Eberraute

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Eberraute im Garten – Gartentipps zum Colakraut

© VRD - Fotolia.com
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Die Eberraute duftet ein wenig nach Zitronen und Cola und wird daher auch Zitronen- oder Colakraut genannt. Sie wurde früher recht häufig als Heil- und Gewürzpflanze genutzt, findet sich heutzutage aber kaum noch in den Gärten.

Die Eberraute (Artemisia abrotanum) zählt zur Familie der Korbblütler und wird etwa einen Meter hoch. Sie hat graugrüne gefiederte Blätter und blüht ab August. Dann bilden sich unscheinbare kleine gelbe Blüten, in denen hierzulande jedoch keine Samen reifen. Neben ihrer Verwendung als Heil- und Gewürzkraut nutzt man die Eberraute wegen ihres Dufts auch als natürliches Mittel, um Mücken und andere Insekten zu vertreiben. Zu diesem Zweck kann sie in einem Topf auf Balkon oder Terrasse kultiviert werden. Einige Menschen schneiden aber auch einige Zweige von der Eberraute, um sie im Kleiderschrank aufzuhängen und so Motten zu vertreiben und für einen guten Duft zu sorgen.

Die Eberraute im Garten

Die Eberraute wächst am besten an einem sonnigen Standort. Dort darf der Boden ruhig etwas trocken oder kalkhaltig sein, nur für einen guten Wasserabzug sollte gesorgt sein, damit keine Staunässe entstehen kann. In der Pflege ist die Eberraute recht anspruchslos, sie muss nur in längeren Trockenperioden zusätzlich bewässert werden. Weil sie wild in kalten Gegenden wächst, benötigt sie auch keinen besonderen Schutz gegen die Kälte im Winter. Im Frühling können Sie Ihre Pflanze aber etwas zurückschneiden, damit sich wieder neue Triebe bilden. Wenn Sie die Eberraute selbst aussäen möchten, beginnen Sie hiermit am besten im April. Geben Sie die Samen in Aussaatgefäße und drücken Sie sie nur leicht an ohne sie mit Erde zu bedecken. Halten Sie die Erde leicht feucht und pikieren Sie die jungen Pflanzen einzeln in Töpfe, wenn sie einige Blätter gebildet haben. Sobald die Pflanzen etwas größer und kräftiger geworden sind, können Sie sie in den Garten auspflanzen oder weiter in einem Topf kultivieren. Hier werden die wichtigsten Pflanztipps noch einmal aufgezeigt:

  • Einen sonnigen Standort wählen
  • Boden kann trocken oder kalkhaltig sein (Staunässe vermeiden)
  • Bei längeren Trockenperioden zusätzlich bewässern
  • Kein besonderer Schutz gegen Kälte notwendig
  • Aussaat im April in Aussaatgefäßen (nach Blattbildung in einzelne Töpfe pikieren)
  • Später im Garten auspflanzen oder im Topf weiterziehen

Die Eberraute in der Heilkunde

Für einen Tee aus der Eberraute können Sie sowohl frische wie auch getrocknete Blätter verwenden. Geben Sie hierzu ein bis zwei Teelöffel Blätter in eine Tasse und übergießen Sie diese mit kochendem Wasser. Den Teeaufguss lassen Sie etwa zehn Minuten ziehen. Traditionell verwendet man einen Tee aus der Eberraute zur allgemeinen Stärkung der Gesundheit und des Immunsystems. Auch bei Appetitlosigkeit und Magenverstimmungen kann dieser Tee helfen. Soweit Sie die Eberraute vorwiegend als Heiltee verwenden möchten, sollten Sie schon vor der Blüte einige Zweige von der Pflanze schneiden, denn zu diesem Zeitpunkt haben sie die größte Heilkraft. Diese Zweige hängen Sie in einem dunklen und kühlen Raum auf und bewahren die getrockneten Blätter in einem dunklen Behältnis auf. Alternativ können Sie die Blätter als Vorrat auch einfrieren.

Die Eberraute in der Küche

Als Gewürz eignet sich die Eberraute vor allem für fette Speisen, die sich durch die Zugabe von etwas Kraut leichter verdauen lassen. Die Blätter haben jedoch einen bitteren Geschmack, deshalb sollten Sie die Eberraute als Gewürzkraut nur sparsam dosieren. Verwenden Sie am besten nur die Triebspitzen, denn diese sind nicht ganz so bitter. In der Küche nutzt man die Eberraute ähnlich wie den Beifuß, der zur gleichen Pflanzenfamilie gehört.

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