Gartensträucher

Gartensträucher – Informationen über Sträucher für den Garten

Sträucher können Sie in der Gartengestaltung zu den unterschiedlichsten Zwecken verwenden. So machen sich einige Gartensträucher beispielsweise wunderbar als Heckenpflanzen und lassen sich somit als Begrenzungs- und Schutzelemente einsetzen. Manch anderer Strauch eignet sich aufgrund ihrer geringen Wuchshöhe dagegen eher als Bodendecker oder Flächenpolster. Des Weiteren gibt es Sträucher mit optisch sehr ansprechender Blüte, sowie einem außergewöhnlichen Duft. Sie sind auch als Zier- oder Duftsträucher bekannt und besitzen neben ihrem hohen Zierwert für den Garten oft auch nützliche Eigenschaften. Wie vielseitig die Auswahl möglicher Gartensträucher im Einzelnen ist und was Sie bei der Pflanzung und Pflege der Sträucher im Garten beachten sollten, verraten wir Ihnen hier.

Weitere Themen im Bereich der Gartensträucher

Gartensträucher A-F

AB
Azalee
Abelie
Buchsbaum
Buchsbaum (Pflegetipps)
Bartblume
Berberitze (Sauerdorn)
Blauregen
CD
Chrysanthemen - Pflanzen, Pflege, Überwintern
© Wilm Ihlenfeld - Fotolia.com
© Wilm Ihlenfeld - Fotolia.com
EF

Efeu – Standort, Pflanzen und Pflege
Forsythien – Pflanzen, Pflege, Schneiden
Fingerstrauch
Feuerdorn
Flieder
Federbuschstrauch

Welche Arten von Sträuchern gibt es?

Terasse mit Strauch
© Luisa23 – Fotolia.com

Gartensträucher gehören gemeinsam mit Gartenbäumen zu den Gehölzpflanzen und heben sich von Gartenstauden und anderen krautigen Pflanzen vor allem dadurch ab, dass sie verholzen. Sofern sich die Verholzung der Sträucher auf das untere Drittel der Pflanzen konzentriert, werden sie auch als Halbsträucher bezeichnet. Nach oben hin bildet diese Strauchform zunehmend grüne Pflanzenteile aus, wie sie für krautige Pflanzen üblich sind. Gute Beispiele für Halbsträucher im Garten sind Duft- und Gewürzkräuter, wie Thymian, Rosmarin oder Lavendel, womit sich im Bereich der Gartensträucher bereits ein gewisser Nutzfaktor abzeichnet.

Noch mehr Nutzpflanzen stellen komplett verholzende Sträucher. Von essbarem Stein- und Kernobst, bis hin zu aromatischen oder heilsamen Blättern und Wurzeln lassen sich so manchem Strauch beachtliche Nutzungsmöglichkeiten entlocken. Daneben gibt es natürlich auch ganz verholzende Ziersträucher, die zwar keine Ernte, dafür aber eine mehr als prächtige Blüte hervorbringen.

In Sachen Heckenpflanzen stellen Gartensträucher ebenfalls viele Optionen, um nicht zu sagen, die meisten. Egal, ob Sie sich für Nadelsträucher oder Laubsträucher, schlichte Grüngehölze oder Strauchgehölze mit extravaganter Blüte interessieren, wenn es um Strauchhecken geht, stehen ihnen alle Möglichkeiten offen. Unterteilen lassen sich Sträucher bei all dieser Nutzungsvielfalt in drei übergeordnete Gruppen:

