Gartenpflanzen

Gartenpflanzen – Überblick und Informationen

Jeder, der einen Garten anlegen möchte, macht sich früher oder später Gedanken darüber, welche Pflanzen die heimische Grünlandschaft bevölkern sollen. Obst, Gemüse und Arzneipflanzen zum privaten Gebrauch, Kletterpflanzen zur Fassaden und Hangbegrünung, Wasserpflanzen für Gartenteiche, immergrüne Gewächse, die auch im Winter farbliche Akzente setzen, oder Kübelpflanzen, die der Gartenveranda das gewisse Etwas geben. Die Auswahl an möglichen Gartenpflanzen ist unwahrscheinlich groß. Dabei kommen natürlich viele Fragen auf, zum Beispiel, welchen Standort die einzelnen Pflanzen benötigen. Der Boden, bzw. die Bodenqualität des Gartens spielt hierbei eine wichtige Rolle, und auch in Sachen Licht- und Nährstoffverhältnisse des Gartenbodens stellen Gewächse unterschiedliche Ansprüche.

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Kletterpflanzen - für das gewisse Etwas im Garten


© cmfotoworks - Fotolia.com
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Kletterpflanzen eignen sich sehr gut, um Mauen oder Pavillons bewachsen zu lassen. Sie sorgenfür ein malerisches Ambiente und werten nahezu jeden Garten deutlich auf.

Kletterpflanzen – Infos und Tipps zu Rankpflanzen

Die Gartenhecke - ein wichtiges Gartenelement


© Gina Sanders - Fotolia.com
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Hecken werden in fast jedem Garten als grüne Begrenzung genutzt. Die Gewächse sehen wunderschön aus und sind nicht einmal besonders anspruchsvoll.

Heckenpflanzen – welche Pflanzen für die Gartenhecke?

Ebenfalls wichtig, etwa zur Beurteilung des Schnittbedarfs von Hecken, der Wasserzufuhr von Beet- bzw. Kübelpflanzen oder schlichtweg zur Gestaltung individueller Gartenbereiche, sind Vegetationsdauer, Beschaffenheit und Wuchsform einzelner Pflanzenarten. In diesen Zusammenhang lassen sich Gewächse für den Garten auf verschiedene Art und Weise einteilen.

Eine sehr grobe Unterscheidung ist hier die Einteilung in immergrüne und sommergrüne Gartenpflanzen. Zu letzteren zählen beispielsweise viele Laubbäume und Stauden, die im Winter ihr Laub abwerfen. Immergrüne Pflanzen werden hingegen häufig von Kletterpflanzen, Sträuchern oder Nadelhölzern gestellt, zu denen unter anderem Kiefern-, Zypressen-, und Eibengewächse gehören. Da die Einteilung in immergrüne und laubabwerfende Gewächse aber gemeinhin wenig Aussagekraft über das individuelle Erscheinungsbild von Pflanzen besitzt, ist die Unterscheidung einzelner Wuchsform im Bereich der Gartenbotanik wesentlich gebräuchlicher:

© Günter Menzl - Fotolia.com
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krautige Pflanzen und Stauden

Als krautige Pflanzen verstehen Gärtner all jene Gewächse, deren Triebe nicht verholzen. Handelt es sich zudem um mehrjährige Gewächse aus gemäßigten Breitengraden, ist von Stauden die Rede. Vor allem Gartenkräuter, Gartenblumen, aber auch viele Gemüsesorten, Kletterpflanzen und so gut wie alle Wasserpflanzen lassen sich als Stauden oder zumindest als krautige Gartenpflanzen definieren. Besonders häufig in Gärten anzutreffende Krautpflanzen sind dabei Korbblüten-, Lippenblüten- und Hahnenfußgewächse, wie zum Beispiel Kornblumen, Margeriten oder Rittersporn.

Sträucher und Halbsträucher

Wenn Sie auf der Suche nach robusten Hecken sind, werden sie bei Gartensträuchern garantiert fündig. Hierbei handelt es sich um ausdauernde, komplett oder halb verholzte Pflanzen, die entweder bodendeckend oder aufrecht wachsen. Ist letzteres der Fall, kann der Übergang zu Baumgehölzen oftmals fließend sein, was wohlbekannte Baumsträucher wie Buchsbaum, Erlen, Flieder, Hortensien oder Haselnuss eindrucksvoll beweisen. Daneben sind auch einige Gewürz- und Arzneipflanzen (z.B. Lavendel und Thymian), Kletterpflanzen (z.B. Weinreben), sowie zahlreiche Beeren- und Rosengewächse als Sträucher definiert.

Bäume

Die ungeschlagenen Schwergewichte unter den Gartenpflanzen sind freilich die Bäume. Sie unterscheiden sich von Sträuchern und krautigen Pflanzen in erster Linie durch ihren wuchsbreiten Stamm und ihre ausladenden Kronen. Die Hauptformen der Bäume sind dabei bedecktsamige Laubbäume und nacktsamige Nadelbäume. Allerdings gehören auch Baumfarne und Palmengewächse zur Ordnung der Bäume. Am liebsten gepflanzt werden hierzulande sommergrüne Laubbäume in allen Variationen. Doch auch immergrüne Nadelbäume kommen in deutschen Gärten nicht zu kurz. Darüber hinaus eignet sich so mancher Baum sogar zur Hecken- oder Strauchkultivierung.

