Fetthenne – Pflanzen, Pflege und Vermehren

Fetthenne – Pflanzen, Pflege und Vermehren

© M. Schuppich - Fotolia.com
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Wenn es um unliebsame Kahlstellen im Garten geht, ist die auch als Mauerpfeffer bekannte Fetthenne (Sedum) ein wahres Allround-Talent. Ob sonnenarme Flecken hinterm Haus, zu stark beschienene Dachterrassen oder kultivierunsresistente Kompost- und Mülltonnenareale – Fetthennen gedeihen nahezu unbekümmert überall dort, wo andere Stauden längst die Segel gestrichen haben. Daneben fungiert Mauerpfeffer auch als Gewürz- und Heilpflanze, die dank ihres scharfen Geschmacks faden Gerichten die nötige Würze verleiht und zuverlässig gegen Gesundheitsbeschwerden wie arterielle und dermale Erkrankungen wirkt. Und als böte die Pflanze mit dem sonderlichen Namen durch diese Eigenschaften nicht schon genügend Vorzüge, warten ihre Arten und Sorten zudem auch noch mit einer ungeahnten Farb- und Formvarietät ihrer Blüten auf. Wie Sie Sedum dabei am besten für das Kaschieren unansehnlicher Gartenstandorte oder als Küchen- und Heilkraut verwenden, erfahren Sie hier.

Wissenswertes: Über die Umstände ihrer Namensgebung wird bei der Fetthenne reichlich spekuliert. Einige behaupten, der Name sei den dickfleischigen Blättern, sowie der ungeschlechtlichen Vermehrung der Pflanze gewidmet, welche mit unbefruchteten Hühnereiern assoziiert wurde. Einige Hühnerbesitzer hingegen lassen durchscheinen, dass der Pflanzenname auf die altertümliche Freilandhaltung des Geflügels zurück zu führen sei. Hühner, die sich an Sedum labten, sollen besonders wohlgenährt gewesen sein, sodass sich der gewichtige Effekt in der deutschen Namensgebung niederschlug.


Pflanzung der Fetthenne – Standort und Ablauf

Wie robust Sedum in Bezug auf mögliche Standorte ist, zeigt sich schon an seinem natürlichen Verbreitungsgebiet. Dieses reicht von den gemäßigten Zonen der Nordhalbkugel bis in die subtropischen Regionen Afrikas und Südamerikas. Dabei zählt die Fetthenne zur Pflanzenfamilie der Dickblattgewächse (Crassulaceae), was zweifelsohne ihren fleischigen Blättern zu verdanken ist.

Für eine Kultivierung im Garten kommen bei Sedum sowohl sonnige als auch halbschattige Lagen in Frage. Die große Toleranz der Stauden gilt selbst für den Standortboden, welcher entweder aus lockeren und durchlässigen Sand- oder schweren Lehmböden bestehen darf. Der pH-Wert kann je nach Art von 4 bis 7,5 saurer oder neutraler sein. Einzig was die Nährstoffzufuhr der Böden anbelangt sollte bei Bedarf etwas nachgeholfen werden. Besonders unkomplizierte Sorten des Sedum entstammen diesbezüglich den Arten Prächtige Fetthenne (Sedum spectabile), Rote Fetthenne (Sedum telephium) und Scharfer Mauerpfeffer (Sedum acre).

Unser Tipp: Neben zu kaschierenden Kahlstellen im Garten eignet sich Sedum auch zur Verschönerung von Beeträndern und Rabatten. Besonders gut harmonieren hohe Sorten der Dickblattgewächse dabei mit Astern, Bartfaden, Euphoribien, Skabiosen und Sonnenaugen. Wer die Gewürz- und Heilpflanze Mauerpfeffer dagegen klein aber fein als Bodendecker bzw. im Kräuterbeet ansiedeln möchte, kann es mit Hauswurz, Salbei und Wolfsmilch als Pflanzpartner probieren.


