Gartenplanung

Gartenplanung – Tipps zur Planung der eigenen Gartenanlage

Einen Garten zu planen sollte nicht im Hauruck-Verfahren erledigt werden, sondern ist eine anspruchsvolle Arbeit, die mit der grundsätzlichen Einrichtung des Hauses oder Ihrer Wohnung gleichgesetzt werden kann. Schließlich ist der Garten über mehrere Monate jeden Jahres hinweg ein Teil Ihres Wohnraumes – und Sie werden viele Stunden in ihm verbringen.

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© petrabarz - Fotolia.com
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Warum also bei der Planung schludern und sich hinterher über Monate ärgern? – Hier geht es nicht nur um Ästhetik und Schönheit der gepflanzten Blumen: Hier geht es vor allen Dingen um das „Gesamtpaket“ – von der Nutzung in Ihrer Freizeit (oder die Ihrer Kinder) über das Einbeziehen von vorhandenen Gegebenheiten, wie Bäche, Bäume, Hügel oder Böschungen bis zur richtigen Bepflanzung – Reihenfolge, Größe der Pflanzen, Blütezeit, (Un)Verträglichkeiten und vieles mehr. Abschließend (aber in der Planung mit inbegriffen) kommt die Dekoration auch nicht zu kurz.

Der erste Schritt – Ihre Bedürfnisse äußern

Der erste Schritt für Sie sollte also sein, Fragen an sich selbst und an die Familienmitglieder zu stellen. Die Art und Größe der zu pflanzenden Blumen können Sie dabei erst mal weg lassen. Jeder hat seine eigenen Vorstellungen, wie „sein“ Garten aussehen sollte. Lassen Sie daher von jedem Familienmitglied eine Liste erstellen, was sie sich wünschen.

Tipp:
Lassen Sie kleine Kinder (oder als Familienspaß alle) ein Bild malen, wie sie sich ihren Garten vorstellen. Daraus können Sie dann einen Kompromiss-Plan anfertigen, der alle zu gewissen Prozentzahlen befriedigen wird.

Die Umsetzung der Wünsche geht natürlich einher mit der Höhe Ihres möglichen Budgets. Wichtig ist, dass die Grundstruktur des Gartens im ersten Jahr fertig wird. Weitere Anschaffungen – und vor allen Dingen die Dekoration – können auf die nächsten Jahre verschoben werden.

Wenn Sie im ersten Jahr noch nicht alles schaffen (und das ist meistens so), können Sie mit Einjährigen Pflanzen trotz allem schon etwas Garten-„Feeling“ bekommen.

Der zweite Schritt – die Raumaufteilung Ihres Gartens

Die Fragen zur Grundstruktur eines Gartens (maßstabgetreue Zeichnung Ihres Grundstücks ist dabei von Vorteil!):

Wie groß ist/wird die Terrasse?
Wo kommt ein Spielbereich für die Kinder hin und wie groß ist er?
Wie groß soll die Rasenfläche sein?
Welche Bäume sind vorhanden – und sollen sie auch stehen bleiben?
Möchten Sie einen Teich haben? – Größe, Kosten und Sicherheitsaspekte!
Sind Ruheplätze, Sitzecken, Wege etc. geplant?
Welche Formen bevorzugen Sie – linear oder geschwungen?
Wird ein Gerätehaus gewünscht?
Ist ein Sichtschutz zu Nachbarn oder Straßen notwendig?
Wie sieht die Grundstücks- bzw. Gartenbegrenzung aus?

Der dritte Schritt – die Pflanzenplanung

Die Pflanzenplanung sollte zunächst mit der Farbplanung anfangen. Sie sollten nicht alle Farben wahllos zusammen stellen. Das wirkt nur ungepflegt und wirr. Nur bei Bauerngärten können Sie verschiedene Farben in ein Beet setzen, doch sollten Sie auch da nach der Farbenlehre vorgehen.

Tipp:

  1. Rottöne – Die Gärten oder Teile des Gartens wirken sehr lebhaft und gerade leuchtendes Rot kann langweilige Ecken interessant darstellen.
  2. Gelbtöne leuchten wie die Sonne. Gelbe Pflanzen in dunkel wirkende Ecken setzen – und schon leben sie auf.
  3. Blaue Blumen erscheinen beruhigend und kühl.
  4. Pastelltöne können Sie gut zusammen stellen – und vielleicht eine kräftige Farbe dazwischen setzen.
  5. Eine Kombination von weißen, grauen und grünen Blumen scheint in der Dämmerung sehr geheimnisvoll.
  6. Eine tolle Alternative wäre (vor allen Dingen bei gerade geplanten Beeten) einen Farbverlauf zu bilden.

Nach der Farbwahl kommt die Wahl der Pflanzen. Da beschränken wir uns hier in diesem Kapitel erst einmal darauf, dass die Sträucher, Stauden und Blumen von den Grenzen des Grundstücks bis zur Rasenfläche bzw. zum Haus hin immer kleiner werden sollten. So haben Sie die Garantie, dass Sie alle Pflanzen im Blick haben und einen räumlichen Eindruck erwecken.

Zeichnerische Planung oder Software

Wer zeichnerisch etwas begabt ist, der kann sich den Garten auf diese Weise zumindest schon in der Theorie selbst erstellen und die grobe Planung abschließen.

Es gibt allerdings auch mehr oder weniger gute Gartenplaner als Software-Programme auf dem Markt. Einige von ihnen beinhalten nur die Planung, manche mit 3D-Sicht, andere Software bietet Ihnen zusätzlich noch Pflanzen-Lexika mit vielen Detail-Informationen zu den Pflanzen. Wichtig ist, dass Sie trotz aller digitalen Unterstützung Ihre Wunschliste kennen und per PC dann verwirklichen.Vorteil dieser Programme ist, dass Sie Ihre Grundstücksgrenzen nur einmal eingeben müssen und daraus viele Varianten erstellen können. Viel Spaß beim Planen!