  • Zwergsträucher: Zwergwüchsige Sträucher werden meist nicht höher als 1 Meter. Viele sind sogar deutlich kleiner und werden gerade einmal 10 bis 20 Zentimeter hoch. Sie sind auch als bodendeckende Sträucher bekannt und stellen zudem einen Großteil aller Halbsträucher.
  • Kleinsträucher: Mit einer Wuchshöhe von 1,5 bis 4 Meter sind Kleinsträucher ideale Heckenpflanzen. Einige kommen auch als Solitärbusch gut zur Geltung und weisen eine für Ziersträucher typische und schmuckvolle Blüte auf. Ein weiterer Vorteil vieler Kleinsträucher ist ihre gute Schnittverträglichkeit, die nicht nur für Heckenpflanzen, sondern auch für Formschnitte am Solitär entscheidend ist. Eine besondere Funktion nehmen Kleinsträucher zum Beispiel in der Bonsaikunst ein, wo sie gerne als Miniaturbäume gezogen werden. Des Weiteren zählen viele Zier- und Fruchtsträucher zu dieser Strauchart.
  • Großsträucher: Je größer ein Strauch ist, desto schwieriger ist manchmal seine Abgrenzung zu den Baumgehölzen. Tatsächlich gibt es viele Gehölze, deren arteigene Wuchsformen von strauch- bis baumartig reichen. Hier wird neben Großsträuchern gerne auch von Strauchbäumen geredet. Zu ihnen zählen vornehmlich Sträucher mit Wuchshöhen zwischen 4 und 10 Metern. Besitzt ein Strauch derartige Höhen, ist er erfahrungsgemäß besser ein Einzel- oder lockerer Gruppenstellung aufgehoben.
Pflanztipp: Eine besondere Funktion haben Sträucher im Steingarten. Er weist sehr spezielle Standorteigenschaften auf, die für krautige Gartenpflanzen oftmals ungeeignet, für Strauchgehölze hingegen wie geschaffen sind. Denkbar sind im Steingarten zum Beispiel bodendeckende Strauchpolster. Eine weitere Art von Garten, die absolut nicht ohne Sträucher auskommt, ist der Bauerngarten.

 

Sträucher und ihre Aufgaben im Garten

Gartensträucher bedeuten einen ganzjährigen Unterschlupf für Nützlinge, wie Vögel oder Hummeln. Sie tragen demnach aktiv zur Gartengesundheit bei. Auch besitzen viele Duftsträucher ein sehr eigentümliches Aroma, das Schädlinge weitestgehend auf Distanz hält. Ein häufig zur Schädlingsabwehr eingesetzter Strauch ist in diesem Zusammenhang Lavendel.

Als Heckenpflanzen dienen Sträucher vor allem als Sicht-, Lärm- oder Windschutz. Dank ihres häufig recht kompakten Wuchses fangen sie von Staubpartikeln über Starkwind bis hin zu lästigen Verkehrsgeräuschen so einiges ab und machen dabei auch optisch eine gute Figur. Traditionelle Heckenpflanzen werden nicht selten von Nadelsträuchern wie Eiben oder Lebensbäumen gestellt.

Geht es um den Zierwert bestimmter Gartensträucher, sind die Aufgaben und Funktionen im Garten am vielseitigsten. Ob kunstvoll geschnittene Solitärbüsche, liebevoll arrangierte Strauchbeete, oder Begrenzungselemente wie Heckenbögen, Strauchsäulen und Blütenwälle – erlaubt ist, was gefällt, beziehungsweise was im Garten realisierbar ist. Einer Pflanzung der Sträucher im Kübel, etwa um sie auf der Veranda oder dem Balkon zu platzieren steht hierbei ebenfalls nichts im Wege. Sehr gefragte Ziersträucher sind unter anderem Flieder, Berberitze und Rosen.