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Einzelheiten zum Standort für Fetthennen:

  • Sedum toleriert sowohl sonnige als auch schattigere Standorte
  • durchlässige Sandböden wie festere Lehmböden sind gleichermaßen akzeptabel
  • Standortsubstrat sollte jedoch nährstoffreich sein
  • pH-Wert des Bodens: je nach Art sauer bis neutral zwischen 4 und 7,5
  • besonders robuste Arten sind Sedum telephium, Sedum spectabile und Sedum acre
  • Pflanzung der Fetthenne in Rabatten oder an hartnäckigen Kahlstellen und Beeträndern
  • Pflanzpartner für hohe Arten: Aster, Bartfaden, Euphoribie, Skabiose und Sonnenauge
  • Pflanzpartner für niedrige Arten: Hauswurz, Salbei und Wolfsmilch
  1. Schritt – Pflanztermin wählen: Pflanzen können Sie Ihre Fetthennen entweder im Frühjahr oder Spätherbst. Eine Pflanzung von Sedum im Frühjahr bietet sich jedoch besonders an, um sich bereits im ersten Standjahr an der prächtigen Blüte der Stauden erfreuen zu können.


  2. Schritt – Boden vorbereiten: Eigentlich ist die Sedum beim Standortboden nicht wählerisch. Man kann sich spätere Düngearbeiten aber zusätzlich erleichtern, wenn man das Substrat vor der Pflanzung mit verschiedenen Nähr- und Mineralstoffen anreichert. Speziell für Kübelpflanzen ist diesbezüglich ein Torfsubstrat zu wählen, das Sie mit je einem Anteil Quarzsand, Bims-Kies und Gartenerde anreichern.


  3. Schritt – Fetthenne pflanzen: Setzen Sie einzelne Stauden der Fetthenne in einem Mindestabstand von 15 bis 20 Zentimetern zu Artgenossen oder Pflanzpartnern. Für den Wurzelballen ist ein Pflanzloch zu bemessen, das etwa den anderthalbfachen Durchmesser des Ballens besitzt. Nach der Pflanzung drücken Sie die Erde um die Stauden des Sedum behutsam fest und sorgen für eine ausreichende Erstbewässerung.

Kurzschritte zum Pflanzen im Überblick:

  • Pflanztermin für Fetthenne: Frühjahr oder Spätherbst
  • Pflanzung im Frühjahr gewährleistet Blüte noch im selben Jahr
  • Standortboden für Sedum bei Bedarf mit Nähr- und Mineralstoffen anreichern
  • für Kübelbepflanzung aufbereitetes Torfsubstrat verwenden
  • Mischverhältnis: 3 Teile Torfsubstrat und je 1 Teil Quarzsand, Bims-Kies und Gartenerde
  • Pflanzloch von 1 ½ Durchmesser des Wurzelballens ausheben
  • einzelne Fetthennen im Abstand von mind. 15 bis 20 cm pflanzen
  • nach der Pflanzung Standorterde festdrücken und Sedum angießen

Pflege der Fetthenne – Tipps zum Düngen, Schneiden und Vermehren

Gegossen wird Sedum wie die meisten Pflanzen mäßig aber regelmäßig. Kleinere Trockenphasen sind hierbei sogar empfehlenswert, da die Stauden der Fetthenne während dieser Zeit in Wuchs und Blattfärbung besser heranreifen. Nutzen können Sie für den Gießvorgang entweder Regenwasser oder kalkarmes bzw. leicht abgestandenes Gießwasser.

Auch beim Düngen gilt im Falle der Fetthennen: Weniger ist mehr. Demzufolge ist eine sparsame Nährstoffgabe geboten, denn ansonsten könnten die fleischigen Dickblattgewächse sehr schnell labil werden und an Blütenreichtum einbüßen. Eine einmalige Gabe von Langzeitdünger während der Vegetationsphase reicht also vollkommen aus, wobei auch diese bei Sedum nicht zu üppig ausfallen sollte.

Kurztipps zum Gießen und Düngen:

  • Fetthenne mäßig gießen und regelmäßig kurze Trockenphasen einplanen
  • Dauer- bzw. Staunässe verursachen blasse Blattfärbung und schmächtigen Wuchs
  • zur Bewässerung entweder Regenwasser oder kalkarmes Leitungswasser nutzen
  • Stauden des Sedum nur sehr selten düngen
  • zu viel Dünger hemmt die Blütenbildung und lässt die Pflanzen weich werden
  • lediglich einmal pro Wachstumsphase dezent mit Langzeitdünger anreichern

Mauerpfeffer ist bis zu -25 °C winterhart und benötigt keinerlei Winterschutz. Auch ein Schnitt ist eigentlich vollkommen unnötig, sofern Sie Ihren Sedum nicht als Gewürz- oder Heilkraut nutzen. Haben Sie dessen Vitaminreichtum, die Würze und Heilwirkung jedoch für sich entdeckt, können Sie zur Weiterverarbeitung entweder die frischen Blätter der Fetthenne zwischen März und April, oder ihre Blüten zwischen Juli und August schneiden.

