Kirschbaum veredeln

Kirschbaum veredeln

Kirschbaum veredeln – wie lassen sich Kirschbäume veredeln?

© LianeM - Fotolia.com
© LianeM – Fotolia.com

Alle Hobbygärtner und Besitzer eines Kirschbaumes, wissen eine reiche Ernte zu schätzen. Manchmal erfüllen Kirschbäume diese erwartenden Erträge nicht mehr und Sie denken sogar über einen Ersatz nach. Eine gute Methode für einen hervorragenden Ertrag ist das Veredeln eines Kirschbaumes. Dies ist eine künstliche Variante der Vermehrung von Kirschbäumen, welche jedoch nicht die Hand des Profis erfordert. Eine andere Pflanze wird als Unterlage für Edelreiser genutzt. Edelreiser sind Teile einer Pflanze wie Zweige, die bei der Veredelung eine Symbiose mit der Unterlage bilden. Dadurch können enorme Fruchterträge erzielt werden und Ihr Gärtnerherz darf wieder höher schlagen. Zum Veredeln eines Kirschbaumes finden Sie unterschiedliche Techniken vor. Es handelt sich hier meist um die Kopulationsveredelung, dass Geißfußpfropfen oder die Okulationstechnik. Ziele beider Methoden sind immer ein höherer Ertrag und eine bessere Resistenz gegen Erkrankungen des Kirschbaumes.

Die richtigen Vorbereitungen treffen

Um den Baum zu veredeln, benötigen Sie:

  • Messer
  • Bast
  • Wundveschlussmittel
  • Säge

Zuerst müssen Sie entsprechendes Werkzeug bereitlegen, bevor Sie mit der Veredelung eines Kirschbaumes beginnen möchten. Nun sollten Sie in den Monaten Dezember und Januar einjährige Reiser von ertragreichen Kirschbäumen schneiden, da sich zu diesem Zeitpunkt der Baum noch in der Winterruhe befindet. Wichtig ist dabei, dass das Messer steril ist, denn nur so können die extrem scharfen und sauberen Schnitte ausgeführt werden. So ist man vor Infektionen sicher und bietet damit dem neuen Baum einen guten Start. Achten Sie darauf, dass jeder der Reiser 3 Knospen vorzuweisen hat. Für die spätere Verwendung kann man die Reiser auf feuchten Sand legen und mit Erde abdecken. Dies hilft dabei die Reiser vor dem Austrocknen zu schützen.

Zeitig im Frühjahr müssen Sie nun den Schnitt an dem zu veredelnden Kirschbaum vornehmen. Der Beginn der Wachstumsperiode wird für den Rückschnitt der Krone genutzt. Stehen bleiben muss ein schwacher Zugast, welcher genügend Säfte an die Reiser weiterleiten kann. Diese Zugäste sollten an den verbleibenden Stümpfen der Kirschbäume vorhanden sein.

Techniken zur Veredelung leicht erklärt

  • Die Kopolationsmethode:

Bei der Kopulationsmethode ist es notwendig, dass die Unterlage und die Edelreiser über die gleiche Stärke verfügen. Unterlage und Edelreiser werden auf die gleichen Schrägen von oben nach unten angeschnitten. Der Reiser wird nun angesetzt und mit Bast und Wundverschlussmittel mit der Unterlage wasserdicht verbunden. Diese Methode eignet sich am besten zwischen Februar und April zur Veredelung.

  • Das Pfropfen:

Beim Pfropfen bestücken Sie Schwache Äste mit 1 – 2 Reiser, Stärkere mit ca. 5 Reisern. Wollen Sie mit Gegenzunge veredeln, muss noch ein weiterer Einschnitt getätigt werden. Schnittstellen werden so ineinander gesteckt und sorgen für mehr Festigkeit und einem schnellen Anwachsen. Im Folgejahr werden nur starke Triebe stehen gelassen. Schwache werden mit den Zugästen entfernt. Im Frühling und Sommer eignet sich diese Technik.

  • Die Okulationstechnik:

Die Okulationstechnik erfordert von Ende Mai bis Anfang September den T-Schnitt. Hierfür werden 3 cm lange Schnitte in Form von einem T in die noch junge Unterlage gemacht. Mittels eines Rindenlöser müssen Sie nun die Rinde von der Unterlage abheben. Allein eine Knospe wird nun in die T- Öffnung der Unterlage geschoben. Die Veredelungsstelle wird mit Bast verschlossen, dabei muss jedoch das Auge frei bleiben. Im Folgejahr werden die Seitentriebe der Unterlage abgeschnitten werden. Dies gilt auch für die unteren Seitentriebe des Edelreiser. Für die Bildung einer neuen Krone können Sie die Triebe im oberen Bereich stehen lassen.

Die Kommentare sind geschloßen.