Federbuschstrauch – Standort und Pflege

Federbuschstrauch – Standort und Pflege

© drucki92  - Fotolia.cm
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Die Pflanzenfamilie, zu welcher der Federbuschstrauch (Fothergilla) gehört, trägt die mystische Bezeichnung Zaubernussgewächse. Ähnlich extravagant wie ihr Familienname ist auch das Erscheinungsbild der Federbuschsträucher, deren weiße Blüten vor allem durch ihren ungewöhnlichen Ährenstand auffallen. Ebenso originell sind die Blätter der bis zu 2 Meter hohen Fothergilla. Ihre Färbung reicht im Herbst von orangegelb bis karminrot und bildet in der kühlen Jahreszeit somit einen wunderbaren Akzent.



Federbuschstrauch pflanzen – Standort und Ablauf

Ursprünglich beheimatet ist der Federbuschstrauch in Südostamerika, weshalb er warme und sonnige Standorte bevorzugt. Unter zu wenig Lichteinfall könnte insbesondere die auffallend schöne Herbstfärbung der Blätter leiden. Nichtsdestotrotz sollte die Pflanze vor der prallen Mittagssonne geschützt sein, damit sie durch die Intensität der Sonneneinstrahlung keinen Schaden nimmt. Der optimale pH-Wert des Bodens beträgt zwischen 6,5 und 7,5. Humusreicher Lehmboden begünstigt zudem ein gutes Wachstum.

Federbuschsträucher kommen besonders gut zur Geltung, wenn sie von kleineren Pflanzen flankiert werden. Allerdings ist der Federbuschstrauch auch im Trio mit Flieder und Rhododendron pflanzbar. Dabei sollten die Sträucher in einem Mindestabstand von 1,5 Metern zu Gebäuden oder Strassen stehen, da die Wurzeln ihren Untergrund recht zielstrebig aufzulockern vermögen.

Einzelheiten zum Standort für Federbuschsträucher:

  • Fothergilla bevorzugt sonnigen, aber vor der Mittagshitze geschützten Standort
  • zu viel Schatten schadet der Herbstfärbung der Zaubernussgewächse
  • optimaler pH-Wert für Federbuschsträucher liegt zwischen 6,5 und 7,5
  • nährstoffreicher, lehmiger Boden fördert das Wachstum der Pflanze
  • Sträucher neben Kleinpflanzen, Flieder oder Rhododendron pflanzbar
© farbkombinat - Fotolia.com
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Der Federbuschstrauch wird idealerweise im Frühjahr in die Erde gesetzt. Junge Pflanzen sind in größeren Baumschulen, seltener in Gärtnereien erhältlich. Der Pflanzabstand zu gleichen Exemplaren oder anderen Zaubernussgewächsen beträgt 1 bis 1,5 Meter.

  1. Schritt – Erde vorbereiten: Fothergilla mögen einen Wuchsboden, der humusreich und kalkfrei oder so kalkarm wie möglich ist. Lehmiger Boden kann mit Kompost aufbereitet werden. Ein Vorgießen des Wurzelballens empfiehlt sich, auch bei der Pflanzung im Kübel.


  2. Schritt – Fothergilla pflanzen: Heben Sie für Ihre Federbuschsträucher Pflanzlöcher aus, welche anderthalb Mal so tief und breit wie deren Wurzelballen ist und setzen Sie die Pflanzen anschließend ein. Decken Sie die Sträucher in Folge gut und fest mit Erde zu.


  3. Schritt – Pflanze wässern: Trockenheit wird vom Federbuschstrauch gar nicht vertragen. Den Grundstein für ein gesundes Pflanzenwachstum sollten Sie diesbezüglich also bereits beim Einpflanzen legen. Gießen Sie die Jungpflanze gut an, achten aber Sie darauf, dass keine Staunässe entsteht. Jene könnte zu Wurzelfäule führen und das Anwachsen im Boden erschweren.