Ein weiterer Grund zum Rückschnitt von Sedum kann die Entwicklung übermäßiger Blattmasse, sowie die stattliche Wuchshöhe mancher Arten und Sorten sein. Auch entwickeln Fetthennen ab einem gewissen Alter ausgetrocknete Triebe, die dringend einer Kürzung bedürfen. Etwaige Schnittarbeiten werden grundsätzlich nur im Frühling durchgeführt, damit die Stauden des Sedum im Winter noch Nährstoffe aus den eigenen Pflanzenteilen zu ziehen vermögen. Auch dient Fetthenne vielen Vögeln während der kalten Jahreszeit als Futterpflanze, was ebenfalls gegen einen Schnitt vor Frühjahrsbeginn spricht. Sobald die Temperaturen aber milder werden, dürfen Sie alte Triebe großzügig von Ihrem in die Jahre geratenen Sedum abschneiden. Gegebenenfalls ist hier auch eine Verjüngung der Pflanze durchzuführen, welche bei Fetthennen allerdings nicht durch schneiden, sondern durch Wurzelteilung erfolgt.

    Vermehrung durch Wurzelteilung: Die Teilung des Wurzelstocks dient bei der Fetthenne nicht nur dem Verjüngen der Staude, sondern eignet sich auch zum Vermehren eben dieser. Graben Sie zu diesem Zweck den Wurzelballen des Sedum im Frühjahr oder Herbst aus und zerteilen Sie den Wurzelstock an einer geeigneten Stelle mit Hilfe eines Spatens. Die Teilstücke können unmittelbar nach dem Entzweien zurück ins Freiland gepflanzt werden. Gehen Sie hierbei nach der bereits erläuterten Pflanzschrittfolge vor.


    Vermehrung durch Stecklinge: Auch die Stecklingsvermehrung funktioniert bei Sedum relativ unkompliziert. Denkbar ist zum einen die Entnahme von Kopfstecklingen im Frühling nach dem Austrieb. Zum anderen können Sie im Sommer Blattstecklinge abreißen (nicht schneiden). Setzen Sie die Stecklinge in beiden Fällen in durchlässige und magere Freilanderde oder stellen Sie sie für eine Kübelpflanzung bis zur Wurzelung in ein Glas Wasser. Sobald die kleinen Fetthennen ausreichend bewurzelt sind, können Sie an den finalen Standort gepflanzt werden.


    Vermehrung durch Aussaat: Die Blüten des Sedum bringen gegen September/Oktober Balgfrüchte hervor, welche sehr kleine und feine Samen in sich tragen. Um die Staude zu vermehren lassen sich auch diese wunderbar nutzen. Man kann Sie über den Winter entweder stehen und sich im nächsten Frühjahr über Selbstaussaat vermehren lassen, oder das Saatgut im Herbst absammeln und zwischen März und April eigenhändig ausstreuen. Wichtig ist dann aber, die Samen des Sedum nicht mit Erde zu bedecken und nur mit einer Sprühflasche feucht zu halten.

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Kurztipps zum Schneiden und Vermehren:

  • Ernte von Sedum erfolgt im Frühjahr oder Sommer
  • frische Blätter der Pflanze zwischen März und April entnehmen
  • Blüten der Fetthennen werden zwischen Juli und August geschnitten
  • Rückschnitt nur bei älteren Stauden oder sehr üppigem Blattwuchs
  • Schnitt erfolgt im Frühling durch Entferndung alter Triebe
  • für Verjüngung Sedum nicht schneiden sondern Wurzelstock teilen
  • Teilung eignet sich auch zum Vermehren der Pflanze
  • hierfür Wurzelballen der Fetthenne ausgraben und mit Spaten teilen
  • Teilstücke lassen sich danach sofort zurück ins Freiland pflanzen
  • Stecklinge des Sedum entweder vor Frühlingsaustrieb oder im Sommer entnehmen
  • für Freilandnachwuchs Pflanzenstecklinge in durchlässige, magere Erde setzen
  • für Kübelpflanzung Stecklinge bis zur Wurzelung in ein Glas voll Wasser stellen
  • nach Wurzelung junge Nachzucht des Sedum auspflanzen
  • für Vermehrung durch Aussaat Balgfrüchte der Fetthenne einfach stehen lassen
  • gezielte Aussaat der Fetthenne im Frühling ist ebenfalls möglich
  • Saatgut jedoch nicht abdecken und nur mit Sprühwasser feucht halten
  • Sedum ist bis zu -25 °C frosthart und benötigt keinen Winterschutz

