Erdbeeren

Erdbeeren

Erdbeeren – Tipps und Informationen zur Erdbeere

Erdbeeren
© Marina Lohrbach – Fotolia.com
Erdbeeren gehören in unseren Breiten schon seit der Steinzeit zu den beliebtesten Früchten. Doch zunächst gab es sie nur in der kleinen, knapp fingernagelgroßen Form, als Walderdbeere. Unsere Vorfahren in der Steinzeit sammelten sie vor allem wegen des aromatischen Geschmacks, später im Mittelalter wusste man auch schon viel über die heilende Wirkung der Frucht wie auch der Blätter. Der botanische Name ist Programm: „fragaria vesca“ heißt nichts anderes als „essbarer Duft“ und tauchte das erste Mal um das Jahr 1330 auf. Erstaunlich ist, dass Erdbeeren auch schon zu dieser Zeit auf größeren Feldern kultiviert wurden.

Nachdem im 16. Jahrhundert kanadische Siedler Erdbeeren fanden, die bis zu viermal größer als die Walderdbeeren der heimischen Art wurden, war es nur noch eine Frage der Zeit, wann sie nach Europa eingeführt werden sollten. Die Scharlach-Erdbeere, wie sie 1623 erstmals in einem Gartenkatalog genannt wurde, erhielt ihren Namen von der besonderen, scharlachroten Farbe und eroberte den europäischen Kontinent für die nächsten zwei Jahrhunderte zunächst als „amerikanische Scharlach-Erdbeere“, später als „Virginia-Scharlach-Erdbeere“, nachdem englische Siedler diese Art entdeckten.

Je mehr die Erdbeeren aus dem amerikanischen Raum an Bedeutung gewannen, umso weniger Einfluss hatte schließlich die einheimische Walderdbeere. Sie wurde wieder in ihren ursprünglichen Lebensraum zurück gedrängt und blieb bis heute dort. Im 17. Jahrhundert entdeckte man eine weitere interessante Erdbeerart – die Chile-Erdbeere. Sie wächst längs der amerikanischen Pazifikküste von Alaska bis zum südlichsten Chile bis zu einer Höhe von 200m. Unsere heutige fruchtige Garten-Erdbeere ist Mitte des 18. Jahrhunderts hervorgegangen aus der Kreuzung der Scharlach-Erdbeere mit der Chile-Erdbeere.

Die Erdbeere in der Botanik

Erdbeeren gehören zu der Ordnung der Rosenartigen, der Rosengewächse und sind mehrjährige krautige niedrig wachsende Pflanzen mit kleinen weißen Blüten. Wer glaubt, dass die Erdbeere zu den Beeren gehört, der ist auf dem Holzweg: Sie gehören tatsächlich zu den sogenannten „Sammelnussfrüchten“ (wie auch die Himbeeren und Brombeeren). Die rote Erdbeere selbst ist eine Scheinfrucht, auf der die eigentlichen Samen (die gelblichen kleinen Nüsse auf der Oberfläche) sitzen. Wenn Tiere oder Menschen die aromatische Frucht essen, scheiden sie später die unverdauten Nüsse wieder aus, die dann wiederum keimen und so die Fortpflanzung ermöglichen.

Die botanischen Namen der oben genannten Erdbeersorten:
Fragaria vesca (die heimische Walderdbeere, wurde bis zum späten Mittelalter angebaut)
Fragaria virginiana (Virginia-Scharlach-Erdbeere, Elternteil der heutigen Garten-Erdbeere)
Fragaria chiloensis (Chile-Erdbeere, Elternteil der heutigen Garten-Erdbeere)
Fragaria ananassa (die heutige Garten-Erdbeere, auch Ananas-Erdbeere genannt)

Erdbeeren im heimischen Garten

Der Anbau von Erdbeeren im eigenen Garten ist nicht gerade mit wenig Arbeit verbunden. Pflanzzeit ist traditionell im Spätsommer, dadurch sind gute Erträge schon im nächsten Jahr zu verzeichnen. Nur in sehr regenarmen Lagen sollten Sie die Pflänzchen erst im Frühjahr aussetzen. Weitergehende Informationen finden Sie auf unserer Spezialseite zum Thema Erdbeeren anpflanzen. Nur so weit dazu: Unkraut, Schnecken und Vögel werden häufig versuchen Ihren Ernte-Erfolg zu schmälern. Es gibt dazu ein paar Tricks und Tipps, die wir Ihnen hier verraten. Erdbeerpflanzen entziehen dem Boden enorm viele Nährstoffe, daher sollten Sie die Pflanzen spätestens nach drei Jahren in ein anderes Beet setzen und dem bis dahin genutzten Gartenstück neue Nahrung gewähren. Hier die wichtigsten Fakten zur Zucht von Erdbeeren im Garten:


  • Pflanzzeit im Spätsommer
  • Erdbeeren sind beliebt bei Vögeln und Schnecken
  • Die Pflanzen sind nährstoffintensiv und sollten nach 3 Jahren umgepflanzt werden


Erdbeeren – ihre Bedeutung in Deutschland

Als zweitliebste Frucht der Deutschen (direkt nach dem Apfel) steigt in unserem Land die Größe der genutzten Produktionsflächen enorm. Innerhalb der letzten zehn Jahre wuchsen diese Zahlen über 50 Prozent. Zwei Drittel der benötigten Erdbeeren werden schon in Deutschland angebaut – mehr als doppelt so viel als vor zehn Jahren. Die Import-Erdbeeren werden kaum noch verkauft, selbst jahrzehntelang exportierende Länder, wie Spanien, Italien und Frankreich importieren mittlerweile deutsche Erdbeeren – man glaubt es kaum.

Doch der Erdbeerverbrauch in Deutschland hat sich nun mal kaum geändert, so dass neue Absatzmärkte für die höheren Produktionszahlen gefunden werden mussten. Der Vorteil war, dass die früheren traditionellen Freilandproduktionen abgelöst und die Felder mittlerweile auf folienbedeckten Freilandflächen oder im Tunnel bestellt wurden.

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Gartenratgeber Erdbeeren
Grundsätzliches

Erdbeeren pflanzen
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