Lauch – Anbauen, Standort und Ernte

Lauch – Anbauen, Standort und Ernte

Ob Schnittlauch, Knoblauch, Zwiebeln oder der als Sommer- bzw. Winterlauch bekannte Porree, sie alle gehören zur Gattung Lauch (Allium) und sind essenzielle Kochzutaten in fast jeder Nationalküche dieser Welt. Grund hierfür ist ihr äußerst vielseitiger Würzgeschmack, der nicht nur Suppen und Soßen das gewisse Etwas verleiht. Auch Fleischgerichte, Salate und Gemüsebeilagen kommen kaum ohne Lauch als Zutat aus. Während Porree dabei durchaus als eigenständige Gemüsebeilage oder Suppengemüse zum Einsatz kommt, sind Laucharten wie Knoblauch, Schnittlauch und Zwiebeln beliebte Würzkräuter. Wie Ihnen der Anbau von Lauch auch im eigenen Garten gelingt, verraten wir Ihnen in diesem Ratgeber.



Anbau von Lauch – Standort und Ablauf

Lauch gehört zur Familie der Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae) und hier speziell zur Unterfamilie der Lauchgewächse (Allioideae). Seine Arten stammen überwiegend aus Asien oder Europa, weshalb sie sich gegen die kalten Temperaturen hierzulande gut behaupten. Vor allem Porree lässt sich deshalb bei uns ganzjährig als Sommer- oder Winterlauch kultivieren. Insgesamt weisen Laucharten eine beachtliche Winterhärte von bis zu -23 Grad auf.

Egal, ob sie sich nun für Porree, Schnittlauch oder eine andere Lauchart entscheiden, Allium benötigt grundsätzlich einen geschützten, sowie sonnigen bis halbschattigen Standort. Das Standortsubstrat sollte einen schwachsauren bis neutralen pH-Wert von etwa 6,0 bis 7,5 Punkten aufweisen und für die Bedürfnisse des Lauchs tiefgründig aufgelockert werden. Ist der Boden zudem noch frisch, mäßig feucht und bietet ein großzügiges Maß an Nährstoffen, fühlt sich Lauch im Gartenbeet rundum Wohl. Gute Pflanzpartner für die Lauchgewächse sind unter anderem Dill, Kohl, Möhren, Salat, Sellerie, Tomaten und Rote Beete.

Anbautipp: Der würzige Geruch von Laucharten ist in der Küche zwar unverzichtbar, Schädlinge hingegen machen oft einen hohen Bogen um das intensive Aroma. Aus diesem Grund eigenen sich Laucharten wunderbar zur Schädlingsabwehr und können außer im Gemüse- und Kräuterbeet auch im Blumenbeet nützlich sein.

Einzelheiten zum Standort für Lauch:

  • Lauch ist relativ anspruchslos, benötigt aber einen geschützten Standort
  • ein Anbau von Allium in der Sonne oder im hellen Halbschatten ist ratsam
  • Standortsubstrat sollte nährstoffreich, mäßig feucht und gut aufgelockert sein
  • pH-Wert des Bodens: schwach sauer bis neutral, zwischen 6,0 und 7,5
  • gute Beetnachbarn: Dill, Kohl, Möhren, Salat, Sellerie, Tomaten und Rote Beete
  • Allium ist je nach Art und Sorte bis zu -23 °C winterhart
  • dank seines Geruchs kann er auch im Blumenbeet als Schädlingsabwehr fungieren

 

auch Knoblauch und Zwiebeln gehören zu den Laucharten

1. Schritt – Wahl des Aussaat- oder Setztermins: Wann der richtige Zeitpunkt zur Aussaat von Lauch gekommen ist, hängt stark von der Art bzw. Sorte des Lauchs ab. Im Sommer gedeihende Varianten wie Sommerlauch lassen sich diesbezüglich schon ab Februar oder März vorziehen und werden dann gegen April bis Mai ins Freiland umgesiedelt. Für späte Ernten, wie sie beispielsweise beim Winterlauch angestrebt werden, sollte die Aussaat hingegen erst im April, das Setzen dann im Juli erfolgen.

