Kerbel

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Kerbel pflanzen – Tipps zur Verwendung von Kerbel im Garten

© Matthias Schipp - Fotolia.com
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Der Kerbel ist eine heimische Pflanze, die schon seit Jahrhunderten als Gewürzkraut in der Küche bekannt ist. Er hat viel Ähnlichkeit mit der Petersilie und kann auf die gleiche Weise verwendet werden. Einen positiven Effekt auf die Gesundheit hat der Kerbel durchaus, zu den typischen Heilpflanzen zählt man ihn jedoch nicht.

Sorten

Vom Kerbel gibt es zahlreiche Sorten, die in freier Natur in Europa, Asien und Afrika vorkommen. In Europa findet sich hauptsächlich der Wiesenkerbel (Anthriscus sylvestris), der bis zu eineinhalb Meter hoch wird. Als Kulturpflanze für den Garten verwendet man jedoch vorwiegend den Echten Kerbel (Anthriscus cerefolium), der eine Höhe von rund 60 Zentimetern erreicht. Als Gewürz eignen sich sowohl der Wiesenkerbel wie auch der Echte Kerbel. Beim Sammeln von wild wachsendem Wiesenkerbel ist jedoch ein wenig Vorsicht geboten, denn er kann leicht mit giftigen Pflanzen verwechselt werden. Botanisch gesehen gehört der Kerbel zur Familie der Doldenblütler.

Beschreibung

Der Kerbel hat gefiederte Blätter und ähnelt im Aussehen wie auch im Geschmack der Petersilie. Seine Blätter verwendet man für Suppen, Soßen, Gemüse, Fisch und Salate, außerdem sind sie ein wichtiger Bestandteil der Frankfurter Grünen Soße. Für den Geschmack des Kerbels sind die in den Blättern enthaltenen ätherischen Öle verantwortlich, einen positiven Effekt auf die Gesundheit haben unter anderem Vitamin C, Magnesium und Eisen. Der Echte Kerbel blüht je nach Aussaattermin in der Zeit von Mai bis August und bildet dabei Dolden mit kleinen weißen Blüten.

Kerbel im Garten

Wenn Sie Kerbel in Ihrem Garten anbauen möchten, können Sie schon Mitte März mit dem Säen beginnen. Am besten verwenden Sie für die erste Aussaat nur einen Teil der Samen und säen im Abstand von zwei Wochen immer wieder nach. Kerbel benötigt rund acht Wochen, bis er geerntet werden kann, durch mehrfaches Säen sind Sie daher vom Frühling bis zum Herbst mit frischem Kraut versorgt. Der letztmögliche Termin für eine Aussaat ist Ende Juli.

Aussaat und Pflege

Der Kerbel bevorzugt einen halbschattigen Standort ohne Mittagssonne, denn zu viel Sonne schadet dem Aroma seiner Blätter. Er wächst auf jedem normalen Gartenboden, der einigermaßen feucht ist. Streuen Sie dort die Samen dünn aus und bedecken Sie sie nur ganz leicht mit Erde. Achten Sie darauf, dass Ihr Beet in der folgenden Zeit nicht austrocknet, damit die Samen keimen können. Sie benötigen für die Keimung eine Temperatur von etwa 20°C. Nach dem Aufgehen der Saat ist der Kerbel ausgesprochen pflegeleicht, abgesehen von einer eventuell nötigen zusätzlichen Bewässerung in Zeiten ohne Niederschlag haben Sie mit dieser Pflanze daher nur wenig Arbeit. Hier noch einmal die wichtigsten Pflanztipps in Bezug auf den Kerbel:

  • Kerbel an halbschattigen Plätzen aussäen
  • Relativ feuchten Boden wählen
  • Samen dünn ausstreuen (Beet darf danach nicht austrocknen)
  • Keimtemperatur liegt bei 20°C
  • Mehrere Saatgänge mit einigen Wochen Abstand sorgen für durchgehende Erntemöglichkeiten
  • Bei fehlendem Niederschlag regelmäßig bewässern

Ernten und Lagern

Frische Kerbelblätter für die Küche können Sie bis zur Blütezeit ernten, denn während der Blüte verlieren sie ihren Geschmack. Sie können allerdings die ersten Blütenstiele, die sich bilden, abschneiden, um noch etwas länger frische Blätter aus dem Garten zu ernten. Wenn der Kerbel sich selbst wieder aussäen soll, müssen Sie jedoch einige Blütenstände stehen lassen, damit die Samen für das folgende Jahr darin reifen können. Ansonsten ist der Kerbel eine einjährige Pflanze und muss daher in jedem Frühling wieder neu ausgesät werden. Als Vorrat für den Winter können Sie die restlichen Blätter vor Beginn der Blüte abernten. Diese frieren Sie am besten ein, denn getrocknet hat der Kerbel kaum noch Aroma. Frische oder tiefgefrorene Kerbelblätter sollten Sie immer erst kurz vor dem Servieren in die Speisen geben oder gehackt über die fertigen Gerichte streuen, denn beim Kochen verlieren sie ihr Aroma. Hier noch einmal die wichtigsten Fakten zum Thema Kerbel im Garten:

Tipps

Wenn Sie zu den Menschen gehören, die in ihrem Garten häufig mit Schnecken zu kämpfen haben, setzen Sie den Kerbel in die Nähe der Pflanzen, die Sie vor den Schnecken schützen möchten. Kerbel hat einen Duft, der an Anis erinnert und dadurch Schnecken vertreibt. Auf diese Weise sorgen Sie für einen natürlichen Schutz und können auf Gift in Ihrem Garten verzichten. Abgesehen von der Aussaat im Garten eignet sich der Kerbel aber auch für die Topfkultur.

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