann sich in Baum- oder Strauchform entwickeln und hat längliche, ovale Blätter in einer dunkelgrünen Farbe. Diese werden bis zu zehn Zentimeter lang und laufen an den Enden spitz zu. An ihren Rändern sind sie oft ein wenig wellig. Die Blütezeit des Lorbeerbaums beginnt im Mai. Dann bilden sich kleine weiße Blüten. Aus ihnen reifen im Verlauf des Sommers blauschwarze Beeren, die durch ihren Glanz auffallen. Vom Lorbeer gibt es jedoch weibliche und männliche Pflanzen, daher bilden sich diese Beeren nur, wenn eine zweite Pflanze zur Befruchtung in der Nähe steht. Der Lorbeer ist immergrün und daher eine schöne Zierpflanze für den Garten. Er ist jedoch nur bedingt winterhart und verträgt Temperaturen von maximal -10° bis -15°C. Im Garten benötigt er daher zumindest einen geschützten Platz. Eine kleine Pflanze kann aber auch in einem Kübel kultiviert werden, um sie in einem frostfreien Raum zu überwintern. Der Lorbeer verträgt einen Rückschnitt sehr gut und lässt sich daher als Stämmchen ziehen oder zu einer Kugel, einer Pyramide oder in eine andere Form schneiden.

Der Lorbeerbaum in der Übersicht

  • Höhe: bis zu 15 Meter in Baum- oder Strauchform
  • Blätter: dunkelgrün, oval, an den Enden zulaufend (immergrün)
  • Blütezeit: ab Mai mit kleinen weißen Blüten
  • Früchte: blauschwarze Beeren (nur an weiblichen Exemplaren)
  • Winterhärte: -10° bis -15°C
  • Schnittverträglichkeit: sehr gut
  • Verwendung: Blätter und Früchte

Die Nutzung von Blättern und Beeren

Die Beeren vom Lorbeerbaum enthalten viel Öl, das ausgepresst in der Medizin und bei der Herstellung von Parfüm zum Einsatz kommt. Sehr viel bekannter sind jedoch die Blätter des Lorbeerbaums, die in der Küche genutzt werden. Sie werden frisch gepflückt oder auch getrocknet zum Würzen verschiedener Gerichte, Eintöpfe und Suppen verwendet. Lorbeerblätter behalten beim Trocknen ihr Aroma, verlieren jedoch ihre Farbe und sind dann gräulich grün.



Kirschlorbeer und andere Namensvetter

Trotz der Ähnlichkeit ihrer Namen sind der Lorbeer und der Kirschlorbeer (Prunus laurocerasus) nicht miteinander verwandt. Der Kirschlorbeer bekam seinen Namen dadurch, dass seine Blätter den echten Lorbeerblättern stark ähneln. Sie sind jedoch nicht essbar und können zu gesundheitlichen Problemen führen. Der Kirschlorbeer ist eine beliebte Heckenpflanze, die wie der Lorbeer das ganze Jahr über ihr Laub behält. Auch andere Pflanzen, die das Wort Lorbeer in ihrem Namen tragen, sind mit dem Echten Lorbeer nicht verwandt und eignen sich daher nicht für die Ernte von Blättern. Wenn Sie den Lorbeer in der Küche nutzen möchten, sollten Sie beim Kauf deshalb darauf achten, dass es sich um den Echten Lorbeer handelt.

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