Kartoffel

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Kartoffel – Tipps und Infos zu Kartoffeln

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Obwohl die Kartoffel heutzutage zu den beliebtesten und wichtigsten Nahrungsmitteln im deutschsprachigen Raum zählt und in dementsprechend großen Mengen angebaut wird, ist sie in Europa noch gar nicht so lange bekannt. Sie stammt aus Südamerika und kommt dort in tausenden Sorten vor, die sich stark von der heutigen Speisekartoffel unterscheiden. So gibt es vor allem in Peru Kartoffelsorten in Farben wie Rot, Blau oder Violett. Erst im 16. Jahrhundert wurde die Kartoffel durch spanische Seefahrer nach Europa gebracht, war dort zunächst aber nicht sonderlich beliebt. Im Laufe der folgenden Jahrhunderte wurde sie als Grundnahrungsmittel jedoch immer wichtiger und in sämtlichen europäischen Ländern angebaut. Heutzutage wird sie jedoch auch durch andere Beilagen wie Reis oder Pasta ersetzt und hat nicht mehr eine ganz so große Bedeutung wie noch im letzten Jahrhundert. Trotzdem ist sie aber vor allem aus der deutschen Küche nicht mehr wegzudenken.

Wissenswertes: Die Kartoffel zählt wie die Tomate und die Paprika zu den Nachtschattengewächsen. Ihr Name kommt aus dem Italienischen und leitet sich von tartufolo, der Bezeichnung für Trüffel ab. Mit botanischem Namen heißt die Kartoffel Solanum tuberosum.



Einzelheiten zur Kartoffel

Die Kartoffel vermehrt sich sowohl über ihre Samen, die in den Blüten reifen, wie auch über ihre Knollen. Beim Anbau wird jedoch in der Regel nur die vegetative Vermehrung über die Knollen genutzt. Diese Knollen bilden aus ihren Augen Keime, aus denen neue Triebe und damit neue Pflanzen entstehen. An ihren unterirdischen Trieben bilden sich weitere Knollen, sodass von einer gesetzten Saatkartoffel eine Vielzahl Kartoffeln geerntet werden kann.

Die wichtigsten Fakten im Überblick:

  • Die Kartoffel stammt eigentlich aus Südamerika
  • Erst im 16. Jahrhundert kam sie nach Europa
  • In den letzten Jahrhunderten wurde sie zum wichtigsten Nahrungsmittel
  • Kartoffeln sind Nachtschattengewächse
  • Vermehrung über Samen in den Blüten und über Knollen möglich

Die Auswahl der Sorte

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Bei der Auswahl einer Kartoffelsorte für Ihren Garten haben Sie die Wahl zwischen frühen, mittelfrühen und späten Sorten, die sich in ihrer Kulturdauer unterscheiden. Alle Sorten werden zwar zum gleichen Termin gepflanzt, brauchen aber unterschiedlich lang, bis die ersten Kartoffeln geerntet werden können. Die frühen Sorten werden schon zu Beginn des Sommers geerntet, die mittelfrühen im Hochsommer und die späten Sorten zum Ende des Sommers. Die frühen und mittelfrühen Sorten verbrauchen Sie am besten direkt aus dem Garten, zum Einlagern für den Winter eignen sich dagegen die späten Sorten. Eine Kombination verschiedener Sorten ist daher durchaus sinnvoll, um das ganze Jahr über mit eigenen Kartoffeln versorgt zu sein.

Neben der Vegetationsdauer unterscheiden sich Kartoffelsorten auch nach der Festigkeit ihrer Knollen. Bei den festkochenden Sorten bleiben die Kartoffeln beim Kochen fest und rund, mehlig kochende Sorten springen dagegen beim Kochen oft auf oder fallen auseinander. Dazwischen liegen die Sorten, die überwiegend festkochend bis leicht mehlig sind. Welche Variante Sie bevorzugen, ist hauptsächlich von Ihrem Geschmack abhängig, für Gerichte wie Gratins sowie Salz- und Bratkartoffeln eignen sich jedoch die festkochenden Sorten besser, für ein Püree oder einen Eintopf die mehlig kochenden Kartoffeln. Bei der Auswahl einer Kartoffelsorte für Ihren Garten wählen Sie also zwischen:

  • Frühen, mittelfrühen und späten Sorten (zur Einkellerung eine der späten Sorten)
  • Festkochenden und mehlig kochenden Kartoffeln nach Geschmack und Verwendung

Die optisch recht interessanten bunten Sorten aus Südamerika lassen sich hierzulande übrigens leider nicht anbauen, denn sie benötigen das besondere Klima und die speziellen Lichtverhältnisse in den Anden, um gut zu gedeihen.

Die Saatkartoffeln

Zum Pflanzen von Kartoffeln nutzt man die Saatkartoffeln. Grundsätzlich wäre es zwar auch möglich, mit den Speisekartoffeln aus dem Handel neue Pflanzen zu ziehen, die Ernte würde jedoch längst nicht so groß ausfallen. Außerdem wurden die Kartoffeln aus dem Supermarkt oft mit einem Mittel behandelt, das die Keimung unterdrückt. Investieren Sie daher besser in echte Saatkartoffeln, die ohnehin für wenig Geld erhältlich sind, damit sich der Anbau letztendlich auch lohnt.



Der Kartoffelanbau in kleinen Gärten

Normalerweise werden Kartoffeln in Reihen angepflanzt und benötigen relativ viel Platz. Falls Ihr Garten sehr klein ist, müssen Sie aber nicht unbedingt auf den Anbau verzichten. Kartoffeln können auch in einem sogenannten Kartoffelturm angepflanzt werden. Hierbei wird während der Wachstumsperiode immer wieder Erde rund um die Triebe gehäufelt, die aus der Erde sprießen. Dadurch wachsen die Kartoffeln nicht in die Breite, sondern in die Höhe.

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