Hochbeet anlegen

Hochbeet anlegen

Hochbeet anlegen – Tipps zur Platzierung von Hochbeeten

© D. Ott - Fotolia.com
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Ein Hochbeet hat den großen Vorteil, dass die Pflanzen, die darauf angebaut werden, gepflegt und geerntet werden können, ohne sich dabei zu bücken. Gleichzeitig lockert es durch den Höhenunterschied zu anderen Beeten aber auch den Garten auf und ist damit ein wichtiges Element in der Gartengestaltung.

Das Hochbeet eignet sich gleichermaßen für Gemüse und Kräuter wie auch für Zierpflanzen. Als Platz für die Kräuter ist es vor allem praktisch, denn so lassen sich leicht einige Blätter oder Zweige ernten. Beim Gemüseanbau kommt ein Hochbeet dagegen häufig zum Einsatz, wenn gewisse Pflanzen vor Schädlingen wie den Schnecken oder den Wühlmäusen geschützt werden sollen. Ein Drahtgitter am Boden hält Nager fern und auch ein Schneckenschutz ist in einem Hochbeet leichter zu installieren als in den Gemüsebeeten im Garten. Diese Beetform hat also zwei Vorteile:

  • Schutz vor Schädlingen
  • Leichtere Ernte

Nicht zuletzt lässt sich ein großer Garten durch ein Hochbeet aber auch etwas auflockern. Wenn Sie ein Hochbeet zu diesem Zweck anlegen möchten, sollten Sie dort möglichst schöne und dekorative Blumen und Stauden anbauen, die den Blick auf sich ziehen.

Den Standort wählen

Wo Sie Ihr Hochbeet platzieren, ist vor allem davon abhängig, was Sie darauf anpflanzen möchten. Grundsätzlich benötigen aber fast alle Pflanzen zumindest einige Stunden pro Tag direkte Sonne. Wählen Sie daher am besten einen sonnigen bis halbschattigen Bereich in Ihrem Garten. Beim Setzen der Pflanzen haben Sie außerdem die Möglichkeit, die Pflanzen so zu positionieren, dass die sonnenhungrigen Gewächse die Pflanzen mit geringerem Sonnenbedarf etwas beschatten. Falls Sie Ihr Hochbeet für den Anbau von Kräutern verwenden möchten, ist außerdem ein Standort in der Nähe der Küche zu empfehlen, damit Sie nicht durch den ganzen Garten laufen müssen, wenn Sie einige Kräuter für die Küche benötigen. Ein Hochbeet für Zierpflanzen können Sie dagegen ruhig mitten in den Garten stellen, denn dort kommt es am besten zur Geltung.

Die Planung des Hochbeets

Die Höhe Ihres Hochbeets ist vor allem von Ihrer Körpergröße abhängig. Bauen Sie es daher so hoch, dass Sie bequem daran arbeiten können, ohne sich bücken zu müssen. Bei der Auswahl der Materialien für die Einfassung haben Sie die Wahl zwischen

  • Holz
  • Stein
  • Metall
  • Kunststoff

Von den vielen Holzarten eignet sich das Lärchenholz für den Gartenbau besonders gut, denn es ist sehr dauerhaft und witterungsbeständig. Trotzdem müssen Sie das Holz aber mit einem Schutzanstrich versehen und diesen von Zeit zu Zeit erneuern. Falls Sie das nötige handwerkliche Geschick besitzen, können Sie die Umrahmung auch mauern. Ansonsten gibt es die Gabionenkörbe aus Metall, die Sie nach dem Aufstellen mit kleinen Steinen füllen. Sie haben aus der Ferne eine ähnliche Wirkung wie eine Mauer. Metalle kommen beim Bau von Hochbeeten nicht ganz so häufig zum Einsatz, alle nichtrostenden Metalle wie Edelstahl und Aluminium sind im Prinzip aber auch geeignet. Und dann gibt es noch die Hochbeete aus Kunststoff, die als fertige Bausätze im Handel angeboten werden. Alternativ können Sie aber auch andere größere Kunststoffplatten verwenden, falls Sie Ihr Hochbeet selbst bauen möchten.

Der Durchmesser Ihres Hochbeets ist wiederum davon abhängig, welche und wie viele Pflanzen Sie darauf anbauen möchten. Achten Sie aber auf die nötige Stabilität, damit die Seiten durch den Druck der Erde nicht auseinanderbrechen. Pfosten in den vier Ecken machen Ihr Hochbeet stabiler. Diese lassen Sie am besten mit etwas Zement in den Boden ein, damit sie sicher stehen.

Zusammengefasst müssen Sie beim Bau eines Hochbeets also folgendes berücksichtigen:

  • Standplatz (halbschattig)
  • Bauart
  • Material
  • Höhe
  • Durchmesser
  • Erreichbarkeit

Ein Hochbeet macht beim Bau zwar ein wenig Arbeit, langfristig entlasten Sie Ihren Rücken und Ihre Gelenke mit einem solchen Beet jedoch enorm. Dieser Aufwand lohnt sich daher vor allem, wenn Sie bereits unter Rückenbeschwerden leiden oder in einem schon etwas fortgeschrittenen Alter sind.

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