Kurzschritte zum Pflanzvorgang im Überblick:

  • Federbuschstrauch im Frühjahr Pflanzen
  • Erde vor dem Einpflanzen mit Humus oder Kompost anreichern
  • Pflanzabstand von 1 bis 1,5 Meter einhalten
  • Wurzelballen der Fothergilla gut mit Erde bedecken
  • Sträucher nach dem Pflanzen gießen aber Staunässe vermeiden

Pflege der Federbuschsträucher – gießen, düngen und schneiden

Wird der Boden für den Federbuschstrauch stets feucht gehalten, fühlen sich Blätter, Blüten und Wurzeln der Pflanze besonders wohl. Gerade während längeren Trockenperioden im Sommer ist ein regelmäßiges Gießen deshalb überlebensnotwendig für die Zaubernussgewächse. Ähnlich wie bei der Bodenqualität wird auch hier kalkfreies Wasser bevorzugt. Leicht abgestandenes, handwarmes Leitungs- oder Regenwasser erfüllt den Zweck diesbezüglich vollkommen.

Damit der Boden das Wasser auch gut speichern kann, ist es hilfreich, die Erde regelmäßig mit Torf anzureichern. Auch moorhaltige Erde kann dem Wuchsboden beigemengt werden. Diese reguliert nicht nur die Feuchtigkeit, sondern versorgt die Federbuschsträucher darüber hinaus auch mit wichtigen Nährstoffen. Im Frühjahr nach der Pflanzung oder auch im späteren Sommer kann zusätzlicher Dünger verwendet werden. Zu empfehlen sind spezielle Düngemittel für Rhododendren. Sie unterstützen den Federbuschstrauch in seinem Wachstum ideal. Nach dem Winter kann nach Bedarf erneut gedüngt werden, um Blüten und Blätter der Fothergilla in ihrer Ausbildung zu fördern.

Kurztipps zum Gießen und Düngen:

  • Erde der Federbuschsträucher stets feucht halten
  • kalkfreies Leitungs- oder Regenwasser verwenden
  • Torf- oder Moorzusätze im Boden speichern Wasser und liefern Nährstoffe
  • für Fothergilla Rhododendrendünger verwenden
  • Herbstfärbung der Blätter und Blütenwachstum wird durch konstantes Düngen gestärkt


Schneiden: Der Federbuschstrauch wächst nur langsam. Ein radikaler Rückschnitt ist daher nicht empfehlenswert. Moderates Auslichten bei zu reichhaltigem Austreiben verschönert allerdings das Gesamtbild der Fothergilla, was jedoch erst ab dem zweiten Wuchsjahr notwendig wird. Schiefwachsende oder optisch unansehnliche Äste können nach Bedarf behutsam am Ansatz entfernt werden.

Überwintern: Zaubernussgewächse sind trotz ihrer tropischen Herkunft extrem frosthart und verkraften mitteleuropäische Wintertemperaturen ohne weitere Probleme. Trotzdem ist es wichtig, zumindest die Wurzeln im Winter vor Frost und weiteren Witterungseinflüssen (z.B. Regen oder Hagelschauer) zu schützen. Dies gelingt am besten, indem Sie den Wurzelbereich der Fothergilla mit Laub bedecken. Reisig oder eine Mulchschicht als Frostschutz ist ebenfalls denkbar. Werden extreme Minustemperaturen erwartet, ist es speziell für junge Exemplare der Federbuschsträucher zudem hilfreich, wenn ihr Stamm einen Kalkanstrich erhält, der die Rinde vor Kälterissen bewahrt.

