Möhren pflanzen

Möhren pflanzen

Möhren pflanzen – wie lassen sich Karotten anbauen?

© Stefan Körber - Fotolia.com
© Stefan Körber – Fotolia.com

Möhren gehören zu den beliebtesten Gemüsearten, denn sie schmecken sowohl gekocht wie auch roh als kleiner Snack. Sie lassen sich außerdem relativ leicht im eigenen Garten anbauen und können über Monate immer wieder nachgesät werden, um laufend frisches Gemüse zu ernten.



Termine für die Aussaat

Die Samen von Möhren benötigen eine Temperatur von nur etwa 5°C um zu keimen. Sie können daher schon ab März mit der Aussaat im Freiland beginnen, soweit die Außentemperaturen wieder bis in diesen Bereich angestiegen sind und der Boden nicht mehr gefroren ist. Eine frühzeitige Aussaat ist dann sinnvoll, wenn Sie schon im Frühling zum ersten Mal ernten möchten. Ansonsten dürfen Sie sich ruhig etwas mehr Zeit lassen, denn eine Aussaat von Möhren ist bis einschließlich Juni möglich. Ebenso können Sie aber auch von März bis Juni immer wieder nachsäen, um laufend frisches Gemüse zu ernten.

Der Standort

Für den Anbau von Möhren wählen Sie einen möglichst sonnigen Standort in Ihrem Garten. Achten Sie darauf, den Boden vorher gut aufzulockern und Steine und andere Fremdkörper zu entfernen. So sorgen Sie dafür, dass die Wurzeln ungehindert in die Tiefe wachsen können und gerade bleiben. Falls Sie einen sehr schweren und dichten Boden haben, können Sie etwas Sand in die Erde mischen, um ihn durchlässiger zu machen, damit sich kein Wasser staut.

Die Aussaat

Zum Säen der Möhrensamen ziehen Sie in das vorgesehene Beet Rillen, die etwa zwei Zentimeter tief sein sollten. Wenn Sie mehrere Reihen Möhren anbauen möchten, lassen Sie zwischen den Reihen einen Abstand von etwa 30 Zentimetern. Möhrensamen sind sehr klein, mischen Sie sie daher am besten mit etwas Sand, damit sie sich leichter streuen lassen und die Möhren später nicht zu dicht stehen. Nachdem Sie die Samen ausgebracht haben, decken Sie sie mit Erde ab und bewässern das Beet. Achten Sie in der folgenden Zeit darauf, dass die Erde immer ein wenig feucht bleibt. Innerhalb von zwei oder drei Wochen sollten die ersten Pflänzchen aus dem Boden sprießen.

Die weitere Pflege

Möglicherweise stehen die jungen Pflanzen nach der Aussaat zu dicht. Entfernen Sie daher gegebenenfalls einige Pflanzen, damit jede eine ansehnliche Wurzel entwickeln kann. Zwischen den einzelnen Möhren sollte etwa fünf Zentimeter Platz bleiben. Während ihres Wachstums brauchen Möhren eine gleichmäßige Bodenfeuchte, denn sonst platzen sie leicht auf. Achten Sie daher in trockenen Zeiten auf die nötige Bewässerung. Entfernen Sie auch das Unkraut regelmäßig aus den Beeten. Falls der obere Teil der Wurzeln aus der Erde herausragt, häufeln Sie etwas Erde darüber. Dadurch verhindern Sie, dass der obere Abschnitt grün und damit ungenießbar wird. Der Bedarf an Stickstoff ist bei Möhren im Vergleich mit anderen Gemüsearten gering, dafür brauchen sie umso mehr Kalium. Wenn Sie zusätzlich düngen möchten, sollten Sie daher auf ein entsprechendes Verhältnis achten. Grundsätzlich müssen Sie Ihre Möhren aber nicht unbedingt düngen, denn sie benötigen von Natur aus nur wenig Nährstoffe.

Ernte und Lagerung

Die Ernte der Möhren beginnt, wenn sie die von Ihnen gewünschte Größe erreicht haben. Wann dieser Zeitpunkt gekommen ist, hängt von der gewählten Sorte ab. Frühe Sorten können schon zwei bis drei Monate, späte Sorten erst sechs bis sieben Monate nach der Aussaat geerntet werden. Ziehen Sie dann die Möhren einfach mit dem Grün aus dem Boden. Überzählige Möhren, die Sie nicht sofort verbrauchen, lassen sich wahlweise einfrieren oder einkochen. Auch die Einlagerung in einer Erd- oder Kellermiete, aus der Sie den ganzen Winter über frische Möhren entnehmen können, ist möglich. Für diese Lagerung eignen sich jedoch nur die späten Sorten.



Die Bekämpfung der Möhrenfliege

Möhrenfliegen können große Schäden an den Möhren anrichten. Dann zeigen sich braune Stellen an den Möhren, bei denen es sich um die Fraßgänge der Möhrenfliegenlarven handelt. Möhrenfliegen legen ihre Eier, aus denen diese Larven schlüpfen, in den Beeten nah an den Wurzeln ab. Falls Sie immer wieder Probleme mit Möhrenfliegen haben, decken Sie das Beet daher am besten mit einem Netz aus einer Gärtnerei ab. Ansonsten können Sie aber auch eine Sorte anbauen, die gegen einen Befall mit Möhrenfliegen weniger anfällig ist. Hier noch einmal die wichtigsten Pflanztipps in Bezug auf die Karotte:

  • Keimtemperatur von 5°C (ab März möglich, auch mehrfaches Säen für regelmäßig frische Karotten denkbar)
  • Möglichst sonnigen Standort wählen
  • Erde lockern, Steine entfernen
  • Samen in vorgefertigte Rillen geben (bei mehreren Reihen 30 cm Platz lassen)
  • Während des Wachstums die Erde feucht halten
  • Unkraut regelmäßig entfernen
  • Düngung ist nicht notwendig (wenn, dann kaliumhaltigen Dünger verwenden)
  • Späte Sorten lassen sich gut lagern
  • Gegen Möhrenfliegen ein Netz nutzen oder resistente Sorten wählen

Wer diese Pflanztipps beachtet, kann stetig leckere Mögen ernten und seinen Gemüsegarten bereichern.

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