Interessante Arten und Sorten des Sedum im Überblick

Je nach angedachtem Verwendungszweck empfehlen sich bei Sedum unterschiedliche Arten. Es gibt bis zu 400 von ihnen, was die Auswahl natürlich deutlich erschwert. Ebenso bieten die jeweiligen Arten verschiedene Einsatzmöglichkeiten. Beispielsweise eignen sich hoch wachsende Exemplare wie Sedum spectabile und Sedum telephium eher für Beet- und Rabattenstandorte. Niedrige Arten wie Sedum cauticola und Sedum spurium machen sich dagegen gut als Bodendecker oder Teppichflor an Mauern. Sedum reflexum oder Sedum acre wiederum sind im Kräuterbeet gut aufgehoben, da sie als Gewürz- und Heilpflanzen gelten. Um ihnen die Entscheidung zu erleichtern und signifikante Unterschiede zwischen einzelnen Arten des Sedum aufzuzeigen, möchten wir ihnen nachstehend einen Überblick zu besonders geeigneten Varianten geben:

SorteBeschreibung
Felsen-Fetthenne
Sedum reflexum
Blütezeit: Juni bis Juli
Blütenfarbe: goldgelbe Blüten, blaugrünes Laub
Wuchshöhe: 10 bis 15 cm
Herkunft: Europa
Eignung für Kultivierung: gut
Besonderheiten: Gewürz- und Heilpflanze; guter Bodendecker
gute Sorten: 'Angelina', 'Cristatum', 'Oracle'
Prächtige Fetthenne
Sedum spectabile
Blütezeit: August bis Oktober
Blütenfarbe: weiße bis kirschrote Blüten, blaugrünes Laub
Wuchshöhe: 30 bis 50 cm
Herkunft: Asien
Eignung für Kultivierung: sehr gut
Besonderheiten: ideal für Staudenbeete und Rabatten
gute Sorten: 'Abendrot', 'Carl', 'Carmen', 'Frosty Morn', 'Ikebana', 'Lisa', 'Neon', 'Iceberg', 'Purple Emperor', 'Red Cauli', 'Rosenteller', 'Stardust', 'Variegatum'
Ockergelbe Fetthenne
Sedum ochroleucum
Blütezeit: Juni bis Juli
Blütenfarbe: hellgelbe Blüten, dunkelgrüne Blätter
Wuchshöhe: 10 bis 30 cm
Herkunft: Europa
Eignung für Kultivierung: gut
Besonderheiten: idealer Bodendecker für Steingärten und Dächer
Rote Fetthenne
Sedum telephium
Blütezeit: Juli bis September
Blütenfarbe: dunkelrosa bis rotbraune Zymenblüten, grünes Laub
Wuchshöhe: 40 bis 60 cm
Herkunft: Arabische Halbinsel, Europa und Nordamerika
Eignung für Kultivierung: sehr gut
Besonderheiten: Giftpflanze; ideal für Kübelpflanzung und Solitär
gute Sorten: 'Herbstfreude', 'Indian Chief', 'Joyce Henderson', 'Karfunkelstein', 'Lynda et Rodney', 'Matrona'
Weiße Fetthenne
Sedum album
Blütezeit: Juni bis Oktober
Blütenfarbe: weiße Rispenblüten, dunkelgrünes Laub
Wuchshöhe: 10 bis 30 cm
Herkunft: Arabische Halbinsel, Europa, Nordafrika
Eignung für Kultivierung: sehr gut
Besonderheiten: Bodendecker; reagiert sensibel auf Nährstoffmangel
gute Sorten: 'Coral Carpet', 'Murale', 'Superbum'
Milder Mauerpfeffer
Sedum sexangulare
Blütezeit: Juli bis August
Blütenfarbe: gelbe Zymenblüten, moosgrünes Laub
Wuchshöhe: 5 bis 15 cm
Herkunft: Europa
Eignung für Kultivierung: gut
Besonderheiten: Gewürz- und Heilpflanze; ideal für Steingärten, Steinmauern, Kiesdächer und Heidebeete
Scharfer Mauerpfeffer
Sedum acre
Blütezeit: Juni bis Juli
Blütenfarbe: goldgelbe Zymenblüten, moosgrünes Laub
Wuchshöhe: 2 bis 10 cm
Herkunft: Arabische Halbinsel, Europa, Nordafrika
Eignung für Kultivierung: sehr gut
Besonderheiten: Gewürzpflanze; ideal für Dach- und Mauerbegrünung
gute Sorten: 'Aureum', 'Yellow Queen'
Türkischer Mauerpfeffer
Sedum lydium
Blütezeit: Juni bis Juli
Blütenfarbe: weiße Schirmblüten, graugrünes Laub
Wuchshöhe: 2 bis 5 cm
Herkunft: Türkei, Arabische Halbinsel
Eignung für Kultivierung: gut
Besonderheiten: Gewürzpflanze, ideal für Steingärten und Steinmauern
Teppich-Sedum
Sedum floriferum
Blütezeit: Juli bis August
Blütenfarbe: gelbe bis orangerote Sternblüten, grünes Laub
Wuchshöhe: 5 bis 15 cm
Herkunft: Japan, Asien
Eignung für Kultivierung: gut
Besonderheiten: bildet üppigen Teppichflor aus
gute Sorten: 'Weihenstephaner Gold', 'Variegatum'
Rosenteppich-Sedum
Sedum cyaneum
Blütezeit: Juli bis August
Blütenfarbe: pinkviolette Rispenblüten, mittelgrünes Laub
Wuchshöhe: 5 bis 10 cm
Herkunft: Ostsibirien, Asien
Eignung für Kultivierung: sehr gut
Besonderheiten: bildet üppigen Teppichflor aus
gute Sorten:¬¬¬ 'Rosenteppich'
Rotblättrides Teppichsedum
Sedum spurium
Blütezeit: Juli bis August
Blütenfarbe: weiße bis rosaviolette Rispenblüten, grünes bis rotes Laub
Wuchshöhe: 5 bis 10 cm
Herkunft: Arabische Halbinsel, Europa
Eignung für Kultivierung: gut
Besonderheiten: ideal für Mauerbepflanzung
gute Sorten: 'Album Superbum', 'Erdblut', 'Fuldaglut', 'Purpurteppich', 'Roseum Superbum', 'Schorbuser Blut', 'Sunset Cloud', 'Tricolor'
September-Sedum
Sedum cauticola
Blütezeit: Juni bis Juli
Blütenfarbe: rosa bis rote Zymenblüten, grünes, rotes oder blaues Laub
Wuchshöhe: 10 bis 25 cm
Herkunft: Japan, Asien
Eignung für Kultivierung: mäßig
Besonderheiten: konkurrenzschwacher Bodendecker
gute Sorten: 'Bertram Anderson', 'Lidakense', 'Robustum'