Gartensträucher G-L

GH
Ginster
Ginster schneiden – Tipps zum richtigen Schnitt
Goldregen
Greiskraut
Holunder
Hammerstrauch
Hibiskus
Hortensie
Hortensie überwintern
IJ
Jasmin – Pflanzen, Pflege, Überwintern
KL
© Tiler84 - Fotolia.com
© Tiler84 - Fotolia.com
Kirschlorbeer
Kolkwitzie
Kornelkirsche

Lebensbaum pflanzen – Standort, Pflanzanleitung und Pflege

Lavendelheide
Liguster
Lorbeerbaum
Lorbeerbaum (Tipps und Infos)

 

Tipps zur Pflege Ihrer Gartensträucher

Ob ein Strauch lieber sonnig oder schattig steht, ist von Pflanzengattung zu Pflanzengattung verschieden. Allerdings sind Strauchgehölze im Allgemeinen sehr pflegeleicht. Zum Beispiel benötigt ein Strauch im Garten bei Weitem weniger manuelle Bewässerung als Gartenstauden und Blumen. Auch was den Winterschutz der meisten Sträucher angeht, hält sich der Aufwand in Grenzen. Im Idealfall überwintern die Pflanzen sogar ohne besondere Vorkehrungen problemlos.

Ein wichtiger Aspekt in der Pflege von Gartensträuchern ist hingegen die Düngung. Gerade was blütenreiche Ziersträucher, sowie Obst- und Beerensträucher anbelangt, müssen in der Nährstoffversorgung hin und wieder nachhelfen, damit die Blüte und folglich auch die Fruchtbildung der Sträucher auch nach Jahren noch üppig ausfällt. Ein regelmäßiger Verjüngungsschnitt zur Pflege der meisten Strauchgehölze ist ratsam, damit sie nicht aus der Form geraten. Ebenso profitiert die Blüte der Gartensträucher von dem gezielten Abschneiden blühschwacher Alttriebe.

Umfangreichere Formschnitte sind angezeigt, wenn Sie einen Strauch als Heckenpflanze nutzen. Hier ist die richtige Form- und Wuchshöhenbemessung enorm wichtig und sollte schon im Vorfeld der Gartengestaltung bedacht werden. Solitärsträucher, sowie alle anderen Sträucher in kunstvoller Einzelstellung bedürfen ebenfalls gelegentlicher Formkorrekturen mittels Schnitt.

Welcher Strauch ist für meine Zwecke geeignet?

Anstellen lässt sich mit Gartensträuchern wie bereits aufgezeigt eine Menge. Um keine Fehlinvestitionen zu tätigen, ist es vor dem Pflanzen der Sträucher aber wichtig, sich eingehend Gedanken über den künftigen Standort, sowie die Funktion zu machen, die der Strauch künftig übernehmen soll. Helfen kann Ihnen hierbei unsere nachstehende Übersicht zu einzelnen Strauchkategorien in der Gartengestaltung. So finden Sie letztlich genau die richtigen Gartensträucher.

Gartensträucher M-R

MN

Minze – Standort, Pflanzen und Pflege
OP
ÖlweidePrachtspiere (Astilbe)
Prachtglocke
Perückenstrauch
QR
© tab62 - Fotolia.com
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Ranunkelstrauch (Kerria japonica)
Rhododendron
Rhododendron (Pflanztipps)
Rhododendron (Pflegetipps)

 

Duftsträucher und Strauchkräuter

© alisseja - Fotolia.com
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Duftsträucher und Strauchkräuter zeigen sich reich an aromatischen Harzen und Ölen. Sind ätherische Öle mit im Spiel, spricht dies meist für eine Eignung als Gartenkraut, denn in den Ölen enthalten sind für gewöhnlich zahlreiche Substanzen mit heilpflanzlicher Wirkung. Reine Duftsträucher, die nicht als Heilpflanzen verwendbar sind, haben zwar keinen medizinischen Nutzen, besitzen dafür aber andere Qualitäten. Da ein Strauch, der wohl duftet, Nützlinge wie Hummeln, Bienen, Marienkäfer und Vögel magisch anzieht, trägt er als eine Art Schädlingsabwehr nicht selten zur verbesserten Pflanzenschutz bei.