2. Schritt – Bodenvorbereitung: Wie Kohl gehört auch Lauch zu den sogenannten Starkzehrern, was bedeutet, dass die Nutzpflanze für eine gesunde Entwicklung äußerst viele Nährstoffe benötigt. Reichern Sie das Standortsubstrat deshalb schon vorab mit Kompost, Stallmist oder einer Jauche aus Brennnesseln oder Rasenschnitt an. Da es sich bei Laucharten um Zwiebel- oder Knollenpflanzen handelt, die im Boden bisweilen einiges an Platz benötigen, sollten Sie die Erde vor dem Anbau auch unbedingt von störenden Bodenhindernissen befreien, das Substrat tiefgründig umgraben und es anschließend feinkrümelig aufbereiten. Bei Porree im Speziellen erfolgt die Bodenvorbereitung etwa zwei bis drei Monate vor der eigentlichen Aussaat bzw. vor dem Setzen der Pflanzen ins Freiland.

3. Schritt – Aussaat von Lauch (optional): Wer Allium vorziehen möchte, was nicht selten der Krankheits- und Schädlingsresistenz von Laucharten zu Gute kommt, der sät die Samen des Amaryllisgewächses am besten in einen mit Anzuchterde gefüllten Topf. Dieser sollte einen Durchmesser von mindestens 5 cm haben und bis zur Ausbringung ins Freiland auf der warmen Fensterbank verwahrt werden. Bringen Sie das Saatgut in einer Tiefe von 1 cm aus und bedecken Sie die Anzucht danach locker mit Erde. Eine konstante Raumtemperatur von 16 Grad, sowie eine regelmäßige Bewässerung sorgen in Folge schon binnen der ersten zwei Wochen für die Keimung.

Lauchzwiebeln | © Das Grüne Archiv

4. Schritt – Setzen der Jungpflanzen: Sobald die jungen Lauchpflanzen eine Größe von 5 cm erreicht haben und die Außentemperaturen einigermaßen stabil sind, kann Allium ins Freiland umziehen. Hierbei ist zu beachten, dass Lauch ab einer Größe von 10 bis 15 cm noch einmal vereinzelt werden sollte, um den unterirdischen Zwiebelknollen der Pflanze ein gutes Wachstum zu ermöglichen. Insgesamt muss zwischen einzelnen Pflanzen je nach finaler Wuchshöhe ein Abstand von 10 bis 15 cm, sowie ein Reihenabstand von 20 bis 30 cm eingehalten werden. Die Setztiefe beträgt je nach Art und Sorte 5 bis 10 cm, wobei etwaiges Anzuchtsubstrat als Füllung für die Pflanzlöcher dienen darf.

5. Schritt – Erstbewässerung der Jungpflanzen: Nach dem Setzen ins Freiland muss Allium für gewöhnlich gut bewässert werden. Porree benötigt hier sogar ein Einschlämmen der Erde. Das richtige Maß an Bewässerung richtet sich demnach ebenso wie die Pflanzabstände im Beet nach der finalen Wuchshöhe der Laucharten.

Kurzschritte zum Anbau im Überblick:

  • Aussaattermin für Lauch: Februar – März bei Frühsorten, April für Spätsorten
  • Setztermin für Lauch: April – Mai für Frühsorten, Juli für Spätsorten
  • Standortboden im Freiland 2 – 3 Monate vor dem Setzen gut vorbereiten
  • Substrat tiefgründig, sowie feinkrümelig auflockern und von Hindernissen befreien
  • danach Boden mit Kompost, Mist, Rasenschnitt- oder Brennnesseljauche anreichern
  • Aussaat von Allium in mit Anzuchtsubstrat gefüllten, mind. 5 cm x 5 cm großen Töpfen
  • Saattiefe beträgt 1 cm, die ideale Raumtemperatur 16 °C
  • ab einer Größe von 5 cm jungen Lauch ins Freiland umsetzen
  • dabei eine Setztiefe von 10 cm einhalten
  • ab einer Größe von 10 – 15 cm Allium nochmals pikieren
  • finaler Pflanzabstand: je nach Art und Sorte 10 bis 15 cm
  • finaler Reihenabstand: je nach Art und Sorte 20 bis 30 cm
  • die Erstbewässerung erfolgt bei Arten wie Porree durch Einschlämmen des Bodens