Neben der gemeingebräuchlichen Einteilung von Gartenpflanzen in Bezug auf ihre Wuchsform werden sich viele Gärtner auch für die Lebensspanne der Gewächse interessieren. Hier hilft ein Blick auf die Vegetationsdauer der Pflanzen, welche sich wie folgt gestalten kann:

Einjährige Pflanzen

Unter einjährigen oder anuellen Pflanzen versteht die Botanik all jene krautigen Pflanzen, die nur eine Vegetationsperiode durchlaufen und danach absterben. Viele einjährige Pflanzen bevorzugen einen sonnigen Standort, wobei dies aber nicht ausschließlich gilt. Einige Gattungen fühlen sich nämlich im Halbschatten oder im Schatten wohler. Ausgebracht werden die kurzlebigen Gartenpflanzen in der Regel gegen Ende Februar bis Ende März, wo man sie entweder als Kübelpflanzen im Haus vorzieht, oder direkt ins Frühbeet sät. Werden Samen im Gartenmarkt erworben, enthalten die Verpackungen im Normalfall passende Informationen zur Saatzeit.

Relativ gut machen sich anuelle Pflanzen als Lückenfüller in Staudenbeeten, wo mehrjährige Stauden noch nicht allzu nah beieinander stehen. Der Vorteil von einjährigen Gartenpflanzen ist hierbei, dass sie verhältnismäßig schnell nach der Aussaat zur Blüte kommen und den ganzen Sommer über mit leuchtenden Farben erfreuen. Im Herbst sterben diese Pflanzen dann zwar ab, jedoch besteht durchaus die Möglichkeit, ihre Samen zu ernten und im nächsten Jahr wieder im Garten anzusiedeln. Viele Exemplare säen sich sogar selbst aus und treiben im kommenden Jahr ohne jegliches Zutun des Gärtners wieder aus.

Angeboten werden einjährige Gartenpflanzen in Gartenzentren oft schon ab dem zeitigen Frühjahr, denn die meisten von ihnen sind kräftig genug, um kühlere Frühlingstemperaturen im Garten problemlos zu überstehen. Neben der Befüllung von Staudenbeeten lassen sich dabei auch Balkonkästen und Blumenkübel wunderbar mit anuellen Krautpflanzen schmücken. Damit die Gewächse aber den ganzen Sommer über kräftig und blühfreudig bleiben, sollten sie regelmäßig gedüngt und welke Blüten kontinuierlich entfernt werden.

die wichtigsten Fakten zu einjährigen Gartenpflanzen im Überblick:

  • die Mehrzahl anueller Pflanzen bevorzugt sonnige Standorte
  • Aussaat erfolgt verhältnismäßig früh zwischen Anfang Februar und Ende März
  • Pflanzen zur Auffüllung von Staudenbeeten gut geeignet
  • auch sind sie in Balkon- und Blumenkästen sehr schmuckvoll
  • zur Förderung der Langlebigkeit regelmäßig Düngen
  • Entfernung welker Blüten ist ebenfalls hilfreich
© ValentinValkov - Fotolia.com
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Zweijährige Pflanzen

Im Gegensatz zu einjährigen Pflanzen, die Keimung, Blüte und Samenreife innerhalb eines Standjahres vollziehen, blühen zweijährige Pflanzen erst im zweiten Jahr nach der Aussaat. Sie brauchen diese Zeit, um kräftig genug für eine lang anhaltende Blüte zu werden. Auch diese Gewächse gehören zu den krautigen Pflanzen und können als Kübelpflanzen im Haus oder als Freilandkultur im Frühbeet vorgezogen werden. Zusätzlich lassen sich zweijährige Gartenpflanzen aber auch direkt ins Beet säen. Hier sollten die Stellen, an denen die Aussaat erfolgte, jedoch markiert werden, da lange nichts von den Gartenpflanzen zu sehen ist.

Viele der zweijährigen Pflanzenexemplare freuen sich über einen halbschattigen Standort, oder eine schattige Lage im Schutz von Sträuchern und Bäumen. Der Boden sollte in jedem Fall nach der Aussaat leicht feucht gehalten werden, um die Keimung optimal zu unterstützen. Ferner lassen sich zweijährige Gewächse auch sehr gut als Zimmerpflanzen im Haus oder Kübelpflanzen im Freien vorkultivieren. Sie werden dann erst in die Beete gepflanzt, wenn die Blüte tatsächlich eintritt. Wer nicht so lange warten möchte, kann natürlich vorgezogene Exemplare mit Blütenansatz in jedem Gartencenter kaufen.