Fetthenne – Mögliche Schadbilder

Viele Schadbilder, die den Fetthennen gefährlich werden können, gibt es nicht. Einzig die Larven des Rüsselkäfers (Curculionidae) bilden möglicherweise eine Gefahr für den Wurzelbereich der Stauden. Allerdings können die Käfer durch gewissenhaftes Absammeln gut in Schach gehalten werden und auch Nematoden haben sich zur Bekämpfung der Larven bewährt. Sie sollten im Zeitraum von April bis Juni mit dem Gießwasser im Wurzelbereich des Sedum ausgebracht werden. Zur Sicherheit kann eine zweite Nematodengabe zwischen August und Oktober erfolgen.

Fazit

Die Kultivierung von Sedum bringt mehr als nur einen Vorteil mit sich. Zum einen besitzen ihre Arten und Sorten eine unglaubliche Vielfalt an unterschiedlichen Wuchshöhen, Blütenfarben und Blütenformen, sodass sich die Stauden für nahezu jeden Pflanzanlass eignen. Zum anderen zählen Fetthennen in Sachen Pflege zu den wohl unkompliziertesten Gartengewächsen überhaupt. Weder bedarf diese Gattung der Dickblattgewächse eines aufwändigen Gieß- oder Düngeverhaltens, noch benötigen ihre Arten einen komplizierten Formschnitt. Selbst die Vermehrung ist alles andere als umständlich und manche Varianten des Sedum eignen sich sogar als Küchen- und Heilkraut. Machen Sie der Fetthenne also unbedingt ein Plätzchen in Ihrem Garten frei und überzeugen sie sich selbst von ihren Gestaltungs- und Wirkungstalenten.

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