Natürlich betören Duftsträucher auch menschliche Gartenbesucher. Geht das außergewöhnliche Aroma zudem mit einer auffälligen und prächtigen Blüte einher, kann ein duftender Strauch sogar als Zierstrauch gepflanzt werden. Es sei jedoch erwähnt, dass Duftsträucher ohne heilpflanzliche Wirkung oft giftig sind. Pflanzen Sie entsprechende Strauchgehölze also nur außer Reichweite von Kindern und Haustieren.

In der Pflege vieler Kräuter- und Duftsträucher ist es wichtig, sparsam mit Gießwasser umzugehen, da öl- bzw. harzführende Sträucher nicht allzu viel Feuchtigkeit vertragen. Für trockene Steingartenbeete sind sie damit wie geschaffen. Für viel bewässerte Staudenbeete hingegen nicht immer. Des Weiteren sollten Sie speziell bei Strauchkräutern auf ökologischen Bio-Dünger setzen, damit chemische Zusätze der Düngemittel keine schadstofffreie Ernte vereiteln. Ein Schnitt zum Formerhalt und zur Verjüngung ist zur Pflege duftender und heilpflanzlicher Sträucher ebenfalls sinnvoll. Sehr beliebte Strauchkräuter und Duftsträucher sind:

  • Berberitze
  • Jasmin
  • Felsenbirne
  • Flieder
  • Forsythie
  • Geißblatt
  • Lavendel
  • Rosmarin
  • Schneeball
  • Strauchrose
  • Thymian
  • Zaubernuss

Blüten- und Ziersträucher

Zu den blütenreichen Ziersträuchern zählen sowohl diverse Duftsträucher, als auch viele Strauchbäume und sogar einige Prachtstauden. Sie alle fallen durch schmuckvolle Früchte, Blätter oder eine faszinierende Blüte auf, die bei Blüten- und Ziersträuchern im Vergleich zu anderen Sträuchern äußerst üppig ist. Als Paradebeispiel für einen Strauch mit üppiger Blüte und hohem Zierwert gilt die Rose.

Kultivieren sollten Sie blütenreiche Sträucher entweder in Einzelstellung oder Kombination mit anderen Schmucksträuchern. Bei Rosen bevorzugen viele eine Pflanzung als Kletterstrauch, beispielsweise an der Hauswand oder im Rosenbogen. Eine Pflanzung im Kübel (z.B. als Solitär oder Bonsai) ist bei vielen Blüten- und Ziersträuchern denkbar, muss aber unter Berücksichtigung der finalen Wuchshöhe des Strauchs, sowie in ausreichend großen Pflanzgefäßen erfolgen.

Die Pflege von Blüten- und Ziersträuchern umfasst in erster Linie eine gute Düngung vor der Blüte, sowie einen gelegentlichen Form- bzw. Erhaltungsschnitt. Bei kletternden Strauchformen, wie sie etwa für Arten der Rose, des Blau- und Goldregens üblich sind, ist ferner eine Rankenhilfe angebracht. Für eine Pflanzung als Blütenstrauch bzw. Zierstrauch in Frage kommen:

  • Berberitze
  • Blauregen
  • Deutzie
  • Flieder
  • Forsythie
  • Ginster
  • Goldregen
  • Hartriegel
  • Hibiskus
  • Hortensie
  • Jasmin
  • Kamelie
  • Magnolie
  • Perückenstrauch
  • Ranunkelstrauch
  • Rhododendron
  • Rose
  • Schneeball
  • Weigelie
© tinadefortunata - Fotolia.com
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Fruchtsträucher

Wer einen Obstgarten besitzt, der kann auf Fruchtsträucher kaum verzichten. Zu unterscheiden ist hier zwischen Beerensträuchern (z.B. Himbeere oder Johannisbeere), Nusssträuchern (z.B. Haselnuss) und giftigen Fruchtsträuchern (z.B. Schneebeere oder Stechpalme). Letztere haben zwischen den Obststräuchern zwar nichts zu suchen, dienen dafür aber umso häufiger als Heckenpflanzen.