 

Lauch im Beet | © Das Grüne Archiv

Pflege des Lauchs – gießen, düngen und ernten

Inwiefern eine intensive Bewässerung nach dem Auspflanzen ins Freiland nötig ist, kann von Lauch zu Lauch verschieden sein. Kleinwüchsige Laucharten wie Knoblauch und Schnittlauch sind diesbezüglich zum Beispiel sehr genügsam. Großwüchsiger Lauch in Form von Porree oder Zwiebeln zeigt sich hingegen deutlich bewässerungsintensiver. Hier könnte in Abhängigkeit von der Jahreszeit eine wöchentliche oder gar tägliche Wassergabe notwendig werden.

Die Wuchshöhe und Zwiebelgröße des Lauchs entscheidet auch über dessen Nährstoffanspruch. Während Schnitt- und Knoblauch gut ohne Düngung auskommen, sind Nährstoffgaben bei Porree beispielsweise unabdingbar. Normalerweise werden Sommer- und Winterlauch hier monatlich mit Brennnessel- oder Grasjauche gedüngt. Auch flüssiger Gemüsedünger ist denkbar, solange dieser nur einen hohen Stickstoffgehalt aufweist.

Kurztipps zum Gießen und Düngen:

  • kleinwüchsige Laucharten benötigen nur wenig Wasser und Dünger
  • großwüchsiger Lauch, vor allem Porree, ist etwas pflegeintensiver
  • die Bewässerung findet hier wöchentlich, an heißen Tagen täglich statt
  • das Düngen erfolgt monatlich mit Brennnessel- oder Grasjauche
  • alternativ ist stickstoffhaltiger Gemüsedünger sinnvoll

 

Außer Gießen und Düngen ist weitere Pflege bei den wenigsten Laucharten nötig. Allenfalls Porree sollte im Wachstumsverlauf gelegentlich durch Erdanhäufelungen gebleicht und zum Geschmackserhalt frühzeitig von seinen geschlossenen Blütenständen befreit werden. Die Ernte von Lauch ist dann meist zwei bis sechs Monate nach dem Anbau möglich. Geht es um Frühsorten wie den Sommerlauch, sollte die Ernte hier bis zum ersten Frost abgeschlossen werden. Spätsorten wie Winterzwiebeln oder Winterlauch halten frostige und kalte Temperaturen dagegen problemlos aus, wenngleich Sie auch hier nur an frostfreien Tagen ernten sollten.

Wenn Sie möchten, dass ihr Lauch nach dem Abernten ein weiteres Mal austreibt, empfiehlt es sich, nur das oberirdische Pflanzengrün abzuschneiden. Dies ist natürlich nur dann möglich, wenn es nicht wie bei Zwiebeln und Knoblauch um die Ernte der Pflanzenzwiebeln oder -knollen geht. Hier muss natürlich die gesamte Pflanze ausgegraben werden. Die Lagerung von Allium kann dann entweder durch Kleinschneiden und einfrieren (z.B. Schnittlauch) oder durch Verwahrung in dunkler und kühler Umgebung (z.B. Knoblauch, Porre oder Zwiebeln) erfolgen.

 

geschnittener Lauch | © Das Grüne Archiv

Vermehrung durch Rhizome: Damit Allium auch im nächsten Jahr wieder im Garten gedeiht, lassen sich von vielen Laucharten die Knollen oder Zwiebeln nutzen. Verwahren Sie diese bis zum nächsten Frühling kühl und dunkel im Kühlschrank oder Keller. Im folgenden April werden die Rhizome dann zurück ins Beet gesetzt.

Vermehrung durch Samen: Porree lässt sich leider nicht nur Rhizome vermehren. Hier muss der Blütenstand des Pflanze zur Vermehrung verwendet werden. Schneiden Sie diesen im Sommer einfach ab und säen Sie das Saatgut im Folgejahr wie gewohnt aus. Bedenken Sie jedoch, dass Porreestangen nach der Blüte ungenießbar werden.