Vermehren: Die Vermehrung der Federbuschsträucher kann über Stecklinge, Samen und Absenker erfolgen. Allerdings ist es weit einfacher, eine junge Fothergilla zu pflanzen, als bereits vorhandene Sträucher zu Vermehren. Nach der Blüte bilden sich braune Samenkapseln, die gesammelt und zur Anzucht in einen Topf mit Rhododendronerde gesät werden können. In jedem Fall ist es wichtig, dass die kleine Fothergilla an einem warmen, witterungsgeschützten Standort steht. Hohe Luftfeuchtigkeit erhöht dabei die Chance auf Erfolg, weshalb Sie ein Stück Plastik über den Topf stülpen sollten, um die Feuchtigkeit um die Anzuchterde zu halten. Bei einer Vermehrung über Absenker sollten Sie sehr viel Geduld beweisen. Es kann durchaus zwei Jahre dauern, bis sich das Pflanzenstück soweit bewurzelt hat, damit es eigenständig umgepflanzt werden kann.


Kurztipps zum Schneiden, Überwintern und Vermehren:

  • kein radikaler Rückschnitt beim Federbuschstrauch!
  • Gemäßigter Formschnitt und Auslichten erst ab dem zweiten Wuchsjahr
  • Fothergilla ist frosthart bis unter -15 Grad
  • Wurzelbereich bei Frost dennoch mit Reisig, Mulch oder Laub bedecken
  • bei Jungpflanzen Frostrisse an der Rinde durch Kalkanstrich vermeiden
  • Vermehrung über Samen, Absenker oder Stecklinge problematisch
  • Samen nach der Blüte entnehmen und in einem Topf aussäen
  • Luftfeuchtigkeit wirkt positiv auf die Keimung
  • Absenker sind pflanzbar, benötigen für ein Anwurzeln aber bis zu zwei Jahre

Übersicht zu verschiedenen Sorten des Federbuschstrauches

Von der Gattung Fothergilla wurden bislang nur zwei Arten entdeckt. Sie eignen sich gleichermaßen gut für einen Anbau im Garten, unterscheiden sich aber in der herbstlichen Färbung ihrer Blätter, wie folgende Übersicht zeigt:

SorteBeschreibung
Grosser Federbuschstrauch
(Fothergilla Major)
Blütezeit: Mai
Blütenfarbe: weiss
Blätter: grün (Frühling), goldgelb bis orangerot (Herbst)
Wuchshöhe: 150 bis 180 cm
Herkunft: südöstliches Amerika
Eignung für Anbau: gut in Einzelstellung, Terasse
Besonderheiten: Honigduft, langanhaltende Herbstfärbung
Zwerg-Federbuschstrauch
(Fothergilla gardenii)
Blütezeit: April bis Mai
Blütenfarbe: cremeweiss
Blätter: grün (Frühling), gelb bis scharlachrot (Herbst)
Wuchshöhe: 70 bis 80 cm
Herkunft: Nordamerika
Eignung für Anbau: gut als Zierstrauch, Terasse
Besonderheiten: eindrückliche Herbstfärbung

Federbuschstrauch – mögliche Schädlinge und deren Bekämpfung

© Ramona Marina - Fotolia.com
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Der Federbuschstrauch ist sehr resistent gegen Pilze und Ungeziefer. Auf Trockenheit reagieren seine Sträucher jedoch empfindlich und durch Frostschäden an den Wurzeln oder Ästen kann es zu Fäulnis kommen. Auch beeinträchtigt zu wenig Licht Wachstum, Blütenintensität und Herbstfärbung der Sträucher. Wenn Sie die Tipps zur Pflege jedoch befolgen, wird die kalte Jahreszeit von ihren Federbuschsträuchern problemlos überstanden.



Fazit

Fothergilla mögen etwas Geduld und Wachsamkeit bezüglich der Grundfeuchtigkeit benötigen, sind ansonsten jedoch robuste Gartenbewohner. Dank ihrer besonderen Blattfärbung im Herbst wirkt die Pflanze auch nach der Blüte noch lebendig und bildet daher bis zum Winter einen schönen Blickfang im Garten oder auf der Terrasse.

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