Aubergine

Aubergine

Aubergine – im Garten pflanzen und pflegen

© Natika - Fotolia.com
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Die Aubergine ist vor allem durch verschiedene Gerichte aus den Ländern rund um das Mittelmeer bekannt und hat dadurch den Weg in die deutsche Küche gefunden. Dieses Gemüse lässt sich auch hierzulande anbauen, die Pflanzen benötigen allerdings etwas mehr Pflege und Aufmerksamkeit als andere Gemüsesorten.

Die Aubergine – Herkunft und Beschreibung

Die Aubergine (Solanum melongena) gehört zur Familie der Nachtschattengewächse und ist daher mit der Kartoffel und der Tomate verwandt. Diese Frucht gibt es in vielen verschiedenen Sorten, am bekanntesten ist aber sicherlich die dunkelviolette und bis zu 20 Zentimeter lange Gattung Solanum melongena var. esculentum. Sie stammt wahrscheinlich aus Asien, wird aber auch in südlichen Ländern Europas schon seit langer Zeit kultiviert. Auberginen können Sie auch in Ihrem eigenen Garten anbauen, sie sind jedoch recht wärmebedürftig und eignen sich daher am besten für ein Gewächshaus oder eine andere Stelle, wo sie vor Regen und Wind geschützt sind.

Die Aussaat von Auberginen

Auberginen bekommen Sie als kleine Pflanzen in den Gärtnereien, Sie können sie aber auch selbst aus Samen ziehen. Mit der Aussaat beginnen Sie am besten schon im Februar, damit die Früchte bis zum Ende des Sommers genügend Zeit haben, an der Pflanze auszureifen.

Die Auberginensamen legen Sie etwa einen Zentimeter tief in Anzuchterde und drücken die Erde etwas an. Danach befeuchten Sie die Erde und stellen die Töpfe an einen hellen, aber nicht zu sonnigen Platz mit einer Temperatur von mindestens 20° C. Die Samen keimen innerhalb von etwa zwei Wochen und werden, nachdem sie einige Blätter gebildet haben, einzeln in kleine Töpfe pikiert. Ins Freie dürfen die Jungpflanzen erst, wenn es keine Nachtfröste mehr gibt.

Der Standort für den Anbau von Auberginen

Für Ihre Auberginen benötigen Sie einen Standort, an dem der Boden nährstoffreich und feucht ist. Außerdem sollte die Erde durchlässig sein, damit sich im Wurzelbereich kein Wasser staut. Sollte Ihnen kein Gewächshaus zur Verfügung stehen, wählen Sie stattdessen einen geschützten, sonnigen und möglichst überdachten Platz beispielsweise an der Hauswand in Richtung Süden. Die Aubergine bildet lange Triebe. Sie benötigen daher einige Stäbe oder Schnüre, an denen Sie die Triebe festbinden. Diese sollten etwa einen bis eineinhalb Meter hoch sein.

Die Pflege der Pflanzen

Bei den Auberginen mit großen violetten Früchten sollte der Abstand zwischen mehreren Pflanzen etwa 50 Zentimeter betragen, bei kleineren Sorten entsprechend weniger. Setzen Sie vor dem Pflanzen schon die Stäbe in den Boden, damit Sie die Wurzeln später nicht verletzen.

Gießen Sie Ihre Auberginen regelmäßig, aber nur mäßig. Wie die Kartoffeln und die Tomaten können auch Auberginen von der Kraut- und Braunfäule befallen werden. Achten Sie daher auch bei den Auberginenpflanzen darauf, dass Sie die Blätter beim Gießen möglichst nicht befeuchten, denn über die nassen Blätter breitet sich diese Pilzkrankheit besonders schnell aus. Um die Ernte zu steigern, können Sie Ihren Pflanzen etwas Dünger verabreichen. Hierfür eignet sich ein Gemüsedünger oder ein Tomatendünger.

Eine Auberginenpflanze sollte maximal aus einem Haupttrieb und drei Seitentrieben bestehen, denn sonst ernten Sie nur wenige und sehr kleine Früchte. Entfernen Sie daher bei Bedarf die überzähligen Seitentriebe mit einem scharfen Messer. Wenn Sie große Auberginen ernten möchten, sollten Sie außerdem nicht mehr als zwei Früchte an jedem Trieb wachsen lassen.

Die Pflegetipps in der Übersicht:

  • einen sonnigen und geschützten Standort wählen
  • regelmäßig, aber nicht zu viel gießen (nicht auf die Blätter!)
  • mit Tomaten- oder Gemüsedünger versorgen
  • überzählige Triebe und Früchte entfernen (alle übrigen Triebe an Stäben oder Schnüren festbinden)

Je nach Wetterlage und Aussaattermin beginnt die Ernte der Auberginen zwischen Juli und September. Geerntet werden die Auberginen mitsamt des Stiels, wenn ihre Oberfläche glänzt. Warten Sie aber nicht zu lang, denn wenn die Früchte schon an der Pflanze weich werden, beginnen sie schnell zu faulen. Nach dem Pflücken halten sich die Auberginen noch bis zu zwei Wochen, Sie können sich daher ruhig etwas Zeit lassen, wenn Ihnen noch ein geeignetes Rezept für die Zubereitung fehlt.

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