Kurztipps zum Schneiden und Ernten:

  • die Blüte von Porree muss zum Geschmackserhalt gekappt werden
  • andere Laucharten benötigen in der Regel aber keinen Pflegeschnitt
  • zur Ernte entweder die oberirdischen Pflanzenteile abschneiden oder
  • die würzigen Zwiebeln und Knollen des Lauchs ausgraben
  • Lagerung erfolgt kühl und dunkel im Kühlschrank oder Keller
  • Schnittlauch lässt sich zudem klein scheiden und einfrieren
  • zur Vermehrung durch Rhizome Lauchknollen oder -zwiebeln dunkel und kühl lagern
  • für Vermehrung durch Samen Blüte abwarten und dann Saatgut absammeln

 

Porree und Frühlingszwiebel | © Das Grüne Archiv

Interessante Arten der Gattung Allium

Mit rund 940 verschiedenen Arten ist Lauch eine der wohl vielseitigsten Nutzpflanzen überhaupt. Die einzelnen Arten unterscheiden sich dabei nicht nur in ihrer Wuchshöhe, sondern auch in ihrem Geschmack, sowie in ihrem Blütenstand. Damit Sie künftig die freie Auswahl haben, hier ein kleiner Überblick zu den wichtigsten Laucharten:

SorteBeschreibung
Bärlauch
Allium ursinum
Blütezeit: Mai
Blütenfarbe: weiße Scheindoldenblüten
Wuchshöhe: 20 bis 50 cm
Herkunft: Europa, Mittelmeerraum
Eignung für Kultivierung: sehr gut
Besonderheiten: beliebte Heil- und Gewürzpflanze mit leichtem Knoblauchgeschmack; es werden sowohl die Blattkräuter als auch die Zwiebeln geerntet werden
Knoblauch
Allium sativum
Blütezeit: Juli bis August
Blütenfarbe: weiße bis rosa Scheindoldenblüten
Wuchshöhe: 30 bis 90 cm
Herkunft: Asien
Eignung für Kultivierung: gut
Besonderheiten: Heil- und Gewürzpflanze mit kräftigem Knoblauchgeschmack; es werden überwiegend die Knollen der Pflanze verwendet; Knoblauch ist nur bis -18 °C winterhart
gute Sorten: 'Aceuchal', 'Ajo Rosa', 'Anni', 'Aquila', 'Aveiro', 'Chesnok', 'Cledor', 'Constanza', 'Early Purple Wight', 'Edenrose', 'Galicischer', 'Iberian', 'Japanese', 'Maiskij', 'Marodo de Pedronera', 'Music', 'Oregon Blue', 'Provence', 'Purple Glazer', 'Red Janice', 'Red Rezan', 'Ristijärvi Kainuu', 'Rocambole', 'Rose de Lautrec', 'Rosso di Sulmona', 'Rügen', 'Russische Riesen', 'Shandong', 'Shilla', 'Siberian', 'Single Garlic', 'Solent', 'Thai Asiatic', 'Thai Turban', 'Trudener', 'Xian', 'Zemo'
Knoblauch-Schnittlauch (Chinesischer Knoblauch)
Allium tuberosum

Blütezeit: August bis September
Blütenfarbe: weiße Doldenblüten
Wuchshöhe: 25 bis 50 cm
Herkunft: Asien
Eignung für Kultivierung: gut
Besonderheiten: nur bis -18 °C winterhart; es werden die schnittlauchartigen und nach Knoblauch schmeckenden Blattkräuter verwendet
gute Sorten: 'Kobold', 'Monstrum'
Schnittlauch
Allium schoenoprasum
Blütezeit: Mai bis August
Blütenfarbe: weiße bis blau-violette Scheindoldenblüten
Wuchshöhe: 5 bis 50 cm
Herkunft: Europa, Asien
Eignung für Kultivierung: sehr gut
Besonderheiten: traditionelles Küchenkraut mit mild-würzigem Zwiebelaroma; es werden ausschließlich die Blattkräuter als Gewürz verwendet
gute Sorten: 'Corsican White', 'Elbe', 'Forescate', 'Goliath', 'Polycross', 'Sterile', 'Staro'
Weinberg-Lauch
Allium vineale
Blütezeit: Juni bis Juli
Blütenfarbe: weiße bis violette Doldenblüten
Wuchshöhe: 30 bis 90 cm
Herkunft: Europa, Mittelmeerraum
Eignung für Kultivierung: sehr gut
Besonderheiten: als Gewürz werden die oberirdischen Brustzwiebeln des Weinberg-Lauchs genutzt
gute Sorte: 'Hair'
Wilder Lauch
Allium scorodoprasum
Blütezeit: Juni bis Juli
Blütenfarbe: violette Doldenblüten
Wuchshöhe: 40 bis 50 cm
Herkunft: Europa, Mittelmeerraum
Eignung für Kultivierung:
Besonderheiten: hier lassen sich die nach Knoblauch schmeckenden Lauchzwiebeln als Würzzutat verwenden; Wilder Lauch ist eine beliebte Heilpflanze gegen Abszesse; Wilder Lauch ist bis -18 °C winterhart und benötigt viel Wasser
Porree (Winterlauch / Sommerlauch)
Allium porrum

