Bärlauch im Garten pflanzen

Bärlauch im Garten pflanzen

Bärlauch im Garten pflanzen – Tipps und Infos

© Glaser - Fotolia.com
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Der Bärlauch erfreut sich inzwischen wieder großer Beliebtheit und wird gern als Ersatz für den Knoblauch genutzt. Diese Pflanze können Sie recht gut in Ihrem Garten anbauen, denn als heimische Pflanzenart kommt sie mit den hiesigen Witterungsbedingungen gut zurecht und ist sehr pflegeleicht.



Beschreibung

Der Bärlauch (Allium ursinum) zählt zur Familie der Lauchgewächse und ist daher eng mit dem Schnittlauch und dem Knoblauch verwandt. Seine Heimat liegt in Europa und Asien, wo er hauptsächlich in Wäldern wächst. Dort breitet er sich oft auf großen Flächen aus. Der Bärlauch bildet eine Zwiebel, aus der er schon sehr früh im Jahr wieder austreibt. Hierbei kann er im Laufe seines Lebens eine Höhe von bis zu 50 Zentimetern erreichen. Seine Blütezeit liegt im April und Mai. Dann bilden sich Dolden mit vielen weißen Blüten, die einen angenehmen Duft verströmen.

Bärlauch im Garten

Wenn Sie Bärlauch in Ihrem Garten anbauen möchten, kaufen Sie am besten in einer Gärtnerei eine Pflanze, denn eine Aussaat ist beim Bärlauch recht schwierig und langwierig. Suchen Sie einen etwas beschatteten Standort aus, denn als typische Waldpflanze gedeiht der Bärlauch am besten unter Bäumen oder größeren Gehölzen. Der ideale Zeitpunkt zum Pflanzen ist der Frühling oder der Herbst. Lockern Sie dann zunächst den Boden gut auf und setzen Sie die Pflanze so tief in den Boden, dass die Oberkante des Topfballens mit der Erdoberfläche abschließt. Danach schlämmen Sie den Boden mit reichlich Wasser ein und achten in der folgenden Zeit darauf, dass der Boden feucht bleibt. Wenn Sie gleich mehrere Pflanzen setzen möchten, lassen Sie zwischen ihnen einen Abstand von 20 bis 30 Zentimetern. Der Bärlauch benötigt einen lockeren, feuchten und nährstoffreichen Boden, der ruhig kalkhaltig sein darf.

Bärlauchzwiebeln pflanzen

Alternativ zu einer Topfpflanze können Sie auch Bärlauchzwiebeln kaufen, um sie in Ihrem Garten zu setzen. Bei dieser Variante brauchen Sie allerdings ein wenig Geduld, denn es kann einige Jahre dauern, bis Sie von diesen Pflanzen zum ersten Mal ernten können. Bärlauchzwiebeln setzen Sie am besten zum Ende des Sommers. Hierzu graben Sie Pflanzlöcher in einem Abstand von rund 20 Zentimetern und setzen die Zwiebeln so tief in den Boden, dass sie zwei Zentimeter mit Erde bedeckt sind.

Pflege und Ernte

Abgesehen von ausreichend Wasser braucht der Bärlauch keine besondere Pflege. Auch für einen Winterschutz müssen Sie nicht sorgen, denn er ist gut frosthart. Der Bärlauch erinnert geschmacklich an Knoblauch und wird daher auf recht ähnliche Weise in der Küche genutzt. Bei ihm sind es jedoch die Blätter, die Sie klein geschnitten Ihren Speisen, einem Quark oder einem Dip zufügen. Sie bewahren ihr Aroma am besten, wenn sie nicht erhitzt werden. Die beste Zeit, um Bärlauchblätter zu ernten, sind die ersten Monate des Jahres bis zur Blüte. Danach verlieren sie ihr Aroma und können als Gewürz nicht mehr genutzt werden. Wenn Sie auch danach noch Bärlauch in der Küche verwenden möchten, sollten Sie daher einen Teil der Blätter vor der Blüte abschneiden und als Vorrat einfrieren. Entfernen Sie jedoch nicht alle Blätter, denn der Bärlauch sammelt über die Blätter Nährstoffe und lagert sie in seiner Zwiebel ein. Diese Nährstoffe benötigt er für den Austrieb im folgenden Jahr.



Die Pflanz- und Pflegetipps noch einmal in der Übersicht

  • Pflanzzeit: Frühling oder Herbst (bei Zwiebeln nur im Herbst)
  • Standort: halbschattig (am besten unter Bäumen oder Sträuchern)
  • Pflanzabstand: 20 bis 30 Zentimeter
  • Pflege: für ausreichend Feuchtigkeit sorgen (ggfs. mulchen, damit der Boden nicht austrocknet)
  • Ernte: bis zur Blüte im April/ Mai
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