Tomaten pflanzen

Tomaten pflanzen

Tomaten pflanzen – wie kann ich im Garten Tomaten anbauen?

© JackF - Fotolia.com
© JackF – Fotolia.com

Beim Anbau von Tomaten im eigenen Garten haben Sie die Wahl zwischen den Tomatensorten, die lange Ranken bilden und dabei sehr hoch werden, und den Strauchtomaten, die relativ niedrig bleiben. Außerdem gibt es inzwischen eine Vielzahl Sorten, die sich in Form und Farbe ihrer Früchte unterscheiden. In dieser Hinsicht wären beispielsweise die großen Fleischtomaten, die etwas kleineren Rispentomaten oder die ganz kleinen Cocktailtomaten zu nennen. Außerdem gibt es Sorten, die keine roten, sondern gelbe, orangefarbene oder fast weiße Früchte bilden. Einige Züchter bieten sogar Sorten mit mehrfarbigen oder gestreiften Tomaten an.

Die Aussaat

Mit dem Vorziehen von Tomatenpflanzen können Sie schon im Februar beginnen. Dann füllen Sie kleine Töpfe oder Schalen mit Anzuchterde, legen die Samen hinein und bedecken diese mit nur wenig Erde. Befeuchten Sie die Erde und halten Sie sie in der folgenden Zeit immer leicht feucht, aber nicht zu nass. Die Anzuchtgefäße stellen Sie an einen hellen Ort, wo die Temperatur bei rund 20°C liegen sollte. Eine Fensterbank ist daher gut geeignet, wenn Sie schon frühzeitig mit der Aussaat beginnen möchten. Für eine spätere Aussaat eignet sich aber auch ein Frühbeet oder ein Gewächshaus. Wenn die Samen gekeimt haben und die Sämlinge einige Blätter gebildet haben, pikieren Sie die kleinen Pflänzchen einzeln in kleine Töpfe.

Das Auspflanzen in den Garten

Setzen Sie Ihre jungen Tomatenpflanzen erst dann in den Garten, wenn Sie sicher sind, dass es keine Nachtfröste mehr gibt. Falls Sie Ihre Tomaten im Freiland anbauen möchten, warten Sie daher am besten bis nach den Eisheiligen Mitte Mai. In ein Gewächshaus können Sie Ihre Tomaten natürlich schon etwas früher auspflanzen. Diese Variante ist grundsätzlich zu empfehlen, denn hierzulande sind die Sommer oft zu feucht und zu nass für den Anbau von Tomaten, sodass die Ernte beim Anbau im Freiland oft nur spärlich ausfällt. Falls Sie kein Gewächshaus besitzen, können Sie stattdessen ein kleines Tomatenhäuschen verwenden. Für die nötige Wärme und den Schutz vor Feuchtigkeit sorgt aber auch eine einfache Haube aus einem Vlies, das Sie über Ihre Pflanzen stülpen.

Achten Sie beim Auspflanzen auf den nötigen Abstand zwischen den einzelnen Pflanzen. Wie groß dieser Abstand sein muss, ist abhängig von der Sorte, die Sie gewählt haben. Strauchtomaten wachsen eher in die Breite, gewöhnliche Tomaten bilden lange Ranken in die Höhe und können daher etwas dichter gepflanzt werden. Bei letzteren sollten Sie möglichst schon vor dem Setzen der Pflanzen eine Rankhilfe aufstellen, damit Sie die Wurzeln der Tomaten später verletzen. Wenn die Pflanzen dann eine entsprechende Höhe erreicht haben, binden Sie diese an der Rankhilfe fest. Tomaten benötigen ausreichend Nährstoffe, damit sich viele Früchte bilden. Ein mit Kompost angereicherter Boden ist daher gut geeignet. Anstelle von Kompost können Sie hierfür aber auch einen Tomatendünger verwenden.

Aussaat und Pflege im Überblick:

  • Ab Februar Pflanzen vorziehen
  • Ab Mitte Mai auspflanzen (keine Fröste mehr, im Gewächshaus früher)
  • Gewächshäuser sorgen durch Nässeschutz häufig für eine höhere Ernteausbeute
  • Für einen Schutz vor Nässe und Kälte sorgen
  • Je nach Sorte entsprechenden Abstand halten
  • Ausreichend gießen und düngen
  • Beim Gießen nicht die Blätter nässen
  • Rankende Sorten ausgeizen

Die Pflege der Tomaten

Bei regnerischem Wetter werden Tomaten schnell von der Kraut- und Braunfäule befallen. Hierbei handelt es sich um einen Pilz, der sich besonders schnell ausbreitet, wenn die Blätter der Tomaten nass sind. Achten Sie daher beim Gießen darauf, dass Sie die Blätter nicht befeuchten und gießen Sie vor allem bei Trockenheit reichlich, damit sich viele Tomaten bilden. Für eine gute Nährstoffversorgung während des Wachstums verwenden Sie wiederum einen Tomatendünger. Beachten Sie hierbei die Dosierungsempfehlung des Herstellers auf der Verpackung.

Das Ausgeizen der Triebe

Bei den rankenden Tomatensorten entfernen Sie die seitlichen Triebe, sodass nur der Haupttrieb und höchstens ein weiterer Nebentrieb stehen bleibt. Sonst würden die Pflanzen zu sehr in die Breite wachsen und könnte das spätere Gewicht der Tomaten nicht tragen. Falls Sie noch Platz haben, können Sie die entfernten Triebe als Stecklinge verwenden und aus ihnen weitere Tomatenpflanzen ziehen. Bei den Strauchtomaten ist das Ausgeizen nicht nötig, denn diese Sorten bleiben ohnehin relativ niedrig und sollen deshalb viele Nebentriebe bilden, an denen Früchte wachsen.

Die Kommentare sind geschloßen.