Blütezeit: April bis Juni
Blütenfarbe: rosafarbene Doldenblüten
Wuchshöhe: 45 bis 180 cm
Herkunft: Europa, Mittelmeerraum
Eignung für Kultivierung: sehr gut
Besonderheiten: mild-scharfer Zwiebelgeschmack; es werden maßgeblich die Blattkräuter verwendet; Unterscheidung von Sommerlauch und Winterlauch
gute Sorten: 'Carlton F1', 'Davinci F1', 'Ewiger Lauch', 'Hannibal'
Winterzwiebel (Frühlingszwiebel)
Allium fistulosum

Blütezeit: Juni bis August
Blütenfarbe: cremeweiße Scheindoldenblüten
Wuchshöhe: 30 bis 100 cm
Herkunft: Asien
Eignung für Kultivierung: sehr gut
Besonderheiten: milder Zwiebelgeschmack; wie bei der Speisezwiebel werden hier die Lauchzwiebeln als Würzzutat genutzt
gute Sorten: 'Red Welsch', 'Schalotte', 'Ungarische'
Zwiebel (Speisezwiebel)
Allium cepa

Blütezeit: Juni bis August
Blütenfarbe: weiße Doldenblüten
Wuchshöhe: 30 bis 100 cm
Herkunft: vermutlich Asien
Eignung für Kultivierung: sehr gut
Besonderheiten: klassischer Zwiebelgeschmack; neben der Lauchzwiebel können auch die Zwiebelblätter als Heil- oder Gewürzkraut genutzt werden
gute Sorten: 'Barito F1', 'Herkules F1', 'Ishikura Long White', 'Sturon', 'Redspark', 'Takmark', 'White Wing'

 

Lauchröllchen | © Das Grüne Archiv

Lauch – Mögliche Krankheiten und Schädlinge

Dank seines vielseitigen Würzgeruchs, der auf Schädlinge äußerst abschreckend wirkt, hat Allium nur selten Schadbilder zu beklagen. Lediglich Zwiebelfliegen machen den Laucharten hin und wieder zu schaffen. Diese kann jedoch erfolgreich vom Lauch fern gehalten werden, indem man Pflanzenschutznetze über die Anzucht spannt und nur mit gut verrottetem Kompost düngt.

In Bezug auf Pflanzenkrankheiten macht sich Mehltau gerne an Allium breit. Behandeln können Sie diesen bei leichtem Befall noch mit Spritzungen aus Knoblauchsud. Ist der Schadbefall hingegen sehr groß, hilft manchmal nichts anderes als die Komplettentsorgung der erkrankten Pflanze im Restmüll. Vorbeugend lässt sich Mehltau durch das Einhalten der vorgegebenen Pflanzabstände.



Fazit

In der Gattung Allium ist wortwörtlich für jeden Geschmack etwas dabei. Von Zwiebeln und Knoblauch über Schnittlauch und Bärlauch bis hin zu Porree tummeln sich hier unzählige namhafte Größen aus dem Bereich der Heil- und Küchenkräuter. Besonders pflegeintensiv sind Arten des Lauchs dabei nicht. Allerdings ist es wichtig, beim Anbau auf eine wohl bemessene Wässerung und Düngung der starkzehrenden Nutzpflanzen geachtet werden, wenn Laucharten ihr unverkennbares Aroma voll entfalten sollen.

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