Die Düngung erfolgt bei zweijährigen Gartenpflanzen normalerweise erst im zweiten Standjahr. Wer schon im ersten Jahr düngen möchte, sollte hier keine zu starken Mittel einsetzen. Ein Überwintern Zweijähriger als Zimmerpflanzen ist möglich.

Überblick zu den wichtigsten Fakten zweijähriger Gartenpflanzen:

  • die Pflanzen bevorzugen schattige oder halbschattige Standorte bevorzugt
  • wahlweise im Topf vorziehen oder direkt ins Beet einsäen
  • bei Aussaat ins Beet den Standort markieren
  • Blüte erfolgt erst im 2. Jahr nach der Aussaat
  • Düngung ebenfalls erst im 2. Standjahr notwendig
  • Überwinterung als Kübelpflanzen im Haus ist möglich
© Krawczyk-Foto - Fotolia.com
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Mehrjährige und ausdauernde Pflanzen

Außer krautigen Pflanzen in Form von Stauden zählen zu den mehrjährigen Gartenpflanzen auch Wasserpflanzen, Sträucher, Kletterpflanzen und Bäume. Allerdings unterscheiden sich die garten- und fachbotanische Begriffsauffassung dahingehend, dass im gärtnerischen Sinn alle Gartenpflanzen, die älter als zwei Jahre werden, als mehrjährig gelten. Die Fachbotanik versteht unter mehrjährigen Pflanzen dagegen nur jene Gewächse, die zwar älter als zwei Jahre werden, jedoch nur eine einzige Blüte entwickeln und nach der darauffolgenden Fruchtbildung absterben. Alle anderen ‚mehrjährigen‘ Pflanzen werden gemäß fachbotanischer Definition als ausdauernde Pflanzen bezeichnet.

Ein signifikanter Unterschied zwischen ein- oder zweijährigen Gewächsen und mehrjährigen bzw. ausdauernden Gartenpflanzen ist, dass letztere in ihren Standort- und Pflegeansprüchen sehr verschieden sind. Manche mehrjährigen Pflanzen bevorzugen sonnige, andere schattige bis halbschattige Lagen. Wieder andere kommen gar mit allen Lichtverhältnissen gut zurecht. Auch die erforderliche Wasserzufuhr lässt sich hier nicht pauschalisieren, da es durchaus Stauden, Kletterpflanzen, Sträucher und Bäume gibt, deren Wurzeln einen effektiven Wasserspeicher besitzen. Ebenso gibt es aber auch ausdauernde Gartenpflanzen, die dauerhafte Grundfeuchte am Standortboden schätzen, was sich in anhaltenden Trockenperioden und bei vielen Gartenböden nur über manuelles Zugießen erreichen lässt.

Ein weiterer Unterschied zwischen ein-, zwei- und mehrjährigen bzw. ausdauernden Pflanzen zeigt sich in der Winterhärte der Gewächse. Gerade Sträucher und Bäume sind bedingt durch ihre lange Lebensspanne meist bestens gegen kalte Winter gewappnet. Zudem benötigen die Gehölze anders als Stauden oftmals einen umfangreichen Schnitt, der die wuchsfreudigen Gewächse in Form bringt oder verjüngt.

wichtige Fakten zu mehrjährigen/ausdauernden Gartenpflanzen:

  • fachbotanisch sind mehrjährige von ausdauernden Pflanzen zu unterscheiden
  • gartenbotanisch verbirgt sich hinter beiden Begriffen die selbe Definition
  • zu den mehrjährigen Pflanzen gehören hier alle Stauden, Sträucher und Bäume
  • Gewächse mit mehrjähriger Vegetationsperiode haben sehr unterschiedliche Ansprüche
  • Boden-, Licht-, Wasser- und Nährstoffanforderungen sind nicht pauschal festzulegen
  • die meisten mehrjährigen Gartenpflanzen sind gut winterhart
  • ausdauernde Bäume und Sträucher benötigen häufig Form- und Verjüngungsschnitte

Wie Sie sehen, gibt es in Sachen Gartenpflanzen nicht nur Beet- und Kübelpflanzen, sondern daneben noch sehr viele andere Pflanzenformen, die wiederum sehr unterschiedliche Standort- und Pflegeansprüche stellen. Kultivieren können Sie dabei von Stauden über Sträucher bis hin zu Bäumen, Wasserpflanzen und Farnen nahezu alles, was ihr Herz begehrt. Wichtig ist nur, dass Sie sich vor der Ausbringung einzelner Gewächse gut über diese informieren und die Anforderungen mit den Gegebenheiten ihres Gartens abgleichen. Die meisten Wuchsbedingungen lassen sich jedoch durch geschickte Gärtnerhände ohne Probleme selbst geschaffen. Ob also immergrüne oder sommergrüne Gartenpflanzen, Obst, Gemüse und Arzneipflanzen, Kletterpflanzen, Bäume oder Hecken – Mit etwas Know-How und Übung des grünen Daumens können Sie Ihren Garten ganz nach eigenen Vorstellungen gestalten.