Einige Fruchtsträucher wie Brombeere oder Himbeere neigen dazu, ohne kontinuierliche Rückschnitte übermäßig zu wuchern. Dies liegt vor allem daran, dass es sich hierbei um Sträucher mit kletterndem Wuchs oder ausladendem Geäst handelt. Das rechtzeitige Anbringen von Wuchshilfen und Schneidmaßnahmen, die zielgerichtet auf das Wachstum der Sträucher einwirkt, ist diesen Fällen dringend empfohlen.

Gleiches gilt für Nusssträucher, die manchmal überhaupt erst Früchte bilden, wenn sie zuvor großzügig geschnitten und in ihrem Wuchs korrigiert wurden. Insgesamt können Sie in der Gartengestaltung auf folgende Fruchtsträucher zurück greifen.

  • Brombeere
  • Eibe
  • Johannisbeere
  • Haselnuss
  • Heidelbeere
  • Holunder
  • Himbeere
  • Kirschlorbeer
  • Mehlbeere
  • Mistel
  • Preiselbeere
  • Sanddorn
  • Schlehendorn
  • Schneebeere
  • Stachelbeere
  • Stechapfel
  • Tollkirsche
  • Walnuss
  • Wacholder
  • Weinrebe

Heckensträucher

© tinadefortunata - Fotolia.com
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Bei den Heckenpflanzen im Bereich der Strauch- und Halbstrauchgehölze haben immergrüne Nadelsträucher ihren großen Auftritt. Da sie sehr kompakt wachsen und gemeinhin gut schnittverträglich sind, fügen sie sich blickdicht und harmonisch an fast jeder Grundstücksgrenze ein. Außerdem sind ganzjährig belaubte Gartensträucher von besonderem Zierwert und garantieren selbst im Winter farbliche Akzente im Garten. Natürlich gibt es auch immergrüne Laubsträucher, die sich ebenfalls gut als Hecke machen, so zum Beispiel Buchsbaum, Kirschlorbeer oder Liguster. Sogar Fruchtsträucher müssen bei der Wahl eines geeigneten Heckenstrauches nicht außen vor bleiben. Voraussetzung ist natürlich, dass der fruchttragende Strauch sich auch wirklich in Heckenform überführen lässt.

Der Standortboden von Heckensträuchern wird während der Pflanzung häufig eingeschlämmt und gemulcht. Ein Strauch freut sich sehr über diese Maßnahmen, denn sie gewährleisten ihm in der Anwachsphase eine ideale Wasser- und Nährstoffversorgung. Hat sich ein Strauch aber erst einmal in seine Rolle als Heckenpflanze eingefügt, sind Düngen und Gießen deutlich seltener angezeigt. Eine Ausnahme bilden hier natürlich als Heckenpflanzen genutzte Blüten- und Fruchtsträucher. Sie könnten etwas mehr Zuwendung erfordern, als anspruchslose Nadelsträucher.

Bei der Pflege von Heckenpflanzen gibt es ein paar einfache Prinzipien. In den ersten Standjahren geht es zunächst darum, die Verzweigung zu fördern und die gewünschte Heckenform anzustreben. Die Wuchshöhe der Hecke sollten Sie bereits zu Beginn festlegen, um unnötige Korrekturschnitte am Strauch zu vermeiden. Gängige Schnittformen bei Strauchhecken sind die Trapez- und Rechteckform. Jedoch sind auch verspielte Heckenformen mit abgerundeter, spitz zulaufender oder wellenförmiger Krone denkbar. Besonders schnittverträgliche Heckensträucher haben wir nachstehend für Sie zusammen gefasst:

  • Berberitze
  • Brombeere
  • Buchsbaum
  • Eibe
  • Flieder
  • Hasel
  • Hortensie
  • Kirschlorbeer
  • Lebensbaum
  • Liguster
  • Wacholder
  • Weißdorn
  • Zwergfichte
  • Zwergkiefer
  • Zwergtanne
  • Zypresse

Dornen- und Wildsträucher

Wildsträucher treten bei der Gartengestaltung vor allem dann in den Vordergrund, wenn ein Bauern-, Wild- oder Waldgarten entstehen soll. Glücklicher Weise stammen viele hoch geschätzte Gartensträucher aus der heimischen Wildnis, weshalb ihre Kultivierung keine großen Probleme bereitet.

