Gedenkemein

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Gedenkemein – Pflanz- und Pflegetipps

© Susanne Güttler - Fotolia.com
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Das Gedenkemein (Omphalodes verna) ähnelt wegen seiner Blüten dem Vergissmeinnicht und gehört zur gleichen Familie der Raublattgewächse. Es bleibt jedoch mit einer Endhöhe von 20 Zentimetern meist etwas kleiner. Zum Ausgleich hierfür hat es größere Blüten, die sich ebenfalls in der Zeit von Mai bis Juni, manchmal auch schon im April bilden. Ein weiterer Unterschied zwischen diesen beiden Pflanzen besteht darin, dass das Vergissmeinnicht meist zweijährig ist und nach der Blüte abstirbt. Beim Gedenkemein handelt es sich dagegen um eine ausdauernde Staude, an der Sie in jedem Frühjahr wieder Ihre Freude haben werden.

Das Gedenkemein stammt aus den südlichen Ländern Europas, kommt aber mit dem Klima hierzulande gut zurecht. Seine Blätter sind oval und wie bei anderen Raublattgewächsen leicht behaart. Die typische Blütenfarbe des Gedenkemeins ist zwar ein helles Blau mit einem weißen Punkt in der Mitte, dennoch gibt es auch Züchtungen, die weiße, blauviolette oder blau-weiß gestreifte Blüten bilden. Weitere Namen für diese Pflanze sind Frühlings-Nabelnüsschen, Großblüten-Nabelnüsschen und Frühlings-Gedenkemein. Die Erkennungszeichen des Gedenkemein sind also:

  • Wuchshöhe: circa 20 Zentimeter
  • Blütezeit: April bis Juni
  • mehrjährig
  • Raublattgewächs
  • gewöhnliche Blüten: Hellblau mit weißem Blütenkern
  • weitere Züchtungen sind möglich



Standort

Das Gedenkemein eignet sich besonders gut als Unterpflanzung von Bäumen oder größeren Sträuchern, denn es bevorzugt einen halbschattigen Standort. Zudem sorgen die größeren Pflanzen dafür, dass der Boden gleichmäßig feucht bleibt. Wenn Sie das Gedenkemein als Bodendecker verwenden möchten, setzen Sie die Pflanzen in einem Abstand von 25 bis 30 Zentimetern. So werden sie bald eine geschlossene Oberfläche mit einem schönen Blütenflor bilden. Die beste Pflanzzeit ist der Frühling, sobald sich der Boden wieder etwas erwärmt hat. Grundsätzlich haben Sie aber bis zum Herbst Zeit, die Pflanzen zu setzen. Lockern Sie jedoch in jedem Fall den Boden vor dem Pflanzen gut auf, damit dort später keine Staunässe entstehen kann. Sie würde den Wurzeln schaden.

Pflege

Abgesehen vom Gießen in längeren Trockenperioden haben Sie mit dem Gedenkemein nur wenig Arbeit. Es verträgt sogar starke Fröste und übersteht den Winter ohne zusätzlichen Schutz. Im Herbst stirbt der überirdische Teil der Pflanze ab, die Staude zieht sich in den Boden zurück und treibt im folgenden Frühling aus dem Wurzelstock wieder aus. Alle abgestorbenen Pflanzenteile dürfen Sie im Frühjahr daher entfernen. Dies machen Sie am besten schon vor dem neuen Austrieb. Zusätzlich können Sie Ihren Pflanzen zu diesem Zeitpunkt etwas Dünger verabreichen, damit sie für die neue Wachstumsperiode wieder gut versorgt sind.

Vermehrung

Das Gedenkemein vermehrt sich über seine Ausläufer. Sie sorgen dafür, dass es sich an einem günstigen Standort teppichartig ausbreitet und schnell große Flächen begrünt. Sollte es sich im Laufe der Zeit zu stark ausbreiten, stechen Sie die Ausläufer einfach mit einem Spaten ab und entfernen Sie die überzähligen Pflanzen. Diese Pflanzen können Sie an einer anderen Stelle wieder einpflanzen oder verschenken. Die beste Zeit für diese Arbeit ist der Frühling, denn so haben die Pflanzen bis zum nächsten Winter genügend Zeit, wieder anzuwachsen.



Die Pflanz- und Pflegetipps noch einmal im Überblick:

  • Standort: halbschattig
  • Boden: locker und feucht
  • Pflanzabstand: 25-30 Zentimeter
  • Pflege: ausreichend Wasser und etwas Dünger
  • Winterschutz: nicht nötig
  • Vermehrung: durch Ausläufer

Eine weitere Pflanze, die dem Gedenkemein sehr ähnlich sieht, ist das Großblättrige Kaukasusvergissmeinnicht (Brunnera macrophylla) mit ebenfalls hellblauen Blüten. Es wird mit bis zu 50 Zentimetern jedoch viel höher und hat sehr viel größere Blätter. Das Kaukasusvergissmeinnicht ist daher eine gute Alternative für Standorte, wo das Gedenkemein wegen seiner geringen Größe nicht so gut zur Geltung kommt.

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