Möhre

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Möhren – Infos und Tipps zur Möhre (Karotte)

© valery121283 - Fotolia.com
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Möhren (auch Daucus carota) werden regional auch Mohrrüben, Gelbe Rüben, Karotten oder Wurzeln genannt. Dieses Gemüse ist schon seit der Antike bekannt und gehört heute zu den am häufigsten angebauten Gemüsearten in Deutschland. Dies ist nicht nur auf den Geschmack der Möhren, sondern auch auf ihren gesundheitlichen Aspekt und die große Vielfalt bei den Sorten zurückzuführen. Sie gehört zur Familie der Doldenblütler und erfreut sich nach wie vor einer sehr großen Beliebtheit.



Sorten nach Kulturdauer

Möhren unterscheidet man in frühe und späte Sorten. Frühe Sorten benötigen von der Aussaat bis zur Ernte zwei bis drei Monate. Bei den späten Möhrensorten ist die Kulturdauer mit sechs bis sieben Monaten sehr viel länger, sie haben jedoch den Vorteil, dass sie sich sehr gut für den Winter einlagern lassen, sodass bei einer Lagerung an einem geeigneten Ort den ganzen Winter über frisches Gemüse zur Verfügung steht. Außerdem gibt es weitere Sorten, die in ihrer Kulturdauer zwischen den frühen und den späten Sorten liegen und im Laufe des Sommers geerntet werden.

Möhrensorten nach Form, Farbe und Geschmack

Die bekannteste Form der Möhre ist sicherlich die längliche, unten etwas spitz zulaufende Frucht. Daneben gibt es aber auch Züchtungen, die am unteren Ende stumpf sind oder die von Natur aus klein bleiben. Letztere eignen sich besonders gut für den Rohverzehr und als Proviant für Schule und Beruf. Einige Möhrenarten wie die Roten Riesen werden besonders groß, klein und rund sind dagegen Sorten wie die Pariser Möhren. Auch die typische orange Farbe der Möhren wurde inzwischen durch Züchtungen ergänzt, bei denen sich weiße, gelbe oder sogar violette Rüben bilden. Geschmacklich unterscheiden sich die einzelnen Möhrensorten hauptsächlich durch ihre Süße, die sich durch den unterschiedlich hohen Zuckergehalt ergibt.

Gegen Krankheiten resistente Sorten

Möhren können von der Möhrenfliege befallen werden, die ihre Eier in der Nähe der Wurzeln ablegt. Die daraus schlüpfenden Larven ernähren sich von den Wurzeln und können, wenn sie in einer großen Anzahl auftreten, zu einem totalen Ausfall der Ernte führen. Um dies zu verhindern, gibt es Sorten, die gegen den Befall mit Möhrenfliegen besonders resistent sind. Diese Sorten sind vor allem dann zu empfehlen, wenn es im vorangegangen Jahr bereits einen Schaden durch Möhrenfliegen gegeben hat, denn die Insekten überwintern als Puppen im Boden.



Möhrenanbau im Garten

Möhren wachsen besonders gut auf einem leicht sandigen Boden und benötigen einen sonnigen Standort. Vor allem bei den Sorten, die eine lange Wurzel bilden, ist es wichtig, dass der Boden locker ist, damit die Wurzel ungehindert in die Tiefe wachsen kann. Steine im Boden können in dieser Hinsicht sehr hinderlich sein, denn dann werden die Möhren schief und lassen sich dementsprechend schlecht verarbeiten. Sorgen Sie daher für gute Bedingungen, damit der Anbau Ihrer Möhren gelingt. Mit der Aussaat können Sie schon ab März beginnen, vorausgesetzt der Gartenboden ist zu diesem Zeitpunkt wieder aufgetaut und die nächtlichen Temperaturen liegen über 5°C. Wenn Sie das ganze Jahr über mit frischen Möhren versorgt sein möchten, pflanzen Sie am besten sowohl frühe wie auch späte Sorten an. Hier noch einmal die wichtigsten Infos zur Möhre:

  • Wird auch Karotte, Mohrrübe, Gelbe Rübe oder Wurzel genannt
  • Gehört zur Familie der Doldenblütler
  • Je nach Kulturdauer, Form, Farbe und Geschmack werden verschiedene Sorten angebaut
  • Hoher Carotingehalt sorgt für Beitrag zur Gesundheit
  • Vor allem für kleine Kinder ein sehr wertvolles Nahrungsmittel

Möhren sind vor allem wegen ihres hohen Carotingehalts, der einen guten Einfluss auf die Sehkraft haben soll, sehr gesund. Sie enthalten aber auch viele Vitamine und Mineralstoffe, die den Magen- und Darmtrakt sowie andere Organe unterstützen. Eine besonders große Rolle spielen Möhren bei der Ernährung von kleinen Kindern, Erwachsenen schmecken sie aber meist ebenso gut.

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