Gartenzwerge

Gartenzwerge

Gartenzwerge – der klassische Gartenzwerg als Gartendeko

© Benicce - Fotolia.com
© Benicce – Fotolia.com

Gartenzwerge gehen auf alte Mythologien und Märchen zurück und finden sich daher schon seit langer Zeit in den Gärten. Selbst heute werden sie noch in großen Stückzahlen produziert und können als schöne, bisweilen auch etwas lustige Gartendeko genutzt werden.

Die Zwerge gibt es schon seit vielen Jahrhunderten. Die ältesten Exemplare, die heute noch erhalten sind, stammen aus dem 17. Jahrhundert und sind im Zwergelgarten am Salzburger Schloss Mirabell ausgestellt. Sie wurden aus Marmor gefertigt und konnten die lange Zeit daher problemlos überdauern. Fast genauso alt sind die Zwerge aus Sandstein, die im Park von Schloss Greillenstein im niederösterreichischen Röhrenbach zu sehen sind. Falls Sie zu den richtigen Liebhabern der Gartenzwerge gehören, sollten Sie jedoch auch einmal den Zwergenpark in Gräfenroda in Thüringen besuchen. Dort sind rund 2500 Exemplare ausgestellt.

Gartenzwerge sind also schon eine alte Tradition, die sich jedoch im Laufe der Jahrhunderte ein wenig verändert hat. So werden sie heute meist nicht mehr aus Stein, sondern aus Ton, Gips oder künstlichen Materialien hergestellt. Ebenso haben sie ihre Gestalt verändert und sind heutzutage auch in humorvollen Varianten erhältlich. Vor allem die lustigen Zwerge haben die alte Tradition der Gartenzwerge wieder aufleben lassen, denn lange Zeit wurden die Figuren als besonders spießig und kleinbürgerlich abgelehnt. Heute findet man sie jedoch wieder in vielen Gärten, wo sie als Gartendeko genutzt werden.

Der Gartenzwerg als Gartendeko

Gartenzwerge gibt es in vielen Varianten und Größen von den Minizwergen bis hin zu meterhohen Exemplaren. In der klassischen Form, die von der Internationalen Vereinigung zum Schutz der Zwerge festgelegt wurde, ist ein „echter“ Zwerg jedoch

  • männlich
  • höchstens 69 Zentimeter groß
  • Bart- und Zipfelmützenträger

Die Emanzipation hat sich bei den Zwergen also noch nicht durchgesetzt. Falls Sie Ihren Garten trotzdem mit einem weiblichen Zwerg dekorieren möchten, ist die Auswahl zwar nicht all zu groß, Sie werden aber auf jeden Fall fündig werden. Außerdem gibt es sogar einige Hersteller, bei denen Sie einen Zwerg nach Ihren Wünschen in Auftrag geben können. Beim Aussehen haben Sie die Wahl zwischen den klassischen Zwergen und den etwas ironisch gemeinten Figuren. Welche Variante Sie bevorzugen, bleibt Ihrem Geschmack überlassen. Es gibt allerdings auch einige Zwerge, die Ihr Nachbar als Beleidigung empfinden könnte, wenn Sie die Figur an die Grundstücksgrenze setzen. Dies betrifft vor allem Zwerge mit nacktem Po oder ausgestrecktem Mittelfinger, deren Entfernung in einigen Fällen schon von einem Gericht angeordnet wurde.

Praktische Gartenzwerge mit Pflanzgefäß

Eine besondere Variante stellt der Gartenzwerg mit einer Schubkarre oder einem Eimer dar, den Sie als Pflanzgefäß verwenden können. Indem Sie ihn mit einer schönen Blume oder Grünpflanze bestücken, erfüllt der Zwerg auch gleich einen praktischen Zweck. Weiterhin gibt es Zwerge mit einer Laterne, die mit Solartechnik ausgestattet ist. Mit diesen Zwergen leuchten Sie die Gartenwege aus oder setzen einige Lichtpunkte im Garten.

Zwerge können einzeln oder in einer Gruppe stehen. Sie wirken am besten auf einer größeren Fläche wie dem Rasen oder zwischen niedrigen Pflanzen, wo sie gut sichtbar sind. Sehr schön lassen sie sich aber auch mit den Frühlingsblühern wie den Schneeglöckchen oder Krokussen kombinieren.

Zwerge im Winter

Gartenzwerge werden heutzutage meist aus Ton oder PVC hergestellt. Zwerge aus Ton sind zwar sehr schön, aber leider ein wenig empfindlich. Diese Exemplare sollten Sie im Winter daher am besten in einen frostfreien Raum stellen. Zwerge aus PVC sind in dieser Hinsicht robuster und können selbst bei Frost im Garten bleiben. Mit ihnen sorgen Sie daher auch dann noch für ein wenig Farbe im Garten, wenn nur wenige Pflanzen blühen.

Die Kommentare sind geschloßen.