Unter den Wildsträuchern tummelt sich eine ganze Reihe an Dornensträuchern. Aus dem schwer zugänglichen Unterholz des Waldes bekannt, sorgten die dornigen Strauchvertreter in der Vergangenheit schon für manch abenteuerliches Märchen, wie etwa Dornröschen. Selbst in der Bibel spielt ein brennender Dornbusch eine entscheidende Rolle und fungiert gar als göttliches Medium. Im Garten sind Dornensträucher ebenfalls sehr häufig anzutreffen, wobei die Dornen am Strauch entweder als Sprossdornen aus der Sprossachse, oder als Blattdorne aus dem Blattrand entspringen.

Gartensträucher S-Z

ST
Schneebeere (Knallerbsenstrauch)
Skimmie
Tamariske
Traubenheide
UV
WX
Weißdorn
Wegwarte
Winterschneeball
Weigelie
YZ
Zypresse
Zaubernuss

Dornen- und Wildsträucher kommen in so gut wie jeder Strauchkategorie vor. Ihre Vertreter sind sowohl unter den Frucht-, Hecken- und Duftsträuchern, als auch bei den Blüten- und Ziersträuchern zu finden. Gerne pflanzen Hobbygärtner dornige Wildsträucher dabei als Vogelschutzhecken, da die stacheligen Auswüchse Fressfeinde wie Katzen oder Raubvögel auf Abstand halten. Wilde bzw. dornige Beerensträucher sind dagegen im Obstgarten sehr begehrt und bringen trotz verletzungsträchtiger Dornen zarte und lieblich schmeckende Früchte hervor. Hier einige adäquate Pflanzbeispiele für Ihren Garten:

  • Berberitze
  • Brombeere
  • Feuerdorn
  • Heckenrose
  • Himbeere
  • Hundsrose
  • Mäusedorn
  • Sanddorn
  • Sauerdorn
  • Schwarzdorn
  • Stachelbeere
  • Stechpalme
  • Weißdorn

 

Wichtige Fakten zu Sträuchern im Überblick:

  • insgesamt es gibt zwergwüchsige, kleine und große Sträucher für den Garten
  • der Übergang zwischen Großsträuchern und Kleinbäumen ist oft fließend
  • Halbsträucher verholzen nur im unteren Stammbereich
  • besonders wichtig sind Sträucher im Bauern- und Steingarten
  • auch der Obst-, Kräuter- und Wildgarten profitieren von Strauchpflanzungen
  • gängig ist zudem eine Verwendung immergrüner Gartensträucher als Heckenpflanzen
  • regelmäßige Schnitte zur Pflege sind am Strauch oft notwendig
  • die Schnittmaßnahmen dienen dem Formerhalt, sowie einer üppigen Blüte
  • ebenfalls für die Pflege relevant sind Düngemaßnahmen und Bodenoptimierungen
  • mit Umsicht pflanzen sollten Sie giftige Fruchtsträucher und Dornensträucher

Fazit

Gartensträucher stellen neben Gartenstauden die wichtigsten Pflanzen für den Garten. Allerdings wachsen Sträucher oft höher und ausladender als Stauden, sodass die Standortwahl im Garten wohl überlegt sein muss. Zur richtigen Pflege sollte ein Strauch während seiner ersten Standjahre regelmäßig geschnitten, sowie vor der Blüte gedüngt werden. Wird dies beachtet, gedeihen Sträucher im Garten aber schon nach wenigen Jahren von selbst prächtig und robust. Pflegemaßnahmen halten sich dann in Grenzen und dienen lediglich dem Formerhalt der anspruchslosen Strauchgehölze.