Düngen

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Düngen – was sollte bei der Grunddüngung beachtet werden?

© M. Schuppich - Fotolia.com
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Eine Grunddüngung versorgt den Gartenboden wieder mit allen wichtigen Nährstoffen wie Stickstoff, Kalium und Phosphor. Diese Nährstoffe werden von den Pflanzen über ihre Wurzeln aufgenommen und sorgen bei ihnen für ein gesundes Wachstum. Sie müssen dem Boden daher immer wieder von Neuem zugeführt werden. Je besser diese Versorgung mit Nährstoffen gelingt, desto größer fällt die spätere Ernte aus und desto schöner werden die Zierpflanzen im Garten.



Grunddüngung und Kopfdüngung

Beim Düngen unterscheidet man nach dem Zeitpunkt, zu dem die Düngemittel ausgebracht werden, zwischen der Grunddüngung und der Kopfdüngung. Die Grunddüngung sorgt dafür, dass der Boden ganz Allgemein wieder mit Nährstoffen angereichert wird. Sie wird deshalb immer schon vor der ersten Aussaat bzw. dem Setzen der Pflanzen vorgenommen. Der richtige Zeitpunkt für eine Grunddüngung ist daher das zeitige Frühjahr oder der Herbst, wenn eine Herbstaussaat erfolgen soll. In privaten Gärten kommt hierfür jedoch meist eher das Frühjahr in Frage. Eine Kopfdüngung erfolgt dagegen während der Wachstumsperiode und versorgt die Pflanzen immer wieder mit neuen Nährstoffen. Sie kann daher genau auf die Bedürfnisse einzelner Pflanzen abgestimmt werden, daher gibt es für diesen Zweck spezielle Mittel wie beispielsweise die Tomatendünger oder die Dünger für bestimmte Zierpflanzen.

Düngemittel für die Grunddüngung

  • Kompost
  • Mist
  • Dünger aus dem Handel

Viele Gartenbesitzer verwenden für eine Grunddüngung den Kompost aus dem eigenen Garten, denn auf diese Weise kann Laub und Schnittgut kostenlos entsorgt werden, und gleichzeitig steht auch das Düngemittel kostenlos zur Verfügung. Halter von Tieren können für eine Grunddüngung auch den Mist aus dem Stall nutzen und düngen damit ebenso preiswert. Sollten Sie diese Möglichkeiten nicht haben, können Sie stattdessen einen Dünger aus dem Handel verwenden. Alle Nährstoffe, die Pflanzen für ihr Wachstum benötigen, sind in den sogenannten Volldüngern enthalten. Sie werden aufgrund ihrer Hauptinhaltsstoffe Stickstoff (N), Phosphor (P) und Kalium (K) auch NPK-Dünger genannt.

Die Grunddüngung im Garten

Wenn Sie Ihren Garten optimal vorbereiten möchten, müssen Sie vor der Grunddüngung eine Bodenanalyse machen lassen. Viele Labore bieten die Möglichkeit, eine Bodenprobe einzuschicken, um sie in Bezug auf die Zusammensetzung und die enthaltenen Nährstoffe untersuchen zu lassen. Hierbei wird auch der pH-Wert gemessen. Er spielt für ein gesundes Wachstum ebenfalls eine wichtige Rolle, denn nur bei einem optimalen pH-Wert können die im Boden enthaltenen Nährstoffe von den Pflanzen auch aufgenommen werden. Hin und wieder eine Bodenanalyse machen zu lassen, ist daher durchaus sinnvoll. Zusammen mit den Ergebnissen erhalten Sie von diesen Laboren meist auch eine Empfehlung, wie Sie Ihren Boden am besten düngen sollten.



Die Ausbringung des Düngers

Sie können Ihren Boden

  • per Hand und
  • per Streuwagen

düngen.

Bei der Grunddüngung streuen Sie den Kompost, den Mist oder das Düngemittel aus dem Handel einfach auf Ihren Gartenboden. Falls Sie ein Düngemittel aus dem Handel verwenden, bringen Sie es am Besten mit einem Streuwagen aus, um es möglichst gleichmäßig zu verteilen. Danach arbeiten Sie den Dünger leicht in den Boden ein. Hierfür eignet sich ein einfacher Grubber. Falls Sie zum Zeitpunkt der Grunddüngung den Gartenboden umgraben möchten, können Sie diese beiden Tätigkeiten aber auch miteinander verbinden.

Dünger ist für Ihre Pflanzen wichtig. Die Devise „Mehr hilft mehr“ gilt für das Düngen aber auf keinen Fall, denn eine Überdüngung kann dem Boden, den Pflanzen und beim Gemüseanbau auch Ihrer Gesundheit schaden. Halten Sie sich beim Ausbringen der Düngemittel daher an die Dosierungsempfehlung des Herstellers, um eine Überdüngung zu vermeiden und das ökologische Gleichgewicht in Ihrem Garten zu schützen.

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