Gebrannter Kalk

Gebrannter Kalk

Gebrannter Kalk – als Dünger mitunter empfehlenswert

© henryn0580 - Fotolia.com
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Damit Sie Ihren Boden in Ihrem Garten möglichst fruchtbar halten können, ist es notwendig, dass Sie diesen hin und wieder mit ausreichend Kalk versorgen. Gebrannter Kalk kann nämlich durchaus als Dünger eingesetzt werden und sorgt in den meisten Fällen dafür, dass der pH-Wert des Bodens dem Optimum angepasst wird. Bevor Sie sich jedoch dazu entscheiden, Ihren Boden zu kalken, sollten Sie zwei wesentliche Grundsätze beachten, die Sie vorab ausführen sollten:

  • Führen Sie eine Bodenanalyse durch
  • Informieren Sie sich, welche Pflanzenarten gekalkt werden dürfen

Der Sinn einer Bodenanalyse besteht darin, den aktuellen pH-Wert des Bodens zu ermitteln. Nur so können Sie gewährleisten, diesem auch die optimale Menge an Kalk zuzuführen. Andernfalls besteht die Gefahr einer Überdosierung des Bodens.



Darum ist eine Bodenanalyse notwendig

Eine Bodenanalyse ist zudem notwendig, da sich die verschiedenen Bodenarten deutlich hinsichtlich ihres natürlichen pH-Wertes unterscheiden. Sehr leichter Boden verfügt für gewöhnlich nur über sehr wenig Säuregehalt, hingegen etwas schwererer Boden, wie es beispielsweise bei Böden mit Lehmgehalt der Fall ist, schon über einen etwas höheren Säuregehalt verfügen. Die benötigte Kalkmenge des Bodens wird am besten über die Bodenart, den pH-Wert sowie den Humusgehalt ermittelt. Da manche Böden bereits von Natur aus über reichlich CACO3 verfügen, ist eine Kalkung oftmals für mehrere Jahre gar nicht notwendig. Je nach Bodentypus können dann anderweitig verschiedene Kalksorten zum Einsatz kommen. Sie haben die Möglichkeit aus verschiedenen Kalkgattungen zu wählen, zu denen folgende gehören:

  • Branntkalk
  • Löschkalk
  • Kalkmergel
  • Dolomit
  • Hüttenkalk
  • Kalksteinmehl

Zudem ist es auch möglich, den Boden aus rein ökologischen Gründen beispielsweise mit Vitalkalk zu versorgen. Zusätzlich beeinflusst Kalk nicht nur den pH-Wert des Bodens, er liefert auch wichtige Nährstoffe, unterstützt die Photosynthese und stärkt die Wurzelbildung der Pflanzen.



Die verschiedenen Kalksorten

Die basischen Wirkstoffe des Kalks liegen selbst in verschiedenen chemischen Verbindungen vor. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie alle dasselbe bewirken, jedoch unterschiedliche Reaktionszeiten aufweisen, weswegen sie sich für verschiedene Anwendungsgebiete eignen.

Beim Calciumcarbonat oder auch Carbonatkalk ist vor allem eine relativ milde Wirkung zu beobachten, da sich die Reaktionsgeschwindigkeit bei dieser Kalkform doch sehr in Grenzen hält. Daher kann dieser Kalk auch nahezu auf sämtlichen Böden zur Anwendung kommen. Auch eine Überdosierung haben Sie hierbei kaum zu befürchten. Der Carbonatkalk kann ganzjährig angewendet werden und Sie sollten dies stets in den Boden einarbeiten, da er nicht mit Wasser in Verbindung kommen sollte.

Calciumoxid ist eine weitere Kalkform und wird üblicherweise als Branntkalk bezeichnet. Für diese Form der Kalkung ist die sehr schnelle Reaktionsgeschwindigkeit bezeichnend, gerade in Verbindung mit Wasser. Sollten Sie diese Form der Kalkung verwenden, so müssen Sie dabei sehr vorsichtig sein, dass Branntkalk für den Menschen stark ätzend ist. Branntkalk eignet sich hauptsächlich für sehr schweren Boden und sollte vor allem im Winter eingesetzt werden, wenn sich Ihr Garten in der Vegetation befindet.

Kalkstickstoff ist ebenfalls eine bekannte Kalkungsmethode. Da er jedoch anteilige Mengen an gebranntem Kalk enthält und umso gefährlicher für den Menschen ist, da er das giftige Cyanamid bildet, ist die Anwendung dieser Kalkform nur bedingt für Sie geeignet.

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